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Erkenntnistheoretisches Vorgehen

Erkenntnistheoretisches Vorgehen Probleme der SuS Beispiel „Grille“
Schülerbeiträge

1. Beobachtung

Die SuS trennen bei ihren Beobachtungen nicht deutlich zwischen Beschreibung und Deutung/Interpretation.

  • Läuft hin und her.
  • Tastet die Wände mit den Fühlern ab.
  • Stellt Fühler senkrecht nach oben.
  • Arbeitet mit den Mundwerkzeugen.
  • Spielt mit den Fühlern.
  • Versucht die Wände hochzuklettern.
  • Sucht.
  • Zirpt.
  • Macht mit ihren Mundwerkzeugen an den Beinen rum.
  • Sie putzt sich.
  • Nimmt Fühler zwischen die Mundwerkzeuge.
  • Sie versucht das Gefäß zu verlassen.
  • Sie putzt sich mit den Mundwerkzeugen.
  • Sie sucht Schutz.

2. Beobachtung

 

  • Sobald die Grillen laufen, tasten die Antennen vor dem Körper den Boden ab.
  • Grillen biegen ihre Antenne mit Hilfe ihrer vorderen Beine nach vorne um und nehmen die Antenne zwischen die Mundwerkzeuge. Die Antenne wird durch die Mundwerkzeuge gezogen. Die Mundwerkzeuge bewegen sich dabei.

Fragestellungen

Die SuS finden keine für eine experimentelle Untersuchung geeignete Fragestellung. Besonders geeignet sind Beobachtungen, die wiederholt ablaufen und die daher einen Kausalzusammenhang zwischen Ursache und Wirkung vermuten lassen.

  • Warum nimmt die Grille ihre Antennen in den Mund?

Spontane Vermutungen

 

  • Sie ist krank.
  • Essen ihre Antennen.
  • Fangen mit den Antennen kleine Nahrungspartikel ein und essen sie dann.
  • Putzen ihre Antennen auf diese Weise.
  • Es hat sie gejuckt.

Begründete Vermutu ngen Abgleich der spontanen Vermutungen mit dem bestehenden Hintergrundwissen der SuS

Kein ausreichendes Wissen vorhanden um die spontanen Vermutungen zu begründen.

  • Die Grille nimmt ihre Antenne zwischen die Mundwerkzeuge, um sie zu putzen. Begründung: Antennen sind Sinnesorgane, die eine wichtige Bedeutung für die Grille haben und funktionsfähig sein müssen. Daher sollte die Grille sie regelmäßig reinigen.

Formulierung einer Hypothese (= „vorläufige Antwort auf eine Frage“)

Die SuS formulieren Hypothesen, die weder prüfbar noch konsistent sind und die keine Klärung für die Fragestellung bringen.

Die Grille nimmt ihre Antenne zwischen die Mundwerkzeuge, um sie zu putzen.

Voraussage/Prognose Die Prognose wird logisch in Form eines „Wenn ..., dann …“-Satzes formuliert.

Die Voraussage wurde nicht logisch formuliert; die Zusammenhänge wurden dabei nicht richtig erfasst.

  • Wenn die Fühler schmutzig sind, putzt sich die Grille.
  • Wenn die Grille ihre Antennen mit den Mundwerkzeugen putzt, dann sollte sie dieses Verhalten zeigen, wenn ihre Antennen verschmutzt werden. Dabei sollten die Antennen danach ihre ursprüngliche Farbe haben.

Planung und Durchfü hrung des Experiments

Sind die notwendigen Materialien verfügbar? Werden die Grillen nicht geschädigt? Ist das geplante Experiment überhaupt geeignet um die Hypothese zu überprüfen? Eignet sich z.B. Kreidestaub als Schmutz? Wird er vielleicht gefressen?

Wenn die Kreide, wie angenommen, der Grille nicht als Nahrung dient, müsste sie nach dem Putzen als Kreidehaufen unter den Mundwerkzeugen zu liegen kommen.

Falsifikation bzw. Ver ifikation der Hypothese

Wie ist es zu beurteilen, wenn eine Grille nicht das vorausgesagte Verhalten zeigt?

  • Was hat die Grille gestört/abgelenkt?
  • Parallele Versuchsansätze.
  • Sind die Versuchsansätze trotz einheitlicher Planung doch unterschiedlich abgelaufen?

 

 

Von der Beobachtung zum Experiment - Putzverhalten bei Steppengrillen: Herunterladen [doc] [75 KB]

Von der Beobachtung zum Experiment - Putzverhalten bei Steppengrillen: Herunterladen [docx] [32 KB]

Von der Beobachtung zum Experiment - Putzverhalten bei Steppengrillen: Herunterladen [pdf] [440 KB]

 

 

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