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Lösungshinweise


a) Benennen Sie zunächst Beteiligte und Betroffene sowie deren Interessen und Ziele.

Beteiligte/Betroffene: Staat der BRD, Stahlindustrie, Fischer von Mexiko und Hawaii, Tiere (Schwämme, Seerosen. Krebse, Tintenfische), Umweltschützer, Südafrikanische Regierung
Staat: Tiefseebergbau, neues Unterwasser-Territorium, Rohstoffe, Gewinne, Arbeitsplätze, Technologieentwicklung
Stahlindustrie: geringe Rohstoffpreise
Einzelne Fischer von Mexiko und Hawaii: Fische
Umweltschützer: Erhaltung der Tiefsee
Südafrikanische Regierung: Gewinne, Naturschutzgebiet

b) Arbeiten Sie die Werte heraus, die den jeweiligen Interessen und Zielen zugrunde liegen.

  • Staat der BRD: Wohlstand und Zufriedenheit der Bevölkerung, Aufbau des Tiefseebergbaus, technologischer Fortschritt
  • Stahlindustrie: Mehrwert
  • Einzelne Fischer von Mexiko und Hawaii: sicheres Einkommen
  • Südafrikanische Regierung: Wohlstand, Artenvielfalt
  • Umweltschützer: Biodiversität, Nachhaltigkeit

c) Erläutern Sie auftretende Wertkonflikte.

Konkurrierende Werte sind ökonomische vs. ökologische Werte;
Wohlstand des Staates vs. Leben von Pflanzen und Tieren;
Nutzen, Wert von Arbeitsplätzen, größeres Pro-Kopf-Einkommen vs. Landschaftsschutz

d) Begründen Sie, wie der Wertkonflikt entschieden werden soll. Setzen Sie sich in Ihrer Argumentation auch einander mit Positionen der Moralphilosophie bzw. solchen der ökologischen Ethik.

Anthropozentrismus: Erhalt der Tiefsee und Artenvielfalt für das Wohl des Menschen;
Pathozentrismus: Schutz der leidensfähigen Tiere;
Biozentrismus: Achtung gegenüber allem Lebendigen, inklusive Manganknolle
Holismus: Achtung der gesamten Natur
Präferenzutilitarismus: Interessen der BRD vs. einzelner Fischer im kaum bewohnten Gebiet; kein Abwägen der Interessen der Manganknolle, der niederen Tiere und des gesamten Ökosystems
Klassischer Utilitarismus: hedonistisches Kalkül
Neoaristotelische Position (Nussbaum): Bedingungen für ein gutes Leben
Deontologische Ansatz: „unvollkommene“ Pflichten gegenüber der Natur
Jonas: Seins-Verantwortung, Nachhaltigkeit, „Heuristik der Furcht“