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Auf­ga­be 1

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.


Lö­sungs­hin­wei­se

1a. Ver­voll­stän­di­gen Sie in ei­ge­nen Wor­ten die fol­gen­de Sätze A./B./C./D. auf der Grund­la­ge der vor­lie­gen­den Text­aus­schnit­te. Ord­nen Sie dabei die Sätze in Bezug auf eine sinn­vol­le Ver­voll­stän­di­gung ent­we­der dem Autor Wal­ter Si­mo­nis oder dem Autor Hu­ber­tus Halb­fas zu. Nen­nen Sie Ihre Zu­ord­nung je­weils hin­ter dem ver­voll­stän­dig­ten Satz und fügen Sie als Text­be­leg je­weils eine Zei­len­an­ga­be aus Text 1 bzw. 2 hinzu. (12 VP)


Aus­wahl der Texte und der Auf­ga­ben­stel­lung 1a

Die Texte von W. Si­mo­nis und H. Halb­fas neh­men die Pole, zwi­schen denen diese Un­ter­richts­ein­heit aus­ge­spannt war, näm­lich „ver­kün­di­gen­der Jesus – ver­kün­dig­ter Chris­tus“, und den Schwer­punkt der Un­ter­richts­ein­heit, die „Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti“, di­rekt auf. Auch in der dazu ge­hö­ri­gen Auf­ga­ben­stel­lung 1a wird dies durch die zu er­gän­zen­den Sätze auf­ge­nom­men.

Bei Auf­ga­be 1a han­delt es sich um ein halb­of­fe­nes Prü­fungs­for­mat. Auf­ga­be 1a über­prüft

  • di­rekt Text- bzw. Le­se­kom­pe­tenz im Ni­veau A 2 (s.o.) und (re­pro­duk­ti­ve) Dar­stel­lungs­kom­pe­tenz . D.h. die Schü­le­rin/der Schü­ler kann auf die­sem Ni­veau eine be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit bi­bli­schen, mo­ral­phi­lo­so­phi­schen, theo­lo­gi­schen In­hal­ten ent­neh­men, den Haupt­ge­dan­ken er­fas­sen und wie­der­ge­ben.
  • in­di­rekt Wis­sen um fol­gen­de In­hal­te aus dem BP 2001 : Der Jude Jesus von Na­za­reth; Jesu Bot­schaft vom Reich Got­tes; Aus­drucks­for­men für die Be­deu­tung Jesus Chris­ti
  • in­di­rekt die in­halts­ori­en­tier­te Kom­pe­tenz/Stan­dard aus dem BP 2004:
    Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kön­nen an­hand ei­ge­ner Er­fah­run­gen, li­te­ra­ri­scher Zeug­nis­se oder kirch­li­cher Tra­di­tio­nen dar­le­gen, wel­che Be­deu­tung Jesus Chris­tus für Men­schen haben kann.

Der Ope­ra­tor „Ver­voll­stän­di­gen“ ent­spricht den Ope­ra­to­ren des An­for­de­rungs­be­reichs I und ent­spricht dort am ehes­ten dem Ope­ra­tor „wie­der­ge­ben“. „Wie­der­ge­ben“ for­dert vom Prüf­ling, einen be­kann­ten oder er­kann­ten Sach­ver­halt oder den In­halt eines Tex­tes unter Ver­wen­dung der Fach­spra­che mit ei­ge­nen Wor­ten aus­zu­drü­cken.

Kom­pe­tenz­ori­en­tier­te, kri­te­ri­en­ge­stütz­te Lö­sungs­hin­wei­se


Eine gute Leis­tung wird er­reicht, wenn
  • die von den SuS zu Ende ge­führ­ten Sätze sprach­lich an­ge­mes­sen for­mu­liert sind (= be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit theo­lo­gi­schem In­halt ent­neh­men) 1 .
  • alle Sätze mit einer kor­rek­ten Zei­len­an­ga­be und der rich­ti­gen Zu­ord­nung zum je­wei­li­gen Autor ver­se­hen sind (= be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit theo­lo­gi­schem In­halt ent­neh­men).
  • die im be­gon­ne­nen Satz an­ge­deu­te­te theo­lo­gi­sche Po­si­ti­on unter der Ver­wen­dung von Fach­spra­che in ei­ge­nen Wor­ten zu Ende aus­führt ist (= den Haupt­ge­dan­ken eines Tex­tes in ei­ge­nen Wor­ten wie­der­ge­ben).

