Zur Haupt­na­vi­ga­ti­on sprin­gen [Alt]+[0] Zum Sei­ten­in­halt sprin­gen [Alt]+[1]

Ar­beits­blatt 11

Stär­ken­ori­en­tie­rung 2: Po­si­ti­ve For­mu­lie­run­gen

Es ist oft ein­fa­cher zu for­mu­lie­ren, was man nicht möch­te als das, was man möch­te. Ge­nau­so geht es uns mit Schwä­chen oder schlech­ten Ei­gen­schaf­ten. Wir neh­men uns vor, nicht mehr zu rau­chen, nicht mehr zu spät zu kom­men. Diese Art der For­mu­lie­rung rich­tet die Auf­merk­sam­keit auf die Ge­wohn­heit, die ab­ge­legt wer­den soll. Damit bleibt das Alte, die Ver­gan­gen­heit, im Zen­trum der Be­ach­tung.

Für die Ver­än­de­rung von Mus­tern oder Ge­wohn­hei­ten ist für jeden Men­schen die Kon­zen­tra­ti­on auf das er­stre­bens­wer­te Ziel hilf­reich. Die Zu­kunft wird so schon in der For­mu­lie­rung greif­bar, und da­durch kann En­er­gie und Kraft für das Neue frei­ge­setzt wer­den.

Ge­ra­de in der Schu­le ach­ten wir Lehr­per­so­nen vor allem auf die Schwä­chen, die De­fi­zi­te. Wir kön­nen uns aber auch an­ge­wöh­nen, diese Schwä­chen so an­zu­spre­chen, dass sie als ver­än­der­ba­re be­grif­fen wer­den kön­nen. Wir soll­ten nicht ste­hen blei­ben beim Be­schrei­ben des Fal­schen und Un­er­wünsch­ten, son­dern statt­des­sen das Er­wünsch­te und An­ge­streb­te ge­dank­lich ent­ste­hen las­sen.

Ein ers­ter Schritt zur An­bah­nung von Ver­än­de­rung ist die Ver­wen­dung des Wor­tes „ bishe r“ für ein Ver­hal­ten, das ver­än­de­rungs­wür­dig ist. Damit wird deut­lich, dass wir von der Ver­gan­gen­heit spre­chen und dass die Zu­kunft an­ders aus­se­hen kann.

Ein zwei­ter Schritt auf die­sem Weg ist die Auf­for­de­rung (durch das Wort „son­dern“), al­ter­na­ti­ve Hand­lungs­wei­sen zu über­le­gen, mit denen die Si­tua­ti­on ver­än­dert wer­den kann.

Bei­spiel
Schü­ler/Schü­le­rin: Ich muss wirk­lich ver­su­chen, mich in Mathe nicht mehr so hän­gen zu las­sen!
Leh­rer/Leh­re­rin: Bis­her hast du dich in Mathe also hän­gen las­sen, und jetzt willst du
das nicht mehr tun, son­dern ......... ?

Übung
For­mu­lie­ren Sie ent­spre­chend dem Bei­spiel eine Ant­wort, die die Wör­ter „bis­her“ und „son­dern“ ent­hält. Er­gän­zen Sie die Übung durch ei­ge­ne Bei­spie­le.

Äu­ße­rung Po­si­ti­ve For­mu­lie­rung

Ich bin heute total ver­krampft!

Bis­her warst du ver­krampft. Das willst du nicht mehr sein, son­dern .... Was möch­test du tun?

Ich soll­te mehr für die Schu­le ma­chen.

 
   
   

vgl. Prior, Man­fred/ Wink­ler, Heike (22010): Mi­ni­Max für Leh­rer, 16 -Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gi­en mit ma­xi­ma­ler Wir­kung. Wein­heim, S. 15- 18, S. 24-29

Ar­beits­blatt 11: Her­un­ter­la­den [PDF] [35 KB]