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Fazit

Ins­ge­samt ver­weist der neue Bil­dungs­plan in den in­halts­be­zo­ge­nen Kom­pe­ten­zen, aber auch in den Text­grund­la­gen und zen­tra­len Schreib­for­men auf den not­wen­di­gen Um­gang mit dem ko­gni­ti­ven Ent­wick­lungs­schritt des wach­sen­den Abs­trak­ti­ons­ver­mö­gens. Die an­ge­nom­me­nen Ent­wick­lungs­fort­schrit­te äu­ßern sich im be­trächt­lich ge­wach­se­nen An­spruch an Lesen und Schrei­ben in 7/8. Sie sind, auch das soll­te ge­zeigt wer­den, nicht so sehr als Stu­fen einer Trep­pe zu ver­ste­hen, son­dern viel­mehr als kon­ti­nu­ier­li­cher An­stieg. Auch er­gibt sich aus un­ter­schied­li­chen Ent­wick­lungs­ge­schwin­dig­kei­ten und –zeit­punk­ten in­ner­halb einer Lern­grup­pe in der Regel eine aus­ge­präg­te He­te­ro­ge­ni­tät, mit der im Zuge einer Er­schlei­chung der neuen Kom­pe­ten­zen leich­ter um­ge­gan­gen wer­den kann als mit der syn­chro­nen Ein­füh­rung neuer An­for­de­run­gen. So­lan­ge mit einer Auf­ga­ben­stel­lung oder einem li­te­ra­ri­schen Text iden­ti­fi­ka­to­risch eben­so wie ana­ly­tisch um­ge­gan­gen wer­den kann, das be­reits Ge­lern­te also eben­so ver­wen­det wer­den darf wie das Neue, auch wenn das Ziel das glei­che für alle ist, sind alle in den Pro­zess der Tex­ter­schlie­ßung und des Kom­pe­ten­z­er­werbs ein­be­zo­gen, weit­ge­hend un­ab­hän­gig von der in­di­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­ge­schwin­dig­keit. Die in den Kom­pe­tenz­be­schrei­bun­gen for­mu­lier­ten Ziele müs­sen ja oh­ne­hin erst am Ende der Klas­se acht er­reicht sein.

In der Summe zeigt sich: Im Ver­gleich der in­halts­be­zo­ge­nen Kom­pe­ten­zen bei­der Al­ters­stu­fen zeigt sich der Zu­wachs an Kom­ple­xi­tät im Her­an­ge­hen an Texte, aber auch die in stär­ke­rem Maße ge­for­der­te Dis­tanz­nah­me und Ana­ly­se bei der Er­schlie­ßung.

Deut­lich wird dar­über hin­aus, dass die Ar­beit mit dem neuen Bil­dungs­plan davon lebt, dass in­halts­be­zo­ge­ne und pro­zess­be­zo­ge­ne Stan­dards ge­mein­sam und in Wech­sel­wir­kung be­rück­sich­tigt wer­den, für die Pla­nung der ein­zel­nen Stun­de, be­son­ders aber für das Den­ken in grö­ße­ren Zu­sam­men­hän­gen. Au­ßer­dem ist der Blick auf die Ent­wick­lung ein­zel­ner Kom­pe­ten­zen über das ge­sam­te Cur­ri­cu­lum hin not­wen­dig. Man­che Ein­zel­stan­dards er­hel­len sich in ihrer Kon­se­quenz erst in der syn­op­ti­schen Zu­sam­men­schau. Ins­ge­samt kommt der Be­hand­lung von Er­zähl­tex­ten in 7/8, von den Kom­pe­ten­zen her eben­so wie mit Blick auf die per­sön­li­che Ent­wick­lung, eine zen­tra­le Rolle zu.

 

Kurz­pro­sa in den Klas­sen 7 und 8: Her­un­ter­la­den [docx][32 KB]

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Wei­ter zu Lyrik in der ach­ten Klas­se