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Eti­ket­te und Ma­nie­ren: — Öf­fent­lich­keit

Die Dia­lekt-Falle
So schön Dia­lek­te wie „Grüß Gott“ in Bay­ern oder „Moin, Moin“ in Ham­burg klin­gen mögen – las­sen Sie es, wenn Sie nicht aus der Re­gi­on stam­men. Blei­ben Sie in sol­chen Fal­len lie­ber beim neu­tra­len „Guten Tag“.

Wie grüße ich rich­tig?
Je an­ony­mer Ihr Um­feld, desto sel­te­ner der Gruß. Ver­mei­den Sie, laut­stark grü­ßend das über­füll­te ICE-Ab­teil zu be­tre­ten, wäh­rend es einem Faux­pas nahe käme, beim Be­tre­ten eines klei­nen Ge­schäfts die Be­grü­ßung Ihres Ge­gen­übers nicht zu er­wi­dern.

Die kor­rek­te Ho­sen­län­ge
Es soll Frau­en geben, die Män­ner auf Grund ihrer zu kurz ge­ra­te­nen Ho­sen­lan­ge nicht an­spre­chen wür­den, da sie die Trä­ger für stil­los hal­ten.
Für Her­ren gilt: Die ge­ra­de ge­schnit­te­ne Hose soll mit leich­tem Knick auf der Schuh­kap­pe auf­ste­hen, eine Hose mit Auf­schlag endet zwi­schen Ab­satz und Fer­sen­mit­te.

Der Laut-Te­le­fo­nie­rer
Sie freu­en sich auf ein ele­gan­tes Abend­es­sen, und Ihr Tisch­nach­bar un­ter­hält mit sei­nem Handy-Ge­spräch das ganze Re­stau­rant? Bit­ten Sie den Kell­ner um Un­ter­stüt­zung. Soll­ten Sie der Gast­ge­ber sein, ma­chen Sie gute Miene zum bösen Spiel und dem Gast beim nächs­ten Te­le­fo­nat mit einer de­zen­ten Geste klar, dass er bitte kurz­fris­tig den Tisch ver­las­sen soll.

Der Klin­gel­ton
Der Handy-Klin­gel­ton ist die mo­der­ne Vi­si­ten­kar­te des Men­schen. Hun­de­ge­bell oder sin­gen­de Küken sind out – Pro­fis wäh­len den Vi­bra­ti­ons­mo­dus.

Die Arm­leh­ne
Voll be­setz­te Flug­zeu­ge kön­nen mit­un­ter eine Zu­mu­tung sein. Noch schlim­mer: Sie haben den Mit­tel­platz, und Ihre Sitz­nach­barn blo­ckie­ren hart­nä­ckig die Arm­leh­nen. Hier hilft nur, den Mo­ment ab­zu­pas­sen, in dem Ihr Nach­bar un­acht­sam die Lehne frei­gibt, oder ihn, na­tür­lich char­mant, auf sein schlech­tes Be­neh­men hin­zu­wei­sen.

Der maß­vol­le Al­ko­hol­kon­sum
So­bald Sie in der Öf­fent­lich­keit sind, soll­ten Sie Ihren Al­ko­hol­kon­sum im Griff haben. Nichts ist für Ihre Mit­men­schen un­an­ge­neh­mer als ein lal­len­der oder gar pö­beln­der Gast am Bar­t­re­sen. Wenn Sie mer­ken, dass Sie einen über den Durst ge­trun­ken haben, hilft nur noch eins: zügig den Heim­weg an­tre­ten.

Der gute Ton
Paare soll­ten Kon­flik­te nie­mals öf­fent­lich aus­tra­gen, Män­ner beim Stamm­tisch mit ihren Stim­men nicht die ganze Gast­stät­te un­ter­hal­ten.

 

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Quel­le: Focus 2/2007
http://​www.​focus.​de/​kul­tur/​leben/​mo­der­nes-​leben-​eti­ket­te-​und-​ma­nie­ren_​aid_​224880.​html