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Früh­lings Er­wa­chen - In­ter­pre­ta­ti­on

Einleitung 1. Ein­lei­tung
Ein Schü­ler­auf­satz ist eine kom­ple­xe Ge­samt­leis­tung und wird auch so be­wer­tet. Des­halb ist es wich­tig, die un­ter­schied­li­chen Be­stand­tei­le des Auf­sat­zes ein­zeln vor­zu­be­rei­ten und zu üben.
Um einen Kon­sens über Um­fang und In­halt einer Ein­lei­tung in einem li­te­ra­ri­schen Auf­satz zu er­zie­len, bie­ten fol­gen­de Ma­te­ria­li­en An­re­gung.

Ein Ar­beits­blatt [doc] [50 KB] for­dert die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu einer kri­ti­schen Be­trach­tung un­ter­schied­li­cher Ein­lei­tungs­bei­spie­le auf und führt zu einer Fest­le­gung not­wen­di­ger und mög­li­cher In­hal­te. Ein Lö­sungs­vor­schlag [doc] [48 KB] ist hier zu fin­den. Das nächs­te Ar­beits­blatt [doc] [46 KB] gibt den Schü­le­rin­nen und Schü­lern fünf ver­schie­de­ne For­mu­lie­run­gen vor, die sie um­schrei­ben müs­sen. Ziel ist es, au­to­ma­ti­sier­te For­mu­lie­run­gen wie „In dem Roman geht es um …“ zu ver­mei­den.
In einer Übung   [doc] [46 KB] sol­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu einer vor­ge­ge­be­nen Text­stel­le mit Hilfe eines Bei­spiels eine ei­ge­ne Ein­lei­tung und einen pas­sen­den Schluss ver­fas­sen.

Einordnung 2. Ein­ord­nung
Die Ein­ord­nung einer Text­stel­le wird oft ver­wech­selt mit der In­halts­an­ga­be zum ge­sam­ten Werk. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sol­len des­halb er­ken­nen, dass es gemäß der Auf­ga­ben­stel­lung darum geht, „den Text­aus­zug im Kon­text der vor­an­ge­gan­ge­nen Hand­lung“ (MKS Baden-Würt­tem­berg, Mus­ter­auf­ga­be) zu be­ar­bei­ten. Es wird also nicht der In­halt wie­der­ge­ge­ben, son­dern nur das zu­sam­men­ge­fasst, was für das Ver­ständ­nis der Text­stel­le wich­tig ist.

Zu­nächst wer­den die wich­tigs­ten Hand­lungs­ele­men­te des ge­sam­ten Dra­mas zu­sam­men­ge­stellt, um den Schü­le­rin­nen und Schü­lern die Ori­en­tie­rung zu er­leich­tern. In der Form des ko­ope­ra­ti­ven Ler­nens er­hal­ten sie in einem Ar­beits­blatt [doc] [212 KB] un­ter­schied­li­che Text­stel­len, die sie in den Ge­samt­zu­sam­men­hang ein­ord­nen sol­len. Die Lö­sung fin­den Sie hier . [doc] [61 KB]
Mit­hil­fe eines wei­te­ren Ar­beits­blat­tes [doc] [50 KB] kor­ri­gie­ren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zwei Aus­zü­ge aus Schü­ler­auf­sät­zen nach sprach­li­chen und in­halt­li­chen As­pek­ten.

Interpretation 3. In­ter­pre­ta­ti­on
An­hand eines Ar­beits­blat­tes [doc] [61 KB] be­rei­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die In­ter­pre­ta­ti­on einer aus­ge­wähl­ten Text­stel­le vor und for­mu­lie­ren eine ent­spre­chen­de Deu­tungs­hy­po­the­se. Diese wird im An­schluss in Part­ner­ar­beit be­spro­chen. Da­nach er­hal­ten sie den ers­ten Teil eines Schü­ler­auf­sat­zes mit ei­ni­gen Leer­stel­len, die auf Grund­la­ge der Er­geb­nis­se der Vor­ar­beit aus­ge­füllt wer­den sol­len. Nach Be­spre­chung der ei­ge­nen Er­geb­nis­se sol­len diese mit der Ori­gi­nal­ver­si­on ver­gli­chen und beu­re­teilt wer­den.

