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Schul­ord­nun­gen im Ver­gleich

Un­ter­richts­vor­schlag von Wolf­gang Pflaum, Rot­ten­burg

Be­ar­bei­tet die fol­gen­den Auf­ga­ben zu zweit am PC.

Auf­ga­be 1:

  • Lest den Ori­gi­nal­text der Schul­ord­nung ge­mein­sam in der Klas­se und for­mu­liert eure Mei­nung dazu.
  • Fal­len euch be­reits jetzt sprach­li­che Be­son­der­hei­ten des Tex­tes auf?

Bei­spiel­text:

Schul­ord­nung  für das KÖ­NIG­LI­CHE GYM­NA­SI­UM in Er­furt, 1906

Die Schu­le sieht in einer wahr­haf­ti­gen Fröm­mig­keit die Grund­la­ge zu se­gens­rei­cher Le­bens­füh­rung und ech­ter Bin­dung. Daher er­war­tet sie von ihren Schü­lern, dass sie sich eines got­tes­fürch­ti­gen Wan­dels be­fleis­si­gen und auch den öf­fent­li­chen Got­tes­dienst ihrer Kon­fes­si­on re­gel­mä­ßig be­su­chen.

Mag­de­burg, den 3. Fe­bru­ar 1906.

Zi­tiert von fol­gen­der web­page : http://​www.​b.​shut­tle.​de/​b/​5-​sps-​rein­dorf/​5s­p­sis­o2.​htm

Auf­ga­be 2:

  • Mar­kiert in dem Text alle Nomen. Was fällt euch auf?
  • Warum wurde der Text wohl in die­sem Stil ver­fasst?
  • Fal­len euch Vor­tei­le und Nach­tei­le die­ses Stils ein?

Lö­sungs­vor­schlag

Die Schu­le sieht in einer wahr­haf­ti­gen Fröm­mig­keit die Grund­la­ge zu se­gens­rei­cher Le­bens­füh­rung und ech­ter Bin­dung . Daher er­war­tet sie von ihren Schü­lern , dass sie sich eines got­tes­fürch­ti­gen Wan­dels be­fleis­si­gen und auch den öf­fent­li­chen Got­tes­dienst   …

Auf­ga­be 3:

  • An wel­chen Stel­len im Text wür­den wir heute die Ver­wen­dung von Nomen eher ver­mei­den.
  • Be­sprecht diese Frage zu zweit und mar­kiert fünf sol­cher Stel­len im Text.
  • Warum habt ihr diese Stel­len aus­ge­wählt.
  • Ver­gleicht die ver­schie­de­nen Mar­kie­run­gen und die ver­schie­de­nen Ar­gu­men­te in der Klas­se.

Text­vor­schlag: An­ti­quier­te No­mi­nal-Kon­struk­tio­nen

Die Schu­le sieht in einer wahr­haf­ti­gen Fröm­mig­keit die Grund­la­ge zu se­gens­rei­cher Le­bens­füh­rung und ech­ter Bin­dung. Daher er­war­tet sie von ihren Schü­lern, dass sie sich eines got­tes­fürch­ti­gen Wan­dels be­fleis­si­gen und auch den öf­fent­li­chen Got­tes­dienst ihrer Kon­fes­si­on re­gel­mä­ßig be­su­chen.

Auf­ga­be 4:

  • Schaut euch das fol­gen­de drei-spal­ti­ge Ar­beits­blatt an. In der ers­ten Spal­te fin­det ihr ei­ni­ge Sätze aus der Ori­gi­nal-Schul­ord­nung, in denen ei­ni­ge der auf­fäl­li­ge­ren No­mi­nal­kon­struk­tio­nen mar­kiert sind.
  • Ar­bei­tet wie­der­um zu zweit und formt die Sätze so um, dass die un­ter­leg­ten No­mi­nal­kon­struk­tio­nen in euren Sät­zen nicht mehr vor­kom­men.
  • Ihr müsst den Sinn der Ori­gi­nal­sät­ze er­hal­ten, ihr dürft aber ei­ni­ge Wör­ter, die euch eben­falls an­ti­quiert vor­kom­men, durch ge­läu­fi­ge­re er­set­zen.
  • Tippt eure Sätze in die rech­te Zeile.
  • Über­legt euch, durch wel­che Kon­struk­tio­nen ihr die No­mi­nal-Kon­struk­tio­nen in der ers­ten Spal­te er­setzt habt. Hal­tet eure Er­geb­nis­se in der drit­ten Spal­te fest.

