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Fazit


Die Anziehungskraft des radikalen Physiozentrismus beruht im wesentlichen auf der Unfähigkeit eines instrumentell verkürzten Anthropozentrismus, dem Reichtum und der Tiefe unseres Naturverhältnisses gerecht zu werden. Daher verliert der radikale Physiozentrismus seine Anziehungskraft in dem Moment, in dem man beginnt, das Zwischenterrain des unverkürzten Anthropozentrismus und des gemäßigten Physiozentrismus zu erkunden. Auf der Basis dieser beiden Positionen lässt sich die ganze Bandbreite menschlicher Naturverhältnisse und -gefühle verstehen und rechtfertigen: das Gefühl der Ehrfurcht für die Heiligkeit der Natur, die nicht-instrumentelle Haltung, die die ästhetische Naturkontemplation auszeichnet, sowie der Abscheu gegen die Misshandlung von Tieren.

Eine ausführlichere Darstellung sämtlicher Positionen der Naturethik, der jeweils zugrunde liegenden Argumentationen sowie eine Erörterung der jeweiligen Problematik der Argumentation findet sich in

Angelika Krebs: Naturethik im Überblick , in dies: Naturethik. Grundtexte der gegenwärtigen tier- und ökoethischen Diskussion , Frankfurt, Suhrkamp, 1997, S. 337-379 ; der obenstehende Abriss ist eine Kurzfassung der Autorin.

Ebenda gibt es exemplarische Textauszüge sämtlicher naturethischer Positionen.