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Vi­sua­li­sie­rung

  1. Der Mensch ist ein Au­gen­mensch!
  2. Was wird vi­sua­li­siert? / Dar­stel­lungs­ar­ten

Im op­ti­schen Wahr­neh­mungs­sys­tem des Men­schen ist die Mo­ti­va­ti­on für Vi­sua­li­sie­rung be­grün­det. Der Mensch kann über das Auge sehr viele op­ti­sche In­for­ma­tio­nen auf ein­mal wahr­neh­men und diese auch schnell mit dem Ge­hirn ver­ar­bei­ten. Die bei­den Ge­hirn­hälf­ten ar­bei­ten dabei un­ter­schied­lich.
Wäh­rend die linke Ge­hirn­hälf­te für die ana­ly­ti­sche Ver­ar­bei­tung lo­ka­ler, prä­zi­ser Daten ver­ant­wort­lich ist, kann die rech­te Ge­hirn­hälf­te eine ganz­heit­li­che Ver­ar­bei­tung auf glo­ba­le Daten aus­füh­ren.

ver­bal
Spra­che
lesen, schrei­ben

ma­the­ma­tisch
de­tail­liert
kon­trol­liert
ana­ly­siert
ord­nend
lo­gisch
ver­mei­det Ri­si­ko
ver­ar­bei­tet In­for­ma­ti­on li­ne­ar

Gehirn non­ver­bal
Phan­ta­sie
er­in­nert For­men und
Ge­sich­ter
in­tui­tiv
räum­lich
emo­tio­nal
liebt Ri­si­ko
mu­si­ka­lisch
er­faßt das Ganze
bild­haft und ver­ar­bei­tet
In­for­ma­ti­on zir­ku­lär
Man un­ter­schei­det beim Men­schen zwei Arten des Se­hens:
Un­mit­tel­ba­res Sehen Auf­merk­sa­mes Sehen
spe­zi­el­le Me­cha­nis­men zum Er­ken­nen von Farbe, Form, Ori­en­tie­rung, räum­li­cher Häu­fig­keit, Be­we­gung, Fla­ckern, usw. Serie von Schrit­ten fo­kus­sier­ter Auf­merk­sam­keit
Ver­ar­bei­tung von Text

Durch Vi­sua­li­sie­rung kann er­reicht wer­den, dass die bei­den Arten des Se­hens gleich­zei­tig ein­ge­setzt wer­den.

De­fi­ni­ti­on:

Vi­sua­li­sie­ren be­zeich­net die Tä­tig­keit, einen bis­lang im Zei­chen­sys­tem der Wortspra­che aus­ge­drück­ten In­halt ent­we­der durch bild­sprach­li­che Zei­chen zu er­gän­zen, oder aber ihn ganz in die Bild­spra­che zu über­set­zen.
[J.​Stary. Vi­sua­li­sie­ren. Cor­nel­sen Scrip­tor 1997 S. 12]

Wobei zu be­rück­sich­ti­gen ist, je abs­trak­ter ein In­halt ist, desto ge­eig­ne­ter ist die Wortspra­che, und je kon­kre­ter ein Sach­ver­halt ist, desto ge­eig­ne­ter ist die Bild­spra­che, um ihn ein­deu­tig dar­zu­stel­len. Das heißt aber nicht, dass man einen abs­trak­ten In­halt nicht durch bild­sprach­li­che Ele­men­te ver­ständ­li­cher dar­stel­len kann, was aber von dem Vor­wis­sen des Adres­sa­ten ab­hän­gig ist.
[J.​Stary. Vi­sua­li­sie­ren. Cor­nel­sen Scrip­tor 1997]

Mit Hilfe von gra­phi­schen Dar­stel­lun­gen kön­nen viele kom­ple­xe Pro­zes­se und Phä­no­me­ne bes­ser ver­an­schau­licht und schnel­ler ver­stan­den wer­den.

Vi­sua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten sind:

Gra­phi­sche Dar­stel­lung, Bil­der, Car­toons, Ka­ri­ka­tu­ren, Ta­bel­len, Gra­fi­ken, Farbe, Schrift, Pro­por­tio­nen ..,