Zur Hauptnavigation springen [Alt]+[0] Zum Seiteninhalt springen [Alt]+[1]

Wissenschaft in die Schulen

WiS!Seit Anfang des Jahres 2005 werden in einem Modellversuch praxisnahe Unterrichtsmaterialien erstellt, die speziell den Physikunterricht attraktiver machen sollen. Didaktisch aufbereitete Forschungsergebnisse geben Lehrerinnen und Lehrern neue Möglichkeiten, ihren Schülerinnnen und Schülern die Faszination und Bedeutung der Physik zu vermitteln.

Zur Auftaktveranstaltung

Eine Belebung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an allen Schularten und von Lehrerfortbildungen durch wissenschaftliche Inhalte ist dringend erforderlich. Wissenschaft und Schulen dürfen nicht weiter auseinander diffundieren. Sowohl in der Wissenschaft als auch in der Schule sind die Ressourcen knapp geworden und der Leistungsdruck sowie die Erwartungen der Öffentlichkeit sind gestiegen. Darin liegt jedoch auch eine Chance, Schubladendenken aufzugeben und nach neuen Wegen zu suchen. Sowohl bei Wissenschaftlern als auch bei Lehrern sind der Wunsch und der Wille vorhanden, zusammenzuarbeiten. Es wird höchste Zeit durch die Vernetzung bereits vorhandener Strukturen und neuer Ideen, diesem Bedürfnis gerecht zu werden und Hilfestellungen zu geben.

Es ist sicherlich unbestritten, dass in Industrienationen wie der Bundesrepublik Deutschland die Grundlagen und der Fortbestand des Wohlstands durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Innovationen bestimmt werden. Im gleichen Maße wie naturwissenschaftliche und technische Neuerungen den Wirtschaftsstandort Deutschland sichern und sich damit individuelle oder gemeinschaftliche Gestaltungsspielräume in unserer Gesellschaft eröffnen, sinkt das grundsätzliche Verständnis für Naturwissenschaften und Technik. Von fachübergreifendem Wissen, Bewusstsein von Zusammenhängen, einer positiven Einstellung oder gar einer Begeisterung ist man gesamtgesellschaftlich weiter entfernt denn je. Die Anfang September 2008 veröffentlichte OECD-Studie hat diese Aussagen (leider) wieder einmal bestätigt. Somit muss es vorrangige Aufgabe für unsere Gesellschaft und für unser Bildungssystem sein, dass sich junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik wieder begeistern. Sie müssen unterstützt werden und (wieder) lernen, mit hoher Kompetenz, wacher Intelligenz und sozialer Verantwortung kreativ zu denken und zu arbeiten.

Mit dem von der Klaus-Tschira-Stiftung geförderten Projekt „Wissenschaft in die Schulen! (WiS!)“ wird durch die Auftaktveranstaltung und Lehrerfortbildung vom 26. – 28. Januar 2009 für die Naturwissenschaften Biologie und Chemie ein neues Kapitel aufgeschlagen. Seither folgten einige Fortbildungen, zu denen didaktische Materialien auf bestimmte Themenbereiche konzentriert entwickelt wurden. Die Klaus Tschira Stiftung gGmbH fördert die Kooperation finanziell. Es soll hier für die beiden Naturwissenschaften Biologie und Chemie vorgestellt werden, wie durch die Zusammenarbeit von Schule, Wissenschaft, Bildungsadministration und Wirtschaft Unterrichtsmaterialien und Lehrerfortbildungen angeboten werden können, die den naturwissenschaftlichen Unterricht weiterentwickeln, die eine differenzierte Förderung ermöglichen, die das Interesse der jungen Menschen an aktuellen und alltagsrelevanten Themen nachhaltig wecken und sie für die damit verbundenen Herausforderungen begeistern. Kurzum: Schüler sollen über das im normalen Unterricht Leistbare hinaus motiviert werden, sich mit Fragestellungen moderner technisch-naturwissenschaftlicher Forschung sowie mit deren Vorgehensweisen, Methoden und Ergebnissen zu beschäftigen. Es mag in Zeiten von Überforderungsdebatten aufgrund von G8 utopisch klingen, aber bereits George Bernard Shaw stellte einst fest:

Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erklären versteht.

Externe Links

http://www.wissenschaft-schulen.de/

http://www.klaus-tschira-stiftung.de/