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1. Nachhaltigkeit: ein bzw. das Zukunftsthema im 21. Jahrhundert

1. Nachhaltigkeit: ein bzw. das Zukunftsthema im 21. Jahrhundert

Es bedarf heute keiner Begründung mehr, dass Nachhaltigkeit wohl die zentrale Herausforderung ist, mit der sich die junge Generation wird auseinander setzen müssen; Nachhaltigkeit dürfte wohl das Zukunftsthema schlechthin werden. Die UN hat das Jahr 2010 zum Jahr des Schutzes der Artenvielfalt (biodiversity) ausgerufen 1 – ein Ziel von ähnlicher Bedeutung wie die Eindämmung des Klimawandels.

Aus dieser Perspektive betrachtet kommt diesem (Teil)Bildungsstandard besondere Bedeutung zu, da er die Frage nach dem Ausgleich zwischen den Zielen wirtschaftlichen Wohlstands und Erhaltung der natürlichen Umwelt und ihrer Ressourcen und Lebensgrundlagen stellt.

Der Bildungsplan bietet für den Fächerverbund GWG bietet daher auch weitere Standards zum Themenbereich der Nachhaltigkeit an:

  • Integratives Modul Klasse 8: Nachhaltige Entwicklung in der Einen Welt

  • Geographie 8.4.5: Nachhaltiges Wirtschaften

  • Geographie 8.5.4: Nachhaltigkeit im Ferntourismus

  • Geographie 8.5.6: Nachhaltige Mobilitätskonzepte

  • Wirtschaft 8.6.3: Auswirkungen des Konsumentenverhaltens

  • Gemeinschaftskunde 8.3.1 – 2: Erhaltung des globalen ökologischen Gleichgewichts

  • Integratives Modul 10: Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Wirtschaft, Ökonomie, Gesellschaft) in globaler Perspektive

  • Geographie 10.2.3: Nachhaltige Nutzung von Ressourcen (Gesteinslagerstätten)

  • Geographie 10.4.5: Nachhaltige Stadtentwicklung

  • Wirtschaft 10: Ökologische Ausrichtung der Sozialen Marktwirtschaft

In diesem Zusammenhang sei auch auf die Initiative des Kultusministeriums hingewiesen, das sich in Absprache mit dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und der KMK für die koordinierte, fächerübergreifende Verankerung des Nachhaltigkeitsthemas im allgemeinbildenden Gymnasium einsetzt. 2

Es finden sich verschiedene Varianten zur Definition des Nachhaltigkeitsbegriffs. In der Regel berücksichtigen alle Lesarten die drei Dimensionen Wirtschaft (Wohlstand) – Umwelt (Ressourcenschonung) – Gesellschaft (Verteilungsgerechtigkeit). Etliche Autoren fügen die globale Dimension hinzu, d.h. die Perspektive der Einen Welt, welche die Interessen der gesamten Menschheit in den Blick nimmt und/oder die Zeitdimension, welche die Verantwortung der heutigen Generation für die nachfolgenden Generationen betont (Intergenerationengerechtigkeit). 3

Weiter: 2.-3. Inhalts- und Kompetenzanalyse


1 http://www.unep.org

2 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)/Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK): Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Autoren: Dieter Appelt, Hannes Siege u.a. Bonn 2008

3 Eine anschauliche Darstellung der drei Zielbereiche sowie der Raum- und Zeitdimension findet sich bei: Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung ARE: Drei-Dimensionen-Konzept der Nachhaltigkeit http://www.are.admin.ch/themen/nachhaltig/00260/02006/index.html?lang=de (Copyright beachten).