Das  Ar­beits­blatt [doc] [63 KB] ent­hält einen wei­te­ren, etwas schlech­te­ren Schü­ler­auf­satz zur be­reits the­ma­ti­sier­ten Text­stel­le. Die­ser soll nun mit Hilfe eines Kor­rek­tur­blat­tes be­wer­tet wer­den. Nach der Dis­kus­si­on über die Er­geb­nis­se der Auf­satz­kor­rek­tur sol­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler den Bei­spiel­auf­satz kom­plett über­ar­bei­ten bzw. teil­wei­se neu schrei­ben.
Ab­schlie­ßend ist es ihre Auf­ga­be, den über­ar­bei­te­ten Auf­satz noch­mals in ge­gen­sei­ti­ger Kon­trol­le mit Hilfe des Kor­rek­tur­blat­tes zu be­wer­ten, um ge­ge­be­nen­falls Schwach­stel­len in der ei­ge­nen Ar­beit auf­zu­de­cken.

Zur Fes­ti­gung und Ver­tie­fung wird das bis­her Ge­lern­te nun an einer an­de­ren Text­stel­le an­ge­wandt. Hier­zu dient ein Ar­beits­blatt [doc] [62 KB] . Ein häu­fi­ges Pro­blem bei Schü­le­rin­nen und Schü­lern ist es, dass Text­stel­len nicht genau ge­le­sen bzw. ganze Pas­sa­gen bei der In­ter­pre­ta­ti­on über­sprun­gen wer­den. Um dies zu ver­mei­den, bie­tet es sich an, aus­ge­wähl­te Zi­ta­te der Text­stel­le zu er­läu­tern, zu deu­ten und zu in­ter­pre­tie­ren. Da­nach soll, unter Ein­be­zug der Er­kennt­nis­se, ein voll­stän­di­ger In­ter­pre­ta­ti­ons­auf­satz zur ge­sam­ten Text­stel­le ver­fasst wer­den.

Tugend 4. Ge­stal­ten­des In­ter­pre­tie­ren mit Schwer­punkt Sui­zid
Die fol­gen­den fünf Ar­beits­blät­ter mit Auf­ga­ben kön­nen va­ria­bel ein­ge­setzt wer­den. Ein Vor­schlag wäre, die Klas­se in fünf Grup­pen ein­zu­tei­len und jede Grup­pe eine der Auf­ga­ben be­ar­bei­ten zu las­sen. Die Er­geb­nis­se wer­den im Ple­num prä­sen­tiert.

Die erste Auf­ga­be [doc] [42 KB] soll Mo­ritz‘ Mo­no­log vor sei­nem Selbst­mord für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ver­ständ­lich ma­chen, indem sie ein­zel­ne Ab­schnit­te in ihre heu­ti­ge Spra­che über­tra­gen.

Die zwei­te Grup­pe [doc] [42 KB] for­mu­liert einen Brief, den Mo­ritz kurz vor sei­nem Selbst­mord an Mel­chi­or schreibt und in dem er ihm sein Vor­ha­ben er­klärt. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ver­glei­chen dar­auf­hin Mo­ritz‘ Mo­ti­ve mit den häu­figs­ten Selbst­mord­grün­den von Ju­gend­li­chen heute. 
               
Die drit­te Auf­ga­be [doc] [202 KB] ver­langt, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Re­ak­tio­nen der Per­so­nen bei Mo­ritz‘ Be­er­di­gung mit Hilfe einer Mind-Map dar­stel­len. Sie in­for­mie­ren sich über re­li­giö­se und ge­sell­schaft­li­che Hin­ter­grün­de, die die­ses Ver­hal­ten er­klä­ren. Aus Hand­rei­chun­gen zum Um­gang mit Schü­ler­selbst­mord heute wäh­len sie Maß­nah­men aus, die ihnen sinn­voll er­schei­nen, und be­grün­den ihre Wahl.

Die vier­te Grup­pe [doc] [42 KB] er­setzt den Brief­wech­sel zwi­schen Mo­ritz und Frau Gabor durch einen Dia­log. Aus Hand­rei­chun­gen zum Um­gang mit sui­zid­ge­fähr­de­ten Ju­gend­li­chen wäh­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die ihrer An­sicht nach am bes­ten ge­eig­ne­ten Rat­schlä­ge aus und be­grün­den ihre Mei­nung.

In einer fünf­ten Auf­ga­be [doc] [50 KB] ver­glei­chen sie We­de­kinds „Früh­lings Er­wa­chen“ mit drei wei­te­ren Wer­ken, die Ende des 19. oder An­fang des 20. Jahr­hun­derts ver­öf­fent­licht wur­den und in denen ein Schü­ler Selbst­mord be­geht. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis in­for­mie­ren sie sich dar­auf­hin über das da­mals ty­pi­sche Fa­mi­li­en- und Schul­le­ben.