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Lernbaustein 1.6 Addition und Subtraktion ohne Übergang bis 20

FragezeichenWarum?

  • Subtraktions- und Additionsaufgaben im Zahlenraum zwischen 10 und 20 werden über die Nutzung der Zahlzerlegungen bis 10 gelöst: Beispielsweise wird die Aufgabe 19 – 7 über den Zahlzusammenhang (Zahlentripel) 9 / 7 / 2 gelöst (Analogieaufgaben).
  • Das Berechnen von Additions- und Subtraktionsaufgaben ist kein Selbstzweck. Vielmehr schafft es Anlässe, Zahlvorstellungen zu Zahlen bis 20 und die Operationsvorstellungen zur Addition (Hinzufügen / Zusammenfassen) und Subtraktion (Wegnehmen / Ergänzen bzw. Restmengen- / Unterschiedsbestimmung) zu aktivieren. Die Vorstellungen werden dann aktiviert, wenn an strukturierten Arbeitsmitteln ohne Zählprozesse die Operation mit den Zahlen konkret dargestellt oder gedanklich vorgestellt wird.
  • Das Reden über Rechenaufgaben und die Zusammenhänge zwischen dem ersten und zweiten Zehner kann über Beschreibungen von Handlungen bzw. von statischen Bildern an den Arbeitsmitteln gelernt werden.
  • Hierbei werden zwei wichtige Eigenschaften von Zahlen genutzt: (1) Eine erste Idee des Stellenwertsystems (vgl. Lernbaustein 1.5): Die Zehner bleiben unverändert, wenn Einer (ohne Übergang) verknüpft werden. (2) Zahlen können zerlegt und zusammengesetzt werden (vgl. Lernbausteine 1.1, 1.2 und 1.4).
  • Der Zusammenhang zwischen 18 − 6 und 8 − 6 wird anschaulich an Arbeitsmitteln thematisiert: z. B. wird am Rechenrahmen im unteren Zehner die Aufgabe 8 − 6 = 2 geschoben, dann ist 18 − 6 …
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    ZeitWann?

    Einsatz im Lernprozess

    • Nach der systematischen Erarbeitung und Automatisierung der Zahlzerlegungen sowie Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 10 (Lernbausteine 1.2 und 1.4)
    • Nach der Erarbeitung der Operationsvorstellungen Addition und Subtraktion (Lernbaustein 1.3) und der Thematisierung von Zahlen bis 20 (Lernbaustein 1.5)
    • Bevor beim Rechnen mehr als eine Zahlzerlegung eingesetzt werden muss (Aufgaben mit Übergang, Lernbaustein 1.7)

    Voraussetzungen

    • Die Kinder haben die Zerlegungen aller Zahlen bis einschließlich 10 automatisiert.
    • Die Kinder können Zahlen bis 20 ohne Zählprozesse durch Strukturnutzung auffassen und darstellen.
    • Die Kinder können dynamische Grundvorstellungen zur Addition (Hinzufügen) und zur Subtraktion (Wegnehmen und Ergänzen) aktivieren.
    • Die Kinder können statische Grundvorstellungen zur Addition (Zusammenfassen) und zur Subtraktion (Restmengen- oder Unterschiedsbestimmung) aktivieren.

     

    LupeWorauf kommt es an?

    Zielsetzungen

    • Die Kinder aktivieren Zahlvorstellungen bis 20 beim Rechnen.
    • Die Kinder lernen, dass im zweiten Zehner wie im ersten Zehner gerechnet werden kann (Nutzen von Analogieaufgaben) und dass das Wissen um die Zahlzerlegungen hier angewandt werden kann.
    • Die Kinder wiederholen, dass Subtrahieren nicht nur Wegnehmen, sondern auch das Bestimmen des Unterschieds bedeutet.

     

    Diagnostischer Blick

    • Werden beim Rechnen die automatisierten Zahlzerlegungen genutzt oder wird gezählt?
    • Können die Zahlzerlegungen auch bei Subtraktionsaufgaben, insbesondere auch bei Unterschiedsbestimmungen (17 − 14) genutzt werden?

     

    Umgang mit Sprache

    Das Stellenwertverständnis vertieft sich über die Kommunikation der Zusammenhänge: 17 − 4 ist 13, weil 7 − 4 = 3 und sich der Zehner nicht ändert. Grundlage für diese Sprachmuster ist ein handlungsbegleitendes Versprachlichen an geeigneten Arbeitsmitteln: Am Rechenrahmen wird bei der Aufgabe 17 − 4 unten 7 − 4 = 3 geschoben. Das Sprechen über die Zusammenhänge dient nicht nur der Aufgabenlösung, sondern auch der Einsicht in den Aufbau zweistelliger Zahlen sowie der Thematisierung verschiedener Operationsvorstellungen: 17 − 15 kann über die Bestimmung des Unterschieds gelöst werden, 17 − 2 über das Wegnehmen.

     

    InformationWo finde ich mehr?

    Qr-Code

    Starke BASIS! Baustein 1.4 Addition und Subtraktion im ZR 20

    https://starke-basis-bw.de/

     

    Qr-Code

    FÖDIMA Kartei:

    Karte 22 https://pikas.dzlm.de/node/2631

     

    Qr-Code

    https://www.mathe-fest.de/foerderkategorie-3-b/

    Anmerkung: Die Formate lassen sich auf den ZR 20 anpassen.

     

    Wartha, S; Hörhold, J.; Kaltenbach, M. & Schu, S. (2019). Rechenprobleme überwinden – Grundvorstellungen aufbauen. Braunschweig: Westermann. S. 57–62.

    Anmerkung: Die Formate lassen sich auf den ZR 20 anpassen.

     

    Aktivität 1.6.1

    Aktivität 1.6.2

    Aktivität 1.6.3

    Materiallisten

    Lernbaustein 1.6 Addition und Subtraktion ohne Übergang bis 20: Herunterladen [pdf][106 KB]