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Einführung

3. Möglichkeiten aufbauenden Lernens

Im Bildungsplan 2016 finden sich in allen Klassenstufen immer wieder Kompetenzen, die auf die Perspektivität von Wirklichkeit und Wirklichkeitssichten ausgerichtet sind. Dazu zählt für Klasse 5/6 ohne Zweifel die Kompetenz 3.1.4 (4).

In den weiteren Klassenstufen (7/8; 9/10; Kursstufe) finden sich weitere Kompetenzen, die auf diese Kompetenz referieren oder gar auf ihr aufbauen (vgl. hierzu ausführlich im Text „Aufbauendes Lernen durch vertikale Vernetzung“ 4.2). Auch die Kompetenzen in anderen Bereichen bieten sich als Felder aufbauenden Lernens an. Einige Beispiele für mögliche Ansatzpunkte und Entwicklungslinien:

3.1 Klassen 5/6, Bereich Jesus Christus (Aufbauendes Lernen in horizontaler Perspektive)

Die Kompetenz 3.1.5(3) lautet: „Die Schülerinnen und Schüler können anhand von Gleichnissen Jesu Sichtweise auf Gott und Menschen beschreiben.“ Der Begriff „Sichtweise“ thematisiert hier die Perspektivität in Jesu Reden von Gott (z.B. als gütiger Vater) und vom Menschen (zum Beispiel als angenommener Sünder oder als bedürftiger Nächster, dem jenseits gesellschaftlicher und religiöser Schranken geholfen werden muss [Lk. 10]). In den Evangelien werden diese Sichtweisen oftmals hart anderen theologischen und anthropologischen Ansichten gegenübergestellt. Aus der vorliegenden Unterrichtssequenz (v.a. auch Teil C-E) könnte hier der Leitbegriff vom „Bilderrahmen“ als Metapher für die Sichtweisen Jesu aufgenommen und weiterentwickelt werden.

3.2 Bereich „Welt und Verantwortung“

In Teil F der Unterrichtssequenz wird die schöpfungsethische Kompetenz 3.1.2(3) ins Zentrum des Unterrichtens gestellt („Die Schülerinnen und Schüler können an Beispielen einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung entfalten [zum Beispiel Umgang mit Tieren, Lebensmitteln, Ressourcen]“). Mögliche Anknüpfungspunkte und Weiterführungen:

  • Klassen 7/8. Im Bereich Welt und Verantwortung (3.2.2) kann der Tierschutz zum Beispiel werden, an dem „Schülerinnen und Schüler sich mit Entscheidungskriterien und -instanzen für gerechtes Handeln auseinandersetzen“ (Bereichskompetenz für (3.2.2). „Die Aufgabe des Gewissens“ (vgl. Kompetenz 3.2.2[2]) könnte erneut am Beispiel von Christian Adam Dann und tierschutzethischen Themen aus dem Nahbereich der Schülerinnen und Schüler (Vegetarismus) analysiert werden.
  • In den Klassen 9/10 kann dieser Strang weiterverfolgt werden. Kompetenz 3.3.2(3) lautet: „Die Schülerinnen und Schüler können anhand von Beispielen zwei Ansätze philosophischer Ethik (utilitaristische und Pflichtethik) vergleichen.“ Hier kann der Utilitarismus Peter Singers mit seinen radikalen tierschutzethischen Perspektiven in den Blick genommen werden.

 

3.3 Bereich „Gott“

Die doxologische und metaphorische Sprache, die den Glauben an Gott den Schöpfer wesentlich prägt, wird auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlicher Durchdringungstiefe angesprochen. Das Thema „Gott als Schöpfer“ kann nun im Rahmen des Kompetenzerwerbs auf weiteren Klassenstufen eine gewichtige Rolle spielen:

  • Klassen 7/8. Im Bereich „Religionen und Weltanschauungen“ lautet Kompetenz 3.2.7(2): „Die SuS können Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christentum, Islam und Judentum erläutern (zum Beispiel Heilige Schriften, Gebäude, Überzeugungen, Feste, Bräuche)“. Der gemeinsame Glaube an Gott den Schöpfer kann hier in seinen Gemeinsamkeiten und Unterschieden thematisiert werden.
  • In den Klassen 9/10 kann die religionsvergleichende Perspektive zum Thema Schöpfung für die Gegenüberstellung einer fernöstlichen mit der biblischen Gottesvorstellung verwendet werden. Vgl. hierzu die Kompetenz 3.3.4 (3): „Die Schülerinnen und Schüler können Gottesvorstellungen einer fernöstlichen Religion mit biblischen vergleichen.“
  • Kursstufe (Klasse 11/12, zweistündiger Kurs): Die Schöpfungsaussage als wesentliche biblische Gottesprädikation kann in der Arbeit an der Kompetenz 3.4.3(2) wiederaufgenommen werden. Die Kompetenzformulierung lautet: „Die Schülerinnen und Schüler können biblische und theologische Aussagen über Gott erläutern (zum Beispiel Gott in Christus, Trinität, Gottes Wirken in der Geschichte, Epiphanien, Ich-Bin-Worte Jesu).“


Beispiele zu einigen Grundelementen

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