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Das Me­trum er­ler­nen

Soll­te es sich um eine leis­tungs­star­ke Klas­se han­deln, der die Rei­mar­ten be­reits be­kannt/ge­läu­fig sind, kann der drit­te Un­ter­richts­block auch gleich­zei­tig mit dem Er­ler­nen der Rei­mar­ten und des Vers­ma­ßes er­fol­gen. Als prak­tisch er­weist sich hier wie­der­um das Ge­dicht „Früh­lings­lied“ (s. An­la­ge 1). Durch Klat­schen kön­nen die Schü­ler die Verse in Sil­ben tren­nen und einen ers­ten Rhyth­mus er­ken­nen. Soll­te ge­nü­gend Platz im Klas­sen­raum vor­han­den sein, ist eine Übung, in der die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit dem Ge­dicht in der Hand leise vor sich le­send durchs Klas­sen­zim­mer „hin­ken“ und da­durch die Be­to­nun­gen des Ge­dichts er­ken­nen, sinn­voll und macht den Ler­nen­den meist Spaß, da sie sich be­we­gen dür­fen.

Die Me­tren „Jam­bus“ und „Tro­chä­us“ ge­nü­gen in die­ser Phase und soll­ten in einem Ta­fel­an­schrieb fest­ge­hal­ten wer­den.
Die Me­tren „Dak­tylus“ und „Ana­päst“ wer­den in Klas­se 9 ein­ge­führt.

Da die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in­zwi­schen zwei Rei­mar­ten und zwei Vers­ma­ße ken­nen, kann hier An­schluss an die Haus­auf­ga­be (s. 3.1) ge­nom­men wer­den, indem die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nun in Part­ner­ar­beit selbst ihr ers­tes Ge­dicht in einem be­stimm­ten Me­trum ver­fas­sen. Da dies selbst für äl­te­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler sehr schwie­rig ist, soll­te den Ler­nen­den dafür viel Zeit ge­ge­ben wer­den und das Ge­dicht könn­te auf bei­spiels­wei­se eine Stro­phe mit vier Ver­sen be­schränkt wer­den.

Wich­tig ist, den Schü­le­rin­nen und Schü­lern die Angst und den Glau­ben, ein lang­wei­li­ges Thema zu be­han­deln, zu neh­men. Daher ist es sinn­voll, den Un­ter­richt aktiv zu ge­stal­ten.

Mög­li­che Ge­dich­te, um das Vers­maß zu er­ar­bei­ten und un­ter­schei­den zu ler­nen (s. An­la­ge 6):

  • Mö­ri­ke: „Er ist’s“ (Tro­chä­us)
  • Storm: „Die Nach­ti­gall“ (Jam­bus)
  • Heine: „Leise zieht durch mein Gemüt“ (Tro­chä­us)
  • Ger­hardt: „Geh aus mein Herz und suche Freud“ (be­zieht sich in­halt­lich eher auf den Som­mer, da es al­ler­dings als Kir­chen­lied sehr be­kannt ist, eig­net es sich gut, um die Be­to­nun­gen zu er­ken­nen) (Jam­bus)

Eine mög­li­che Haus­auf­ga­be könn­te hier sein, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler eines der Ge­dich­te auf das vor­ge­ge­be­ne Ar­beits­blatt (s. Ar­beits­blatt 5) in Ver­sen ab­schrei­ben müs­sen, die Sil­ben tren­nen sol­len und in der frei­en Zeile dar­über je­weils an­ge­ben müs­sen, ob es sich um eine un­be­ton­te Silbe (u) oder um eine be­ton­te Silbe (-) han­delt. Je nach Leis­tungs­stand der Klas­se kann ein Bei­spiel-Ge­dicht ge­mein­sam an der Tafel auf­ge­schrie­ben und das Me­trum be­stimmt wer­den.

Am Ende die­ses Un­ter­richts­blocks kann die Mind-Map um fol­gen­de Punk­te er­wei­tert wer­den:

Mindmap zur Lyrik

Wei­ter:   An­la­ge 1