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Tamara Bach: Marsmädchen (2003)

Kurzinformation

Empfehlung für Klassenstufe 8-9

Bild von der Schriftstellerin Tamara Bach

Abb. 1: DAbb. 1: Tamara Bach. Abbildung privat ©privat

Tamara Bach gehört zu den bedeutenden aktuellen Jugendbuchautorinnen. „Marsmädchen“ ist ihr Debütroman. Nach seinem Erscheinen 2003 erhielt Bach mehrfach Auszeichnungen und letztlich den Jugendliteraturpreis 2004 in der Sparte Jugendbuch.

Die Ich-Erzählerin Miriam ist 15, Sie lebt in einer Kleinstadt und sucht dort sich und ihren Platz in der Welt. Ihr Inneres, ihre Gedanken und Gefühle bilden das Zentrum dieses Romans. Die Protagonistin ist weder Außenseiterin noch Heldin, sie ist eine ganz norma-le Heranwachsende, sieht sich mitten in einem immer komplizierter werdenden Leben zwischen Freundinnen, Elternhaus und Schule und sucht dabei sich selbst.

Dann tritt Laura in Miriams Leben und damit beginnt eine neue Phase ihres Erwachsenwerdens. Die Neue in der Klasse ist älter, scheint erfahrener und zieht Miriam in ihren Bann. Es entwickelt sich eine Freundschaft, die von Anfang auch amouröse Tendenzen enthält. Letztlich wird es ein Liebesabenteuer mit Höhen und Tiefen sein, in das Miriam gerät. Doch gibt es kein Happy End für ihre erste Liebe. Dennoch ist es kein pessimistisch-depressives Ende, das die Lesenden ertragen müssen. Am Ende steht die Andeutung eines veränderten Weitergehens, eines (Neu)Anfangs für Miriam.

Der Roman lässt sich nicht nur einordnen in die Entwicklung der Jugendliteratur im Spannungsfeld postmodernen Erzählens, sondern bietet darüber hinaus eigene Impulse, streitbare Ansätze. Vor allem aber überzeugt er durch seinen Inhalt und dessen erzähltechnische Umsetzung. Fragen nach der eigenen Identität, nach Wünschen und Träumen werden präsentiert ohne sie zu bewerten, ohne einen didaktischen Zeigefinger.

All diese Aspekte zeigen, dass „Marsmädchen“ prädestiniert ist für einen modernen Literaturunterricht. So spiegelt sich in dem Roman zum einen die aktuelle Entwicklung der deutschen Jugendliteratur. Zum anderen wird auch durch die enge Verknüpfung von Erzähltechnik, Sprache und Inhalt ein identifikatorisches Lesen für Schülerinnen und Schüler möglich. Darüber hinaus eröffnet „Marsmädchen“ für erwachsene Leser eine neue, innere Perspektive auf das Heranwachsen.

Textausgabe:

Taschenbuchausgabe: Tamara Bach: Marsmädchen, Hamburg 2023.

Inhalt

Literaturwissenschaftl. Einordnung & Deutungsperspektiven

Didaktische Hinweise & Vernetzung

Vorschläge für die Umsetzung

Literatur, Textausgaben & mediale Umsetzungen

Bach: „Marsmädchen“: Herunterladen [docx][133 KB]

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