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Bewusstmachen

4. Bewusstmachen von Strategien zur Sprachmittlung

Folgende Strategien zur Sprachmittlung sollen die Schüler kennenlernen:

  • Oberbegriffe und Unterbegriffe verwenden
  • Synonyme oder Antonyme benutzen
  • Umschreibungen oder Erklärungen verwenden
  • komplizierte Sätze vereinfachen
  • Beispiele geben
  • mit Wörtern aus der gleichen Wortfamilie arbeiten
  • zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen unterscheiden und nur das Wesentliche weitergeben
  • sich bewusst machen, wo Verständnisschwierigkeiten aufgrund kultureller Unterschiede auftreten können

Um das Nachdenken über mögliche Strategien herauszufordern, erläutert die Lehrkraft den Schülern, worin für sie das Neue an der Aufgabe besteht: es geht neben dem Anwenden bereits bekannter sprachlicher Mittel und grammatikalischer Strukturen vor allem darum, auf Deutsch Vorgegebenes ins Spanische zu übertragen. 12 Die Schüler sollen jedoch nicht gleich darüber nachdenken, wie dies geschehen könnte, sondern die Aufgabe vorbewusst angehen. Dazu erhalten sie die Aufgabe, einige Wörter und Ausdrücke, die noch nicht zu ihrem Wortschatz im Spanischen gehören dürften und damit nicht übersetzbar sind, auf Spanisch zu erklären. Erst nach dem Ausprobieren schließen sie auf mögliche Strategien. Diese werden im Tafelbild festgehalten. Ergebnis kann auch sein, dass jeweils nicht nur eine Strategie zum erfolgreichen Sprachmitteln führen kann, sondern mehrere Wege zum Ziel führen können und auch eine Kombination verschiedener Strategien denkbar ist.

Nach dem Hinweis darauf, dass über das bisher Bekannte hinaus auch noch aus dem Deutschen ins Spanische übertragen werden muss, erhalten die Schüler das zugehörige Aufgabenblatt (M6). Diese Aufgaben können sie in Einzel- oder Partnerarbeit erledigen. Sie sind in einen Kontext eingebettet, der zur Situation der Rahmenaufgabe passt. Lösungsvorschläge für die Lehrkraft bietet M7. Da es sich bei b) um eine Reflexionsaufgabe handelt, für die die Schüler am Ende des ersten oder Beginn des zweiten Lernjahres noch nicht über ausreichendes und passendes Vokabular verfügen, dürfen sie hier das Deutsche sowohl mündlich als auch schriftlich verwenden. Auch der vorgesehene Tafelanschrieb ist in dieser Phase wohl noch nicht rein in der Fremdsprache möglich. Gemeinsam mit den Schülern bespricht die Lehrkraft zuerst auf Spanisch deren Mittlungsversuche, dann wird ausgehend von der Reflexionsaufgabe das zweisprachige Tafebild (M8) entwickelt. 13

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12 Die Lehrkraft sollte in diesem Zusammenhang darauf achten, bewusst nicht „traducir“ zu sagen, denn es wird unter anderem darum gehen, die Schüler dafür zu sensibilisieren, dass es darum gerade nicht geht.
13 Siehe auch: Zweck, Corinna: „Umschreiben, vereinfachen, Beispiele geben. Strategien zur Sprachmittlung trainieren“, in: Der fremdsprachliche Unterricht Französisch, 108, 2010, S. 8-17.