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Toxische Pommes: Ein schönes Ausländerkind (2024)

Kurzinformation

Empfehlung für Klassenstufe 10-11

Bild von dem Schriftsteller Tonio Schachinger

Abb. 1: Toxische Pommes - Zsolnay-Lesefest, von C.Stadler/Bwag [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia

Der autofiktionale Roman „Ein schönes Ausländerkind“ von Toxische Pommes erzählt die Geschichte einer Familie, die in den 1990er Jahren vor dem beginnenden Krieg im damaligen Jugoslawien flieht und sich in Österreich ein neues Leben aufzubauen versucht. Dabei stehen die Erfahrungen der Tochter, die als personale Ich-Erzählerin fungiert, vom Kleinkindalter bis zu ihrer Gymnasialzeit im Mittelpunkt des Geschehens. Die Protagonistin reflektiert darüber, was Integration bedeutet, wer definiert, und wie viel Anpassung verlangt wird. Zudem legt sie die psychischen und physischen Folgen der Integrationsanstrengungen offen. Die Geschehnisse werden anschaulich erzählt und dabei von Reflexionen der Ich-Erzählerin darüber begleitet, was Integration bedeutet, was sie befördert und welchen gesellschaftlichen Hürden die Familie begegnet. Auffällig ist zudem der humorvoll-ironische Blick auf das Erzählte. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass die Autorin auch als Satirikerin auf Kabarettbühnen und in sozialen Medien aktiv ist. Durch die Schilderung der Ich-Entwicklung, einschließlich der Auseinandersetzung mit den Eltern, bietet der Text Identifikationsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10. Darüber hinaus können – je nach persönlichem Hintergrund – Fragen der Herkunft aus einem anderen Land, der familiären Migration und der gelingenden oder scheiternden Integration sowohl Identitäts- als auch Alteritätserfahrungen ermöglichen. In jedem Fall lädt der Text zu einer Reflexion über den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit Menschen aus anderen Herkunftsländern ein. Auf der Ebene des literarischen und sprachlichen Lernens ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, die von der Auseinandersetzung mit autofiktionalem Schreiben, der Unterscheidung von erzählendem und erlebenden Ich, der Analyse und Deutung der komisch-satirischen Aspekte, der Reflexion von Mehrsprachigkeit bis hin zum intermedialen Vergleich mit den Kurzvideos der Autorin reichen.

Textausgaben:

Toxische Pommes: Ein schönes Ausländerkind. Wien: Paul Zsolnay Verlag, 2024 [Hardcover].

Toxische Pommes: Ein schönes Ausländerkind. München: btb Verlag, 2025 [Taschenbuch].

Inhalt

Literaturwissenschaftl. Einordnung & Deutungsperspektiven

Didaktische Hinweise & Vernetzung

Vorschläge für die Umsetzung

Literatur, Textausgaben & mediale Umsetzungen

Toxische Pommes: „Ausländerkind“: Herunterladen [docx][220 KB]

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