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Van der Waals-Kräf­te Ar­beits­blatt

Hin­weis

Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass für jedes Ex­pe­ri­ment ent­spre­chend der ei­ge­nen Durch­füh­rung vor der erst­ma­li­gen Auf­nah­me der Tä­tig­keit eine Ge­fähr­dungs­be­ur­tei­lung durch­ge­führt und do­ku­men­tiert wer­den muss. Jede fach­kun­di­ge Nut­ze­rin/jeder fach­kun­di­ge Nut­zer muss die auf­ge­führ­ten In­hal­te ei­gen­ver­ant­wort­lich prü­fen und an die tat­säch­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten an­pas­sen.

Weder die Re­dak­ti­on des Leh­rer­fort­bil­dungs­ser­vers noch die Au­to­rin­nen und Au­to­ren der ver­öf­fent­lich­ten Ex­pe­ri­men­te über­neh­men jeg­li­che Haf­tung für di­rek­te oder in­di­rek­te Schä­den, die durch ex­ak­ten, ver­än­der­ten oder feh­ler­haf­ten Nach­bau und/oder Durch­füh­rung der Ex­pe­ri­men­te ent­ste­hen. Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen er­hal­ten Sie unter www.​gef​ahrs​toff​e-​schu­le-​bw.​de


Van-der-Waals-Kräf­te

Alle Mo­le­kü­le, auch die un­po­la­ren, üben An­zie­hungs­kräf­te auf­ein­an­der aus. Diese bin-den­den Kräf­te nennt man Van-der-Waals-Kräf­te (nach ihrem Ent­de­cker, dem hol­län­di-schen Phy­si­ker van der Waals, 1837-1923).
Die Kräf­te, mit denen sich die Mo­le­kü­le ge­gen­sei­tig an­zie­hen, sind im All­ge­mei­nen schwach. Sie haben auch nur eine sehr ge­rin­ge Reich­wei­te. Des­halb wir­ken sie nur an Stel­len, wo sich die Mo­le­kü­le ganz nahe kom­men. Je grö­ßer die Mo­le­kü­le - und damit auch ihre Ober­flä­che - desto mehr „Haft­stel­len“ sind vor­han­den. Des­halb sind in­ner­halb der ho­mo­lo­gen Reihe die Van-der-Waals-Kräf­te umso stär­ker, je grö­ßer die Mo­le­kü­le sind.

Mit zu­neh­men­der Mo­le­kül­grö­ße wer­den die ________________________-Kräf­te ________________.

Zwi­schen _______________ Mo­le­kü­len sind ____________________ An­zie­hungs­kräf­te

wirk­sam als zwi­schen _______________ Mo­le­kü­len.

Die Van-der-Waals-Kräf­te sind zwar nur schwach, sie haben aber große Aus­wir­kun­gen auf die phy­si­ka­li­schen Ei­gen­schaf­ten der Al­ka­ne.

Sie­de­tem­pe­ra­tur/Flüch­tig­keit

Um einen Stoff zum Sie­den zu brin­gen, muss man die ein­zel­nen Mo­le­kü­le von­ein­an­der tren­nen. Das kos­tet En­er­gie, da zwi­schen den Mo­le­kü­len An­zie­hungs­kräf­te herr­schen, die erst über­wun­den wer­den müs­sen.

  1. Zeich­net in der fol­gen­den Ab­bil­dung 1 die Van-der-Waals-Kräf­te mit grü­ner Farbe ein. Bei wel­chen Mo­le­kü­len könnt ihr mehr Van-der-Waals-Kräf­te ein­zeich­nen?
  2. Macht eine Aus­sa­ge zum Zu­sam­men­hang zwi­schen der Stär­ke der Van-der-Waals-Kräf­te und der Sie­de­tem­pe­ra­tur (bei wel­chen Mo­le­kü­len muss mehr En­er­gie auf­ge­wen­det wer­den, um sie von­ein­an­der zu tren­nen?)

Ab­bil­dung 1: Van-der-Waals-Kräf­te und Sie­de­tem­pe­ra­tur
                                                                                        

Tabelle 1

Lös­lich­keit

Es gilt: Glei­ches löst sich in Glei­chem, d. h. un­po­la­re Stof­fe lösen sich in un­po­la­ren, po­la­re Stof­fe lösen sich in po­la­ren.
Auch hier spie­len die An­zie­hungs­kräf­te zwi­schen den Mo­le­kü­len eine große Rolle. Löst man einen Stoff in einem Lö­sungs­mit­tel, so muss der Stoff stark genug sein, die An-zie­hungs­kräf­te zwi­schen den Lö­sungs­mit­tel­mo­le­kü­len auf­zu­bre­chen, damit er sich zwi­schen die Lö­sungs­mit­tel­mo­le­kü­le drän­gen kann. Damit die­ser Zu­stand der Lö­sung be­ste­hen bleibt, müs­sen sich neue An­zie­hungs­kräf­te zwi­schen Stoff- und Lö­sungs­mit­tel-Mo­le­kü­len bil­den kön­nen. Diese An­zie­hungs­kräf­te kön­nen nur aus­ge­bil­det wer­den, wenn die Mo­le­kü­le ähn­lich sind (beide polar oder beide un­po­lar).

Ab­bil­dung 2: Lö­sungs­vor­gang von Zu­cker in Was­ser

Zucker in Wasser

     vor dem Lö­se­vor­gang                                          nach dem Lö­se­vor­gang
 
Es sind nicht alle An­zie­hungs­kräf­te gleich stark:

Stär­ke
schwach
stark
sehr stark   
pfeil

An­zie­hungs­kraft
Van-der-Waals-Kräf­te
Was­ser­stoff­brü­cken
An­zie­hungs­kräf­te zwi­schen un­ter­schied­lich ge­la­de­nen Ionen

 

  1. Ver­gleicht die bei­den Bil­der in Ab­bil­dung 2. Was hat sich beim Lösen des Zu­ckers ver­än­dert?
  2. Wel­che An­zie­hungs­kräf­te herr­schen zwi­schen Was­ser­mo­le­kü­len? Zeich­net sie in der Ab­bil­dung 3 rot ein.
  3. Wel­che Wech­sel­wir­kun­gen herr­schen zwi­schen Al­kan­mo­le­kü­len? Zeich­net sie in der Ab­bil­dung 3 grün ein.
  4. Wieso lösen sich Al­ka­ne nicht in Was­ser?
  5. Be­grün­det, ob Hexan sich in Decan lösen kann.

Ab­bil­dung 3: An­zie­hungs­kräf­te und Lös­lich­keit

Abb3

 


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