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Materialien

M1 Anreizstruktur Abrechnungsmodus - Umwelteinstellung und Umweltverhalten

M1 finden Sie in: A. Diekmann/P. Preisendörfer, Umweltsoziologie, Reinbek: Rowohlt 2001, S. 80 f. zitiert nach: Politik & Co. 2 - Gemeinschaftskunde und Wirtschaft (GWG) für das Gymnasium, S. 225

M2 Verschiedene Anreizstrukturen

a) Steuern: Zigarettenkonsum ist in den Industrieländern das mit weitem Abstand größte Gesundheits- und Sterblichkeitsrisiko. Im Durchschnitt sterben Raucher acht Jahre früher als Nichtraucher. Für Deutschland liegt die Zahl der Toten pro Jahr zwischen 110.000 und 140.000 Menschen. Weltweit belief sich im 20. Jahrhundert die Zahl der durch Zigarettenkonsum Getöteten auf über 100 Millionen Menschen. [. . .]

Es gehört zu den gesicherten Erkenntnissen der Wirtschaftswissenschaften, dass Preiserhöhungen von Gütern einen Rückgang der Nachfrage nach ihnen bewirken. Diese gilt ungeachtet der bei vielen Rauchern bestehenden Nikotinsucht auch für Zigaretten. Grund für den Nachfragerückgang ist, dass weniger neue Raucher gewonnen werden, dass ein Teil der Raucher das Rauchen aufgibt und andere weniger rauchen.

b) Abrechnungsmodus: Eine Gruppe von acht Personen geht gemeinsam essen. Sie beschließen, eine gemeinsame Rechnung aller Speisen und Getränke zu machen. Der Betrag wird dann einfach durch acht geteilt. So weiß jeder, dass er ein Achtel der Rechnungssumme bezahlen muss.

c) Beim Supermarkt: Ein Supermarkt stellt kostenlos Einkaufswagen für seine Kunden zur Verfügung. Die Kunden lassen die Wagen bei ihren Autos stehen, wenn sie mit ihrem Einkauf fertig sind. Ein Mitarbeiter des Supermarktes muss die Wagen einsammeln und an die Ausgabestellen zurück bringen. Nun beschließt das Unternehmen, die Wagen mit Ketten aneinander zu befestigen. Die Kunden können die Kette mit einem Eurostück lösen und sich so einen Wagen nehmen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/792/401574/text/ [18.04.2010]

Anreiz / Regeln - Verhalten

M3 Vergleich BRD - DDR

Schroeder

M4 Hartz IV aus der Sicht der ökonomischen Verhaltenstheorie

Anreiz und Regel

M7 Leben mit Hartz IV

Leben mit dem Arbeitslosengeld

Hans Simon (42), noch Sachbearbeiter in einem mittelständischen Betrieb, ist zum Jahresende betriebsbedingt gekündigt worden. Das Unternehmen schreibt seit einiger Zeit „rote Zahlen“ und um einen Konkurs zu verhindern, hat sich die Unternehmensleitung entschieden, Teile der Unternehmensverwaltung auszulagern und an Fremdfirmen zu vergeben, um Personalkosten zu sparen. Von diesem „Out-sourcing“ ist auch die Abteilung von Herrn Simon betroffen. Herr Simon hat sich sofort bei der für ihn zuständigen Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet und erfahren, dass er im ersten Jahr seiner Arbeitslosigkeit einen Anspruch auf das Arbeitslosengeld I, also 67% seines derzeitigen Nettolohns hat, sollte er nicht sofort wieder eine Arbeit finden. Nach einem Jahr vergeblicher Bewerbungen bekommt die Familie Simon nur noch das ALG II:

Hans Simon überlegt nun mit seiner Frau und seinen beiden Kindern (4, 12), wie das künftige Leben mit dem Arbeitslosengeld aussehen könnte. Dazu trägt die Familie erst einmal alle Kosten und Ausgaben zusammen, die im Laufe eines Monats bzw. eines Jahres entstehen, um dann einen Haushaltsplan für die Zeit des ALGII zu erstellen.

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Der Lebensunterhalt von Arbeitssuchenden wird mit Ausnahme der Kosten für Unterkunft und Heizung in Regelsätzen gewährt. Das bedeutet, dass die Regelleistung die Kosten für Ernährung, Körperpflege, Hausrat und Bedürfnisse des täglichen Lebens pauschal abdeckt.

Einen Anspruch auf die Regelleistung (max. 359,- €) haben Alleinstehende und Alleinerziehende. Immer vorausgesetzt Einkommens- und Vermögensverhältnisse berechtigen sie dazu. Die Leistung für (Ehe)Partner beträgt 323,- €; Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres erhalten 251,- € ; ab dem 14. Geburtstag bis zur Volljährigkeit sind es 287,- €; Kinder bis sechs Jahre bekommen 215, €.

Kosten für die Wohnung und Heizung werden, soweit sie angemessen sind, in der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen.

Quelle: E. Müller, Tübingen

Haushaltsplan der Familie Simon

Tabelle für Haushaltsplan

Leitfragen/Arbeitsaufträge

  1. Berechnen Sie, wie viel Unterstützung die Familie Simon durch das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) erhält. Tragen Sie diesen Wert oben rechts in die Tabelle ein.
  2. Erstellen Sie in Gruppen einen neuen Haushaltsplan für die Familie Simon. Achten Sie darauf, die jährlichen Ausgaben durch 12 zu teilen, damit Sie monatliche Belastungen erhalten. Sie dürfen dabei nicht mehr ausgeben als die Familie an Hartz IV-Leistungen erhält.
  3. Ist Hartz IV Armut per Gesetz? Diskutieren Sie diese Frage in Ihrer Klasse.

Quelle: Politik betrifft uns 1/2010 - Das Bundesverfassungsgericht: Hüter der Verfassung