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Kognitive Aktivierung

Als kognitiv aktivierend wird ein Unterricht bezeichnet, »wenn er Lernende zum vertieften Nachdenken und zu einer elaborierten Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand anregt« (Lipowsky 2015, S. 93). Das Ziel eines kognitiv anregenden Unterrichts besteht dabei im Aufbau von konzeptuellem Verständnis und anwendbarem Wissen (z. B. Kunter u. a. 2005).

Im Physikunterricht ist dies besonders wichtig, um das Verständnis komplexer Konzepte und Zusammenhänge zu vertiefen und kognitive Prozesse anzuregen (Ziegelbauer 2009). Ein zentraler Aspekt der kognitiven Aktivierung ist, dass die Aufgaben an die Vorerfahrungen und das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler anknüpfen. Dies erleichtert das Verstehen neuer Inhalte und fördert die Verknüpfung von neuem und bekanntem Wissen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu unterscheiden, ob die Lernangebote und die Lehrer-Schüler-Interaktion die Lernenden lediglich in ihrem Verhalten oder aber tatsächlich kognitiv anzuregen vermögen (Mayer 2004).

Kognitive Aktivierung erfordert daher eine sorgfältige Planung und Gestaltung der Unterrichtsmaterialien und -methoden, wobei letztere die Verbindung zu den Sichtstrukturen des Unterrichts herstellen.