Stefanie Höfler: Tanz der Tiefseequalle (2017)
Kurzinformation
Empfehlung für Klasse 7/8
Abb. 1: Stefanie Höfler. Von Christina Neidenbach
Was passiert, wenn sich das schönste Mädchen der Klasse auf den hässlichen Außenseiter einlässt? Stefanie Höfler kreiert daraus in ihrem Roman „Tanz der Tiefseequalle“ keine klassische und kitschige Liebesgeschichte. Sie zeigt, wie schwierig es ist, sich selbst oder einen anderen zu lieben. Die Protagonisten Sera und Niko müssen innere und äußere Hindernisse auf dem Weg zu sich und zueinander überwinden. Unter anderem müssen sie sich dem Thema Mobbing stellen. Höfler gelingt es, diese beiden Hauptthemen inhaltlich, erzähltechnisch und sprachlich miteinander zu verbinden. Gerade in der erzähltechnischen (zwei homodiegetische Erzähler mit interner Fokalisierung erzählen die Geschichte gemeinsam), und sprachlichen Gestaltung (Seras und Nikos Sprache ist charakterisierend für die beiden) lassen sich hier für den modernen Literaturunterricht wertvolle Aspekte finden:
- So wird aus einer Mobbing- und Liebesgeschichte eine moderne Coming-of-Age-Erzählung, eine Geschichte gegen Mobbing, für Selbststärke und Mut, die dem Alltag vieler Schülerinnen und Schüler sehr nahekommt.
- Aufgrund seiner Erzählgestaltung spricht der Roman sowohl Mädchen als auch Jungs an.
Für Ihren Roman wurde Stefanie Höfler 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und auf die Empfehlungsliste des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises gesetzt.
Aufgrund des Alters der Protagonisten und der angesprochenen Themen empfiehlt sich ein Einsatz im Unterricht in den Klassen 7 und 8.
Textausgabe:
Stefanie Höfler: Tanz der Tiefseequalle, Weinheim 2018.
Literaturwissenschaftl. Einordnung & Deutungsperspektiven
Didaktische Hinweise & Vernetzung
Literatur, Textausgaben & mediale Umsetzungen
Höfler: „Tiefseequalle“: Herunterladen [docx][2 MB]
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