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Bekanntmachen / Diagnose / Förderung

1. Bekanntmachen mit Situation und Aufgabe

Die Lehrkraft legt den Schülern die tarea final (M1) auf Folie vor und schildert ihnen die dort entworfene Situation als diejenige, in der man sich im Unterricht befinde und mit der man arbeiten wolle.

2. Diagnose

Um die Schüler dazu anzuleiten, Aufgaben daraufhin lesen zu können, was in den Bereichen Wortschatz, Grammatik, sprachliche Fertigkeiten und Strategien als bekannt und gekonnt vorausgesetzt wird, analysieren sie die Rahmenaufgabe zunächst selbst auf das, was von ihnen verlangt wird. Sie nennen die ihrer Meinung nach notwendigen sprachlichen Mittel.

Im Anschluss daran erhalten sie einen Diagnosebogen (M2) 7 und vergleichen diesen mit ihren eigenen Ergebnissen. Sollten die Schüler etwas benannt haben, was auf dem Diagnosebogen nicht vorgesehen ist, was aber allen wichtig erscheint, so ergänzen sie es in der freien Zeile. Sie versuchen dann in etwa sieben Minuten aufzuschreiben, was ihnen an Wortschatz zu den verschiedenen Bereichen einfällt. Dieses Notieren muss nach den Kategorien sortiert und ordentlich erfolgen, um die anschließende Fremddiagnose (s.u.) zu erleichtern. Dann schätzen sie die eigene Leistung mit Hilfe des Bogens ein. Um der Selbstdiagnose eine Fremddiagnose an die Seite zu stellen, tauschen die Schüler ihre Notizen und den Diagnosebogen mit dem Nachbarn aus (die Ergebnisse der Selbstdiagnose werden zuvor umgeknickt und sind während der Fremddiagnose nicht sichtbar) und beurteilen auf dem Diagnosebogen auch die fremden Notizen. Danach vergleichen die Schüler Selbst- und Fremddiagnose. Sie markieren die Themen, bei denen Selbst- und Fremddiagnose beide zu dem Schluss kommen, dass sie nicht mindestens gut beherrscht werden. Darüber hinaus streichen sie auch die Themen an, bei denen Selbst- und Fremddiagnose eindeutig zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Damit ist die sich anschließende Phase der Förderung vorbereitet, in der binnendifferenziert gearbeitet werden soll.

3. Förderung

Für diese Phase steht den Schülern Übungsmaterial zur Verfügung, mit dem sie (wieder) einüben können, was sie weniger gut beherrschen. Es geht hier nicht darum, dass alle alles wiederholen. Jeder soll nach den Erkenntnissen vorgehen, die er durch Selbst- und Fremddiagnose gewonnen hat, 8 d.h. zunächst das üben, was eindeutig nicht mindestens gut beherrscht wird. 9 Wenn danach noch Zeit ist, können die Schüler die Dinge in Angriff nehmen, bei denen zwischen ihnen und ihrem Fremddiagnostiker keine Übereinstimmung herrschte. 10

Zunächst erhalten sie eine Übersicht über das angebotene Material (M3). Die Themen sind hier in der gleichen Reihenfolge angeordnet wie beim Diagnosebogen. Ausgehend von den Ergebnissen der Selbst- und Fremddiagnose entscheiden sie, welche Übungen sie als sinnvoll für sich erachten und in welcher Reihenfolge sie vorgehen möchten. Danach erhalten sie das Übungsmaterial (M4) und arbeiten selbständig entweder alleine oder mit einem Partner. 11 Lösungen können sie bei der Lehrkraft erhalten (M5). Schüler, die sich dafür entschieden haben, einen Dialog einzuüben, führen diesen ihrem Lehrer vor. Auch andere mündliche Übungen kann dieser sich vorführen lassen.

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7 Da die Schüler am Ende des ersten Lernjahres noch Schwierigkeiten haben dürften, die Reflexionsphasen einsprachig zu bewältigen, ist der Diagnosebogen zum großen Teil zweisprachig gehalten.
8 Auch der Lehrkraft ist es sicherlich möglich, in der Phase der Auswertung einigen Schülern Tipps bezüglich dessen zu geben, was sie wiederholen sollten.
9 Erfahrungsgemäß gehen Schüler lieber die Aufgaben an, die ihnen problemlosen Erfolg versprechen, d.h. das, was sie eigentlich schon gut können. Dem vorzubeugen hilft die Auswertung der Selbst- und Fremdevaluation.
10 Das Problem, dass einige schwächere Schüler eigentlich jede Aufgabe machen müssten, während stärkere Schüler auch mit den anspruchsvolleren Aufgaben keine Probleme haben dürften, wird sich nicht lösen lassen.
11 Bei welchen Aufgaben Partnerarbeit unbedingt erforderlich ist, ist dem Übersichtsblatt zu entnehmen.