Lernbaustein 2.1 Fit für Klasse 2
Warum?
Für ein erfolgreiches Weiterlernen in der zweiten Jahrgangsstufe werden die wichtigsten Inhalte wiederholt. Diese sind:
- Zahlvorstellungen im Zahlenraum bis 20, also einerseits ein Übersetzen zwischen den Zahlwörtern, Zahlsymbolen und strukturierten Mengendarstellungen ohne Zählprozesse, und andererseits das beziehungsreiche Verorten von Zahlen in der Zahlenreihe.
- Automatisiertes Abrufen aller Zahlzerlegungen im Zahlenraum bis 10 sowie aller Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 10.
- Beschreiben und Nutzen der Zusammenhänge zwischen Zahlzerlegungen (z. B. 9 / 2 / 7) und den entsprechenden Rechenaufgaben: 9 - 2, 9 - 7, 2 + 7, 7 + 2.
- Operationsvorstellungen zur Subtraktion und Addition: Dynamisch (Wegnehmen, Ergänzen, Hinzufügen) und statisch (Restmengen-, Unterschiedsbestimmung, Zusammenfassen).
- Nutzen von Rechenstrategien statt Zählprozessen bei Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 20 ohne und mit Übergang.
- Erkennen, Beschreiben und Nutzen von Aufgabenzusammenhängen wie Nachbaraufgaben.
- Aktivierung eines Zahlenblicks, also das Beachten von Zahl und Aufgabenbeziehungen, z. B. die Einsicht, dass die Aufgabe 17 - 15 leichter über Ergänzen als über Wegnehmen gelöst werden kann.
Wann?
Einsatz im Lernprozess
- Zu Beginn von Jahrgangsstufe 2, um die wichtigsten Inhalte der ersten Jahrgangsstufe zu wiederholen
- Vor der Thematisierung von Rechenstrategien im Zahlenraum bis 100
- Neben den Aktivitäten in diesem Lernbaustein 2.1 können viele Varianten der Aktivitäten der Lernbausteine 1.1 bis 1.8 aus Klasse 1 hier wiederholend und vertiefend eingesetzt werden
Voraussetzungen
Da es in diesem Lernbaustein um eine Wiederholung und Festigung geht, sollten die folgenden Kompetenzen bereits vorhanden sein:
- Die Kinder können die Zahlzerlegungen auch in Form von Additions- und Subtraktionsaufgaben auf Verständnisgrundlage abrufen.
- Die Kinder können ohne Zählprozesse Zahlen bis 20 darstellen und auffassen sowie Additions- und Subtraktionsaufgaben in diesem Zahlenraum, ohne zu zählen, lösen.
- Die Kinder können an Arbeitsmitteln beschreiben, wie sie Zahlen sehen bzw. wie sie beim Rechnen vorgehen.
- Die Kinder nutzen Zahlzusammenhänge und Operationsvorstellungen, um effektive Rechenwege zu finden.
Worauf kommt es an?
Zielsetzungen
- Die Kinder automatisieren die Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 10 auf Verständnisgrundlage.
- Die Kinder erklären nicht-zählende Rechenwege bei Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 20.
- Die Kinder aktivieren beim Rechnen sicher Zahl- und Operationsvorstellungen.
Diagnostischer Blick
- Wird bei der Zahldarstellung / -auffassung gezählt oder werden Strukturen genutzt?
- Wird beim Addieren und Subtrahieren gezählt oder werden andere Aufgaben / Zahlzerlegungen genutzt?
- Sind die Zusammenhänge bei Tausch-, Umkehr- und Nachbaraufgaben klar?
Umgang mit Sprache
Die Kinder beschreiben und begründen ihre Vorgehensweisen beim Rechnen. Die Grundlage hierzu sind Handlungen an geeigneten Arbeitsmitteln, die zunächst konkret, später in der Vorstellung durchgeführt werden.
Wo finde ich mehr?
Starke BASIS! Bausteine 1.1 bis 1.4
FÖDIMA Kartei:
Karte 25 https://pikas.dzlm.de/
Schipper, W.; Ebeling, A.; Dröge, R. (2015). Handbuch für den Mathematik unterricht 1. Schuljahr. Kapitel 2.4.5. Braunschweig: Westermann.
Wartha, S.; Hörhold, J.; Kaltenbach, M.; Schu, S. (2019). Rechenprobleme überwinden, Grundvorstellungen aufbauen. Hannover: Westermann. Modul 1 sowie die Module 2 und 3 können auf den ZR 20 angepasst werden.
Vom Zählen zum Rechnen. Die Grundschulzeitschrift, 248/249, 2011 (vergriffen)
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