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Ergänzende Hinweise zur Unterrichtseinheit

Exemplarisch soll am Beispiel der Mitose (Datei „Selbstlernprogramm Mitose) gezeigt werden, wie Eigentätigkeit und Eigenverantwortlichkeit gefördert werden können. Die Dateien Begriffe Repetition, Vortest und Diagnosebogen Mit Mei Ver bieten verschiedene Alternativen zur Diagnose des notwendigen Vorwissens. Den Schülerinnen und Schülern wird dabei neben der aktiven Wiederholung auch die Möglichkeit zur eigenständigen Nacharbeit angeboten.

Als roter Faden der Unterrichtseinheit dient der konstruierte Fall der Familie Reichle (Datei „Familie Reichle Marfan). Am Beispiel des 16-jährigen Michaels werden die Schülerinnen und Schüler mit der Problematik einer Erbkrankheit (hier: Marfan-Syndrom) konfrontiert. Sie erarbeiten sich mit unterschiedlichen Materialien Fachwissen über diese Krankheit, die Grundlagen der Humangenetik und Möglichkeiten der Pränataldiagnostik. Die Kompetenzbereiche Erkenntnisgewinnung und Bewertung werden dabei ebenfalls in den Fokus der Kompetenzorientierung gerückt. Nach der Fallbeschreibung erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe eines Textes Grundwissen über das Marfan-Syndrom.

Die Themen Stammbaumanalyse und Humangenetik werden über das Stammbaumschema der ebenfalls vom Marfan-Syndrom betroffenen Familie Schwarz eingeführt und problematisiert. Dabei werden die Grundlagen der Humangenetik mithilfe eines Arbeitsblattes (Datei „Humangenetik) erarbeitet. Die Anwendung der Mendelschen Regeln auf die Vererbung bei Menschen (Datei „Stammbaumanalyse Vererbungsmuster) liefert den Schülerinnen und Schülern das notwendige Werkzeug für die Analyse des eingangs beschriebenen Stammbaums der Familie Schwarz. Darüber hinaus erarbeiten sie sich auch die Grundlagen für die Analyse weiterer autosomaler und gonosomaler Erbgänge. Die tabellarische Zusammenfassung Vererbungsmuster mendelnder Gene beim Menschen liegt in zwei Versionen vor, die sich in der Anzahl der für die Beurteilung von Erbgängen möglichen Indizien unterscheiden.

An dieser Stelle gibt es verschiedene Möglichkeiten die neuen Lerninhalte zu üben und zu festigen ( Schulbücher, eigenes Material; Bils, W., Dürr, G. (1997). Übungsaufgaben zum Biologieunterricht in der Sekundarstufe II mit Lösungen (4. Auflage). Wiesbaden: Quelle & Meyer Verlag ; Bils, W. (2010). Warum die Erbse rund ist. 1. Auflage.Wiesbaden: Quelle & Meyer Verlag) . Eine andere Übungsform kann mithilfe von Simulationssoftware (Natura Simulationssoftware Klassische Genetik, Klett Verlag, ISBN 978-3-12-045282-9) erfolgen. Der im Folgenden vorgestellte Lernzirkel (Datei „Lernzirkel Erbkrankheiten) bietet mehrere Möglichkeiten des methodischen Einsatzes. Der Lehrer kann verschieden Themen auswählen oder die Schülerinnen und Schüler nach Interesse wählen lassen. Eine Festlegung eines Fundamentum und eines Additum ist auch möglich. Hierbei kann in unterschiedlicher Weise auch nach Lerntempo, Schwierigkeit und/oder Sozialform differenziert werden. Das umfangreiche Material des Lernzirkels kann den Schülerinnen und Schülern auch über Moodle zur Verfügung gestellt werden.

Während längerer Schülerarbeitsphasen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Fragen oder Probleme auf ein DINA5-Blatt zu notieren und an die linke Tafelhälfte zu heften. Schnellere oder leistungsstärkere Schüler nehmen sich der Fragen und Probleme an und schreiben die Antworten und Hilfen auf die Rückseite des Blattes (Schüler-Feedback). Nach Kontrolle des Lehrers werden die Blätter an der rechten Tafelhälfte angebracht und können dort eingesehen werden.

Im Anschluss an die Übungs- und Vertiefungsphase sind die Schülerinnen und Schüler in der Lage für Michaels Familie einen begründeten Familienstammbaum zu erstellen (Datei „Marfan Hilfe“). Dabei wird eine weitere Form der Differenzierung vorgestellt. Durch abgestufte Hilfen können gute Schüler gefordert und bei schwächeren Schülern positive Lernerfolge erzielt werden.

Um verschieden Möglichkeiten pränataler Diagnostik kennenzulernen, erhalten die Schüler eine Rechercheaufgabe (Datei „PND). Auch hier werden die Lernziele transparent gemacht, so dass die Schülerinnen und Schüler sich selbst einschätzen lernen und die von ihnen erwarteten Kompetenzen kennen, auch in Hinblick auf eine abschließende Leistungsfeststellung. Nach der Erarbeitung pränataler Diagnoseverfahren kann durch verschiedene Methoden die Bewertungskompetenz geschult werden. Hierzu bieten sich Rollenspiele, unterschiedliche Diskussionsformen (Dilemmadiskussion, Aquariumdiskussion), Ja-Nein-Abfragen (Schwarz-Weiß-Methode) oder das Schreiben eines Leserbriefs an (Datei „Familie Reichle Marfan). Eine weitere Möglichkeit bestünde in der Durchführung eines Interviews. In der Familie, in der Schule oder auf der Straße könnten zum Thema Pränataldiagnose, Nutzen und Risiken, Interviews geführt werden, um weitere Argumente zu sammeln oder ein Meinungsbild zu erstellen.

Zwei Möglichkeiten der Endstandsdiagnose werden mit den Materialien Diagnosebogen Kompetenz und Faltblatt vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler füllen den Diagnosebogen in zweifacher Ausfertigung aus, um auch dem betreuenden Lehrer/in eine Rückmeldung über den Lernerfolg zu bieten. Dies ermöglicht im Anschluss gezielte individualisierte oder gruppenspezifische Fördermaßnahmen. Das Faltblatt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine Überprüfung ihres Lernerfolges in der Diskussion.

Als konkrete Vorbereitung für eine Klassenarbeit sollen die Schülerinnen und Schüler auf der Basis ihres Heftes operationalisierte Aufgaben erstellen. Diese werden den Schülerinnen und Schülern als Aufgabenpool zur Verfügung gestellt (Datei „Schülerfragen).

 

 

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