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Checkliste: Video-/Foto-/Tonaufnahmen von Schülerinnen und Schülern im Unterricht

Wenn im Unterricht Aufnahmen von Schülerinnen und Schülern erstellt werden sollen, z.B. für eine Fotostory oder die Erstellung eines Trailers, stellt sich u.a. die Frage, wer die Aufnahmen auf welchem Gerät speichern darf, wann sie  wieder gelöscht werden müssen und ob sie weitergegeben werden dürfen.

Checkliste

...

Download der Checkliste [pdf] [127 KB]

 

 

Fußnoten:

[1]

  • Die Notengebung in einem Fach kann nicht von davon abhängig sein oder davon abhängig gemacht werden, ob ein Schüler bzw. dessen Erziehungsberechtigte die Einwilligung zu Videoaufnahmen erteilt.
  • Die Kriterien für die Notengebung müssen für alle SuS in gleicher Weise gelten.
  • Videoaufnahmen zum Zwecke der Leistungsmessung sind nicht notwendig und daher auch rechtlich nicht zulässig sind.
    • Auch in anderen Bereichen der Leistungsmessung sind nicht wiederholbare und nicht akribisch dokumentierte Leistungen die Grundlage.
    • erhebliche Verschärfung der Prüfungssituationen für die Schüler
    • kein Mehr an Gerechtigkeit

Videoaufnahmen von Schülerinnen und Schülern dürfen nur zur pädagogischen Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden, aber nicht zu Beurteilungszwecken

 

[2]

Schülerinnen und Schüler

  • Auf ein Gerät der Schule hat die Lehrkraft – bei entsprechenden Nutzungsbedingungen – Zugriff und kann im Missbrauchsfall Daten löschen, einen Browserverlauf ansehen oder gar die weitere Nutzung des Geräts verbieten. Dies ist bei einem Gerät, das sich im Eigentum des Schülers befindet, nicht möglich. Die Lehrkraft kann jederzeit ein Tablet, das sich im Eigentum der Schule befindet, kontrollieren. Browser- und App-Verlauf dürfen nicht gelöscht werden.
  • Die Aufnahmen dürfen nur innerhalb des Unterrichts genutzt werden.
  • Aufnahmen, die im Unterricht gemacht wurden, dürfen grundsätzlich nicht Dritten gezeigt, an Dritte weitergegeben oder im Internet veröffentlicht werden.

 

Außerhalb des Unterrichts kann für Hausaufgaben ein Nutzungsrecht für das Gerät gewährt werden. Die Entscheidung darüber und welche Dienste genutzt werden können, trifft die Lehrkraft.

 

[3]

Auch mit einer von den Betroffenen eingeholten Einwilligung ist von der Nutzung von privaten Schülergeräten abzusehen, weil auch in einem solchen Fall die Schule ihre datenschutzrechtliche Verpflichtung, u.a. technisch-organisatorische Datenschutzmaßnahmen zu ergreifen, nicht erfüllen kann.

 

[4]

Nutzung nur innerhalb des Unterrichts
Einwilligung: s.  /st_recht/daten/faq_ds/#27

 

[5]

s. Formular zur Anlage 1 der VwV Datenschutz an Schulen ( /st_recht/daten/faq_ds/#27)

 

[6]

  • Die Württembergische Gemeindeversicherung (WGV) und der Badische Gemeindeversicherungsverband (BGV) können keine Elektronikversicherung anbieten, mit der auch in der Schule eingesetzte eigene Tablets der Schüler und der Lehrkräfte gegen Beschädigung, Zerstörung und Verlust durch Diebstahl in der Schule, auf dem Schulweg und zu Hause beim Schüler versichert werden können.
  • Gründe: schwierige Abgrenzung zwischen schulischer und privaten Nutzung; Aufwand für Listenführung und grundsätzlich keine Versicherung von gebrauchten Geräten.
  • Private Tablet-/Smartphoneversicherung (z. B. Online-Versicherung „Schutzklick“ bei Tablets mit Geräteneupreis bis zu 500 € für 50 € im Jahr Versicherungsprämie; evtl. Rabatte für Schulen?).

 

 

 

(Stand: Oktober 2016)