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Der Wind


V. Der Wind, der Wind, ein schwieriges Kind

Die Gemeinde P. liegt in einer strukturschwachen Region im Nordschwarzwald. Als Kurort setzte der Tourismusverband bisher auf Mountain-Bike-Angebote und moderne Wanderpfade in unberührter Natur. Kurgäste genießen die erholsame Ruhe und traumhafte Aussicht.

Trotz dieser Standortvorteile gehört P. zu den zehn am höchsten verschuldeten Kommunen eines wohlhabenden Bundeslandes. Immer mehr junge Familien ziehen in umliegende Städte, wodurch Steuereinnahmen stark rückläufig sind. Nun erhofft sich die Gemeinde durch den Bau eines kleinen Windparks mit 7 Windrädern wertvolle Steuereinnahmen durch die betreibenden Unternehmen.

Aufgrund der Lage der Gemeinde inmitten eines Vogel- und Naturschutzgebietes plädieren Naturschutzverbände gegen den Bau der Windräder, da sich Wiesenvögel beim Brüten durch das Geräusch der Rotoren stark gestört fühlen. Auch Greifvögel wie der Rotmilan und Fledermäuse seien durch eine Kollision mit den Rotoren gefährdet.

Leserbrief Hotelbesitzer: Bau der Rotoren bedroht Tourismus

„Unsere Gäste kommen vor allem wegen der Stille und unverfälschten Natur nach P. in den Schwarzwald. Erholung vom Alltagsstress und die beruhigende Wirkung einer intakten Natur spüren - das wird in unserer Zeit zu einem immer wertvolleren Gut! Durch die 7 Rotoren unmittelbar „vor der Nase“ wäre es damit aus und vorbei.“

Leserbrief Klimaschützer: Saubere Energie und sanierte Gemeinde

„Die Auswirkungen des globalen Klimawandels sind überall spürbar: Hitzerekorde, Jahrhundertfluten, Orkane. Vor allem die Verbrennung von fossilen Brennstoffen und den damit verbundenen Emissionen von Industrie-Abgasen wie Kohlendioxid (CO2) tragen massiv zu der gefährlichen Erwärmung bei. Vor diesem Hintergrund sollten wir den enormen Beitrag der Windenergie zum Klimaschutz sehen! Und im Falle der Gemeinde P. im Schwarzwald wird dadurch zusätzlich eine Gemeinde saniert.“