    D.h.
    die SuS ord­nen Satz A Halb­fas zu und er­gän­zen ihn mit dem Hin­weis auf die Wich­tig­keit des Le­bens­pro­gramms des his­to­ri­schen Jesus.
    die SuS ord­nen Satz B Si­mo­nis zu und er­gän­zen ihn mit dem Hin­weis auf die Be­deu­tung des Auf­er­ste­hungs­glau­bens.
    die SuS ord­nen Satz C Halb­fas zu und er­gän­zen ihn mit dem Hin­weis, dass Chris­ten von heute die re­vo­lu­tio­nä­re Bot­schaft des his­to­ri­schen Jesus ernst neh­men müs­sen.
    die SuS ord­nen Satz D Si­mo­nis zu und er­gän­zen ihn mit dem Hin­weis auf die Be­deu­tung der Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti für die Men­schen.

Eine aus­rei­chen­de Leis­tung wird er­reicht, wenn
  • die von den SuS for­mu­lier­ten Sätze syn­tak­tisch ein­wand­frei for­mu­liert sind (= be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit theo­lo­gi­schem In­halt ent­neh­men).
  • die Sätze teil­wei­se mit einer kor­rek­ten Zei­len­an­ga­be des Tex­tes und der rich­ti­gen Zu­ord­nung zum je­wei­li­gen Autor ver­se­hen sind (= be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit theo­lo­gi­schem In­halt ent­neh­men).
  • die im be­gon­ne­nen Satz an­ge­deu­te­te theo­lo­gi­sche Po­si­ti­on zwar er­kannt, aber nicht unter der Ver­wen­dung von Fach­spra­che in ei­ge­nen Wor­ten zu Ende ge­führt ist (= den Haupt­ge­dan­ken eines Tex­tes in ei­ge­nen Wor­ten wie­der­ge­ben).


In­halt­lich aus­ge­rich­te­te Lö­sungs­hin­wei­se

  1. Wenn das Reden und Han­deln des his­to­ri­schen Jesus außer Acht ge­las­sen wird , dann grenzt man das Le­bens­pro­gramm des his­to­ri­schen Jesus aus und ver­trös­tet die Men­schen auf ein Leben nach dem Tod. (H. Halb­fas; Text 2 – Zeile 1f. und 6)
  2. Das A und O des christ­li­chen Glau­bens be­steht im Glau­ben an den auf­er­stan­de­nen Jesus Chris­tus. (W. Si­mo­nis; Text 1 – Zeile 8)
  3. Das Chris­ten­tum möch­te in die Welt von heute hin­ein­wir­ken, des­halb müs­sen Chris­ten heute die re­vo­lu­tio­nä­re Bot­schaft des Jesus von Na­za­reth zu be­to­nen, der mit sei­ner Bot­schaft vom Reich Got­tes die Sor­gen der Armen und Schwa­chen ernst­nahm. (H. Halb­fas: Text 2 – Zeile 8 ff. und 15)
  4. Beim Glau­ben an die Auf­er­ste­hung geht es nicht nur um die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti, son­dern um aller Men­schen Ret­tung und ewi­ges Leben. (W. Si­mo­nis; Text 1 – Zeile 5)

 

1b. Skiz­zie­ren Sie (mög­lichst in einem Satz), worin der Streit­punkt der theo­lo­gi­schen Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Wal­ter Si­mo­nis und Hu­ber­tus Halb­fas be­steht. (6 VP)

Bei Auf­ga­be 1b han­delt es sich um ein halb­of­fe­nes Prü­fungs­for­mat. Auf­ga­be 1b über­prüft

  • di­rekt Text-bzw. Le­se­kom­pe­tenz im Ni­veau A 2 (s.o.) und (re­pro­duk­ti­ve) Dar­stel­lungs­kom­pe­tenz . D.h. die Schü­le­rin/der Schü­ler kann auf die­sem Ni­veau eine be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit bi­bli­schen, mo­ral­phi­lo­so­phi­schen, theo­lo­gi­schen In­hal­ten ent­neh­men, den Haupt­ge­dan­ken er­fas­sen und dar­stel­len.
  • in­di­rekt Wis­sen aus dem BP 2001 : Jesu Bot­schaft vom Reich Got­tes; Auf­er­ste­hung und Er­lö­sung durch Jesus Chris­tus; Aus­drucks­for­men für die Be­deu­tung Jesus Chris­ti
  • in­di­rekt die in­halts­ori­en­tier­te Kom­pe­tenz : Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kön­nen an­hand ei­ge­ner Er­fah­run­gen, li­te­ra­ri­scher Zeug­nis­se oder kirch­li­cher Tra­di­tio­nen dar­le­gen, wel­che Be­deu­tung Jesus Chris­tus für Men­schen haben kann.

