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4. Kompetenzbeschreibung

Im kompetenzorientierten Unterricht tritt die Analyse der bei den Schülern angestrebten Kompetenzentwicklung an die Stelle der Lern- bzw. Lehrziele. Gerhard Ziener (vgl. Literaturliste) hat dazu ein Modell entwickelt, das wir in gekürzter Form verwenden.

Wir verzichten auf den Versuch, zwischen Mindest-, Regel und Expertenstandards zu unterscheiden. Im Kontext dieses Unterrichtsmodells liefe diese Unterscheidung auf die wenig hilfreiche abstrakte Benennung eines „Mehr“ oder „Weniger“ an Durchdringung und Reichweite in der Informationsverarbeitung bzw. Quellenkritik und Gegenrecherche hinaus. Im übrigen ist eine brauchbare Abstufung der Kompetenzniveaus nur möglich, wenn das Ausgangsniveau der Schülerinnen und Schüler bekannt ist. Im Unterschied zu den Bildungsstandards, die allgemeine Zielvorgaben machen, ist die Kompetenzanalyse auf eine konkrete Lerngruppe und deren Lern- bzw. Konstruktionsprozess bezogen. Insofern kommt das Unterrichtsmodell hier an seine Grenze.

Nur die Lehrperson kann eine brauchbare Abstufung der erreichbaren Kompetenzniveaus für eine Lerngruppe liefern. Sie muss z.B. entscheiden, ob ihre Lerngruppe über das Training verfügt, Daten auszuwerten (vgl. M 10 und M 11).

Wirtschaft – Kompetenzanalyse nach Gerhard Ziener

1. Bildungsstandard Nr. 8.6.4

Die Schülerinnen und Schüler können

  • grundlegende Aufgaben eines Unternehmens (Beschaffung, Produktion und Absatz), vorzugsweise aus der Region, unterscheiden

  • und Beispiele nachhaltigen Produzierens erläutern.

2. Beschreiben Sie bitte mit eigenen Worten:
Was können Schüler, wenn sie über diese (oben ausgewählte) Kompetenz verfügen?

Beschreibung der Analysekompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • können einen industriellen Produktionsprozess in einem Unternehmen mit Hilfe der Begriffe Beschaffung, Produktion und Absatz darstellen.

  • können den Begriff der Nachhaltigkeit erläutern und am Beispiel der Forstwirtschaft den Unterschied zwischen quantitativer und qualitativer Nachhaltigkeit erklären.

  • Sie können den Begriff der Ressourcenproduktivität erklären und seine Bedeutung für Nachhaltigkeit und Kostensenkung (ökonomisches Prinzip) darstellen.

  • Sie können Bedingungen benennen, die Nachhaltigkeit in der Beschaffung und Produktion begünstigen bzw. erschweren.

Beschreibung der Methodenkompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • können Leitfragen mitentwickeln, die sie bei der selbstständigen und eigenverantwortlichen Auswertung von Quellenmaterial verfolgen;

  • können den Informationsgehalt von Quellen aus dem Internet überprüfen durch den Vergleich mit Informationen anderer Herkunft (Gegenrecherche) und eine Analyse der Angaben zur Quelle und zum Autor (Quellenkritik).

Weiter: 5. Konstruktivistischer Ansatz der Aufgabenkonzipierung und Ergebnissicherung