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Arbeitsauftrag 1


Arbeitsauftrag W1.1:           Bestandsaufnahme – eine Meta-Diagnose


Methode:
Einzelarbeit                                      

Material:
Klebepunkte, Metaplankarten

Zeit:
ca. 15 Min.

Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit Diagnose-Instrumenten? Ordnen Sie die genannten Diagnoseinstrumente nach den folgenden Kriterien ein: Setzen Sie auf dem Wandplakat bei den für Sie zutreffenden ein „Kreuzchen“.

  1. Anwendung in der Praxis: regelmäßig / manchmal / selten / nie

  2. Was kann (mit diesem Instrument) gut diagnostiziert werden?
    1. Vorwissen/Präkonzepte
    2. Fachwissen
    3. Denkweisen und Vorstellungen
    4. Strategien zur Lösung von Aufgaben
    5. (über-)fachliche Kompetenzen
    6. Lern- und Arbeitsweisen
    7. Motivation / Einstellung
  3. Wie kann der Lehr-Lernprozess durch den Befund beeinflusst werden?
    Notieren Sie Stichworte auf Metaplankarten.
                  

Abschließend: Diskussion im Plenum.

 

Arbeitsauftrag W1.2:           Schlüsselstellen

Methode:

Think-Pair-Share                                            

Material:
Concept Maps

Zeit:
15-20 Min.

T
Sammeln Sie „Schlüsselstellen“ bei denen Sie die Erfahrung gemacht haben, dass Diagnosemaßnahmen besonders wichtig sind/wären.

P
Einigen Sie sich im Zweierteam auf die wichtigsten und schreiben Sie diese auf Metaplankarten. Die Metaplankarten werden an der Pinnwand geordnet.

S
Diskussion im Plenum.


Arbeitsauftrag W1.3:           Analyse von Concept Maps (CM)

Methode:

Gruppenarbeit in Dreiergruppen, Plenum                         

Material:
Concept Maps

Zeit:
ca. 30 Min.

Ziel:
Sie üben hier die qualitative Analyse von Concept Maps. Im Anschluss soll aufgrund des Befunds eine für den Lernenden hilfreiche und nachvollziehbare Rückmeldung formuliert werden.

  • Wählen Sie ein Thema aus und erstellen Sie anhand der in den Schüler-CMs verwendeten Begriffe eine Referenz-CM.
  • Jedes Gruppenmitglied  führt die Analyse mindestens einer Schüler-CM durch. Diskutieren Sie die Ergebnisse in Ihrer Gruppe.
  • Formulieren Sie jeweils eine kurze, verbale Rückmeldung an den Schüler/die Schülerin. Die Rückmeldung soll Hinweise auf den Lernstand und Hinweise geben wie das Lernziel, durch eine geeignete Übung, erreicht werden kann.
  • Welche Rückmeldung geben Sie der Lehrerin/dem Lehrer zur weiteren Unterrichtsplanung?
  • Tauschen Sie sich im Anschluss mit einer anderen Gruppe über Ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Ideen aus.


Analyse von Concept Maps

Die Erhebung von Diagnosebefunden dient zur Standortbestimmung und zur Planung von weiteren Schritten im Lehr-Lernprozess und nicht zur Leistungsmessung. Begriffsnetze, in der Form von Concept-Maps, lassen sich effektiv, qualitativ analysieren < [1] :

  1. Komplexität
    Handelt es sich um ein komplex-verzweigtes Begriffsnetzwerk oder liegen eher lineare, zirkulare, sternförmige Strukturen vor?
  2. Bedeutungsinhalt der Verbindungen
    Sind die wichtigsten Verbindungen bezogen auf die Unterrichtseinheit vorhanden? Wie sieht die Map im Vergleich zur Referenz-Map aus?
  3. Qualität der Verbindungen
    Drei Niveaus können unterschieden werden:
    falsch   –            teilweise richtig/wissenschaftlich schwach         –            wissenschaftlich richtig
    Diese drei Niveaus geben einen schnellen Überblick – besonders, wenn sie farblich gekennzeichnet werden (z.B. rot – gelb – grün)

Weiterführende Literatur:

V. Kind, Beyond appearence: students`misconceptions about basic chemical ideas (2nd edition) www.rsc.org/images/Misconceptions_update_tcm18-188603.pdf

U. Klinger, (2011) „Was können Schülerinnen und Schüler wirklich?“, Unterricht Chemie Nr 124/125, S. 9-13

Sager, N., Ralle, B. (2011) „Wissensstrukturen erkennen“, Unterricht Chemie Nr 124/125, S. 63ff

Diagnostizieren und Fördern im Chemieunterricht, GDCh, Fachgruppe Chemieunterricht, 2009



[1] Vanides, J., Yin, Y., Tomita, M., Ruiz-Primo,M.A. (2005). „Using concept maps in the science classroom.“, Science Scope, 28(8), 27-31

 

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