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Klau­sur Mensch I

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Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.


Kon­tex­te zur Prü­fungs­auf­ga­be: Thema Mensch

Ent­spre­chend der Klau­su­ren­pla­nung der Schu­le waren acht Dop­pel­stun­den vor dem Klau­sur­ter­min zu be­rück­sich­ti­gen. Zu­nächst soll­ten die SuS in einer Art Lern­stands­dia­gno­se ihr Wis­sen und ihre Er­fah­run­gen zum Thema „An­thro­po­lo­gie“ er­he­ben und in ein zu er­ar­bei­ten­den Mind­map ihre Ge­dan­ken zur all­ge­mei­nen Pro­blem­stel­lung dar­le­gen. Die­ser U-Schritt dien­te u.a. für die Pla­nung des Ler­nar­ran­ge­ments, sowie für die SuS zur Fo­kus­sie­rung der Ziel­per­spek­ti­ve die­ser Un­ter­richts­se­quenz (her­me­neu­ti­sche Kon­struk­ti­on). Hier­bei kam die grund­sätz­li­che Frage nach der Be­gründ­bar­keit einer ho­mo­lo­gen Moral bzw. Ver­hal­tens­wei­se zur Spra­che. Die Gra­dui­tät der Schü­ler­bei­trä­ge war (je nach Grup­pen­zu­sam­men­set­zung) be­reits in alle drei An­for­de­rungs­be­rei­che der EPA ein­zu­ord­nen.

Im wei­te­ren Ver­lauf wurde die Ge­bro­chen­heit und Ge­fähr­dung mensch­li­cher Exis­tenz the­ma­ti­siert. Der le­bens­welt­li­che Kon­text der SuS („An­for­de­rungs­si­tua­tio­nen“) dien­te der kom­pe­tenz­ori­en­tier­ten Ge­stal­tung ein­zel­ner Un­ter­richts­ele­men­te. Ex­em­pla­ri­sche Texte der Bibel, theo­lo­gi­schen In­ter­pre­ta­tio­nen der­sel­ben und der Po­si­ti­on einer ‚ge­deu­te­ten Of­fen­heit‘ [F.D.] wur­den die SuS zu einer dif­fe­ren­zier­te­ren Sicht­wei­se der Frage „Was ist der Mensch?“ hin­ge­führt. „Be­le­gen“, „Be­grün­den“, „Ver­glei­chen“, „Sich aus­ein­an­der­set­zen“ (An­for­de­rungs­be­reich II der EPA) waren die lei­ten­den Ope­ra­to­ren in die­ser Er­ar­bei­tungs­pha­se der Lern­se­quenz.

Der Über­stieg in die Be­hand­lung der Frage nach der Ver­bind­lich­keit des mensch­li­chen Ge­wis­sens er­folg­te zu­erst in­di­vi­du­ell über eine As­so­zia­ti­ons­übung und der Lek­tü­re eines Tex­tes zum Thema Ge­wis­sen aus phi­lo­so­phi­scher und theo­lo­gi­scher Ethik. „Gau­di­um et spes“ 16 und Röm 2 bil­de­ten so­dann den spe­zi­fisch kirch­li­chen As­pekt einer Lehre vom Ge­wis­sen.

Mit dem Kohl­berg-Sche­ma wurde eine all­ge­mei­ne Ent­wick­lungs­lo­gik von Moral er­ar­bei­tet. Eine Er­wei­te­rung im Sinne der Neu­in­ter­pre­ta­ti­on und Er­wei­te­rung durch J. Ha­ber­mas fand aus Zeit­man­gel nicht statt. Viel­mehr wurde an­hand der re­la­tiv prak­ti­schen Über­le­gun­gen von K. Hil­pert (Schrit­te einer mo­ra­li­schen Ent­schei­dung) eine exis­ten­ti­ell kon­kre­te Dis­kus­si­on an­ge­regt.

Ab­schlie­ßend wurde das Rol­len­spiel „Be­la­ger­te Stadt“ (nach H. Frör 1982) durch Teil­neh­mer und Be­ob­ach­ter ge­stal­tet und das all­ge­mei­ne Um­ge­hen mit Schuld (z.B. das Ab­wäl­zen von Schuld), aber auch der sog. Sün­den­bock­me­cha­nis­mus le­ben­dig er­fah­ren. In die­sem Lern­pro­zess kam nun der drit­te An­for­de­rungs­be­reich mit den ent­spre­chen­den Ope­ra­to­ren „Stel­lung neh­men …“ deut­lich zum Tra­gen.

Nach der Klau­sur wurde die Her­aus­for­de­rung eines ethi­schen Han­delns an den The­men „Schuld und Ver­ant­wor­tung, Sünde“, und an­hand ver­schie­de­ner Mo­del­le zur Nor­men­be­grün­dung er­ar­bei­tet. Ab­schlie­ßend muss­ten die SuS in einer letz­ten Prü­fungs­auf­ga­be, aus­ge­hend von den zu Be­ginn er­ar­bei­te­ten Mind­maps, in einer per­sön­li­chen Bi­lanz ihren Lern­fort­schritt re­flek­tie­ren.

 

Prü­fungs­auf­ga­be


Klau­sur Mensch I: Her­un­ter­la­den [pdf] [375 KB]