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Trainingsmodul 3: Sich verständlich ausdrücken

Schülerarbeitsblatt:

Immer wieder haben sich Fachleute darüber Gedanken gemacht, wie man sich möglichst präzise und verständlich ausdrücken kann und welche Prinzipien sich dabei als besonders hilfreich erweisen. Hier finden Sie acht Tipps für gutes Schriftdeutsch!

Tipp Nr. 1:

In der Kürze liegt die Würze! Versuchen Sie nicht kompliziert auszudrücken, was sich ganz einfach sagen lässt. Das gilt auch für den Satzbau!

Tipp Nr. 2:

Suchen Sie sich das passende Wort heraus und verwenden Sie Mühe darauf, sich ganz konkret auszudrücken.

Tipp Nr. 3:

Bei den Wortarten sind die Verben besonders wichtig. Sie bringen Bewegung in Ihren Text. Adjektive sind sparsam einzusetzen, wenn es viele sind, wirkt ein Text schnell überladen. Zu viele Substantive machen einen Satz oft steif und umständlich.

Tipp Nr. 4:

Vermeiden Sie Modewörter, die irgendwann blass und verschwommen wirken Wolf Schneider schreibt: „Wer eigentlich hat entschieden, dass Millionen Deutsche nichts mehr verstehen, begreifen, erkennen, einsehen, kapieren, nachfühlen, nachempfinden, sich klarmachen, billigen – sondern es nachvollziehen?“ (DIE ZEIT, Beilage „Wie Sie besser schreiben – Ein Deutsch-Stilkunde in zwanzig Lektionen, Mai 2012, S.15)

Tipp Nr. 5:

Aktiv ist meist besser als Passiv! „Jetzt wird geschwiegen!“ oder „Seitens der Schulleitung wird verfügt...“ klingt unpersönlich und umständlich.

Tipp Nr. 6:

Variieren Sie den Satzanfang! Was sich ständig wiederholt, wirkt schnell langweilig.

Tipp Nr. 7:

Es gibt viele Satzzeichen, nicht nur Punkt und Komma. Auch der Strichpunkt, der Doppelpunkt oder der Gedankenstrich eignen sich zur Gliederung von Sätzen.

Tipp Nr. 8:

Seien Sie auch einmal mutig und machen Sie Ihren Text durch Bild oder eine Metapher anschaulich! Es sollten aber nicht Allerweltsbilder wie zum Beispiel „Alles in Butter!“ oder die „Spitze des Eisbergs“ sein. Lassen Sie sich etwas (Gutes) einfallen...

 

Das ist nur eine Auswahl! Beispiele fehlen hier weitgehend – zwei Literaturhinweise können helfen: Bastian Sick, Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache. Kiepenheuer & Witsch. Köln 2004 oder Wolf Schneider, Deutsch für junge Profis. Wie man gut und lebendig schreibt, Rowohlt. Reinbek 2011

Diagnosebogen für Texte aller Art: Wo ist die Umsetzung der Tipps gelungen, wo nicht?

Tipp Nr.

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Überarbeiten Sie Ihren Text, indem Sie versuchen, die Anmerkungen in der „Minus-Spalte“ zu berücksichtigen und den Text an den entsprechenden Stellen durch neue Formulierungen zu verbessern!

 

Trainingsmodul 3: Sich verständlich ausdrücken:
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