Vor­schlag für ein Ar­beits­blatt

D9       Gram­ma­tik: Schul­ord­nun­gen im Ver­gleich:

Schul­ord­nung  für das KÖ­NIG­LI­CHE GYM­NA­SI­UM in Er­furt, 1906

   
     

Ori­gi­nal­text

Text mit auf­ge­lös­ten No­mi­nal­kon­struk­tio­nen

Auf­lö­sung wo­durch?

     

Daher er­war­tet [die Schu­le] von ihren Schü­lern, dass sie sich eines got­tes­fürch­ti­gen Wan­dels be­fleis­si­gen und auch den öf­fent­li­chen Got­tes­dienst ihrer Kon­fes­si­on re­gel­mä­ßig be­su­chen.

   
     

Auf­ga­be 5:

·         Ver­gleicht die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten, No­mi­nal­kon­struk­tio­nen zu er­set­zen, in der Klas­se und über­legt euch, wie der Ori­gi­nal­text auf euch wirkt und wie sich die Wir­kung eurer um­ge­form­ten Sätze davon un­ter­schei­det.

·         Warum wohl wurde die Schul­ord­nung von 1906 in einem sol­chen Stil ver­fasst? Könnt ihr an die­ser Stel­le noch mal über Vor- und Nach­tei­le eines sol­chen No­mi­nal­stils reden?

Lö­sungs­vor­schlag

 

Schul­ord­nung  für das KÖ­NIG­LI­CHE GYM­NA­SI­UM in Er­furt, 1906

   
     

Ori­gi­nal­text

Text mit auf­ge­lös­ten No­mi­nal­kon­struk­tio­nen

Auf­lö­sung wo­durch?

     

Daher er­war­tet [die Schu­le] von ihren Schü­lern, dass sie sich eines got­tes­fürch­ti­gen Wan­dels be­fleis­si­gen und auch den öf­fent­li­chen Got­tes­dienst ihrer Kon­fes­si­on re­gel­mä­ßig be­su­chen.

Daher er­war­tet die Schu­le von ihren Schü­lern, dass sie ein got­tes­fürch­ti­ges Leben füh­ren und auch ...

Ne­ben­satz

(Ob­jekt­satz)

     

Auf­ga­be 6:

  • Lest zum Ab­schluss den Kon­trast-Text „Ver­spre­chen an die
  • Schul­ge­mein­schaft“ von 1995.
  • Was hat sich in­halt­lich und sprach­lich ge­gen­über dem ers­ten Text ver­än­dert?
  • Wie be­wer­tet ihr beide Texte? ...

Bei­spiel für einen Kon­trast-Text von 1995

Hein­rich-von-Ste­phan-Ober­schu­le , Tier­gar­ten:

Alle Ste­phan-Schü­ler un­ter­schrei­ben das fol­gen­de

"Ver­spre­chen an die Schul­ge­mein­schaft"

1.                   Ich be­lei­di­ge, pro­vo­zie­re und ver­pet­ze meine Mit­schü­ler nicht.

2.                  

Quel­le: http://​www.​b.​shut­tle.​de/​b/​5-​sps-​rein­dorf/​5s­p­sis­o6.​htm

Wei­te­res Bei­spiel:

Schul­ord­nung

Zu mei­ner Schu­le ge­hö­ren große und klei­ne Men­schen. An­ge­hö­ri­ge un­ter­schied­li­cher Re­li­gio­nen und Na­tio­na­li­tä­ten.

In mei­ner Schu­le lebe und lerne ich mit an­de­ren Kin­dern und Ju­gend­li­chen.

Ich gehe hilfs­be­reit, höf­lich, fair und rück­sichts­voll mit mei­nen Mit­schü­lern, Mit­schü­le­rin­nen und den Er­wach­se­nen um.

Quel­le (unter die­ser Adres­se nicht mehr er­reich­bar):  http://​home­page.​schles­wig-​hol­stein.​de/​ces-​pi/​sch​ulor​dnun​g.​htm

al­ter­na­tiv:

              Lest zum Ab­schluss ein­mal eure ei­ge­ne Schul­ord­nung.

            Wie ver­gleicht die sich mit der alten Schul­ord­nung?

            Siehst du Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten?

al­ter­na­tiv:

            Ver­fasst für eure Schu­le eine neue Schul­ord­nung.

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