Der Ope­ra­tor „skiz­zie­ren“ ist dem An­for­de­rungs­be­reich I ent­nom­men und for­dert vom Prüf­ling, einen be-/er­kann­ten Sach­ver­halt oder Ge­dan­ken­gang in sei­nen Grund­zü­gen aus­zu­drü­cken.

Kom­pe­tenz­ori­en­tier­te, kri­te­ri­en­ge­stütz­te Lö­sungs­hin­wei­se


Eine gute Leis­tung wird er­reicht, wenn
  • der von den SuS dar­ge­leg­te Satz sprach­lich an­ge­mes­sen und klar in der Ge­dan­ken­füh­rung for­mu­liert ist (= be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit theo­lo­gi­schem In­halt ent­neh­men) . 1
  • wenn die SuS bei der For­mu­lie­rung des Sat­zes ei­ge­ne Wort­wahl zei­gen (= den Haupt­ge­dan­ken eines Tex­tes in ei­ge­nen Wor­ten wie­der­ge­ben).
  • wenn der von den SuS for­mu­lier­te Satz sach­ge­mäß for­mu­liert ist, d.h. den Sach­ver­halt aus­drückt, dass W. Si­mo­nis Chris­ti Auf­er­ste­hung als Mitte des christ­li­chen Glau­bens be­nennt, wäh­rend H. Halb­fas von Jesu Leben als maß­ge­bend für das Chris­ten­tum spricht (= den Haupt­ge­dan­ken eines Tex­tes in ei­ge­nen Wor­ten wie­der­ge­ben).

Eine aus­rei­chen­de Leis­tung wird er­reicht, wenn
  • der von den SuS dar­ge­leg­te Satz syn­tak­tisch ein­wand­frei for­mu­liert ist (= be­grenz­te Zahl von In­for­ma­tio­nen aus einem Text mit theo­lo­gi­schem In­halt ent­neh­men).
  • die SuS nur zum Teil ei­ge­ne Wort­wahl bei der For­mu­lie­rung des Sat­zes zei­gen (= den Haupt­ge­dan­ken eines Tex­tes in ei­ge­nen Wor­ten wie­der­ge­ben).
  • wenn der von den SuS for­mu­lier­te Satz in An­sät­zen den Sach­ver­halt aus­drückt, dass W. Si­mo­nis Chris­ti Auf­er­ste­hung als Mitte des christ­li­chen Glau­bens be­nennt, wäh­rend H. Halb­fas von Jesu Leben als maß­ge­bend für das Chris­ten­tum spricht (= den Haupt­ge­dan­ken eines Tex­tes in ei­ge­nen Wor­ten wie­der­ge­ben).


In­halt­lich aus­ge­rich­te­te Lö­sungs­hin­wei­se

Wäh­rend Wal­ter Si­mo­nis im Glau­ben an Auf­er­ste­hung und ewi­ges Leben den Kern des christ­li­chen Glau­bens sieht, möch­te Hu­ber­tus Halb­fas den Blick auf das Leben des Jesus von Na­za­reth, seine „un­be­que­me“ Bot­schaft und sein Wir­ken, rich­ten
(und er­hofft sich da­durch Po­ten­ti­al für die Ak­tua­li­tät der christ­li­chen Bot­schaft in der Welt von heute. Si­mo­nis nennt be­wusst Chris­ti Auf­er­ste­hung als Mitte des christ­li­chen Glau­bens, wäh­rend Halb­fas von Jesu Leben als maß­ge­bend für das Chris­ten­tum spricht.)



1   Die in den Lö­sungs­hin­wei­sen zu Auf­ga­be 1a bzw. 1b kur­siv ge­schrie­be­nen und in Klam­mern ge­setz­ten Be­grif­fe sind dem oben ge­nann­ten Kom­pe­tenz­ras­ter zu Text­ver­ständ­nis und Le­se­kom­pe­tenz ent­nom­men.


Lö­sungs­hin­wei­se Auf­ga­be 2


Jesus Chris­tus III: Her­un­ter­la­den [pdf] [431 KB]