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Diagnosebogen erstellen

 

Einführung

Mit Hilfe des Diagnosebogens können Schüler ihren Lernstand selbst einschätzen. Die erreichten bzw. nicht erreichten Fähigkeiten werden dabei durch Ankreuzen auf dem Bogen durch die Schüler zunächst selbst eingeschätzt.

Etwaige Defizite oder Unsicherheiten können dann im Folgenden durch die entsprechenden Fördermaßnahmen bzw. den Austausch mit Mitschülern oder dem Lehrer angegangen werden. Durch das Bearbeiten der anschließenden Aufgaben, die wiederum gezielt bestimmte Kenntnisse und Fertigkeiten ansprechen, können die Schüler im Anschluss selbständig ihre Selbsteinschätzung überprüfen. Ein erneutes Ankreuzen der am Ende soll den Lernzuwachs verdeutlichen bzw. immer noch vorhandene Lücken nochmals deutlich machen.

Verschiedene Vorgehensweisen zur Erstellung von Diagnosebögen

Bei den Übungen zur Erstellung von Diagnosebögen in Chemie in der Sekundarstufe I war der zurückliegende Unterricht Grundlage für die Formulierung der zu diagnostizierenden Kenntnisse und Fertigkeiten der Schüler. Darüber hinaus sind auch andere Vorgehensweisen denkbar bzw. evtl. sogar logisch, wenn man den kompetenzorientierten Unterricht und seine Planung ernst nimmt.

Schon bei der Grobplanung einer Unterrichtseinheit auf der Basis der Bildungsstandards sollte sich der Lehrer Gedanken über die zu fördernden Schülerkompetenzen machen. Die Formulierungen im Bildungsplan sind dabei natürlich Grundlage, doch sind sie nicht detailliert genug in ihren Ausführungen. Der Lehrer muss sich in die Thematik einarbeiten und die Formulierungen der Bildungsstandards vertiefen bzw. erweitern. Hierzu kann z.B. das eingeführte Schulbuch dienen. Hier sind die einzelnen untergeordneten Kenntnisse und Fertigkeiten erkennbar und oft auch schon im Text mehr oder weniger deutlich formuliert. So kann schon in der Vorbereitungsphase einer Unterrichtseinheit ein solcher Diagnosebogen entstehen. Dieser dient somit auch Orientierungshilfe für den nachfolgenden Unterricht und erleichtert auch das zielorientierte Unterrichten. Er stellt sicherlich kein statisches Element dar und muss während der Unterrichtseinheit eventuell ergänzt oder verändert werden.

Für viele Schüler des Kernfaches Chemie steht am Ende der zweijährigen Kursstufe die schriftliche Abiturprüfung im Fach Chemie. Hierbei gilt es, kontext- bzw. experimentorientierte Aufgabenstellungen zu bearbeiten. Ausgehend von diesen Prüfungsaufgaben kann man sich die zur Lösung dieser nötigen fachlichen Grundlagen überlegen und damit einen entsprechenden Diagnosebogen ausarbeiten. Allerdings sind die Prüfungsaufgaben zum einen themenübergreifend und zum anderen nicht themenerfüllend gestellt, so dass die so entstehenden Bögen sich wohl nur auf die entsprechende Aufgabe anwenden ließen.

Im Folgenden gibt es zwei Übungen zur Erstellung eines Diagnosebogens in der Unterrichtseinheit Elektrochemie.

Es wird dabei auch klar, dass es nicht ausreicht nur einmal am Ende der UE eine Diagnose zu machen, da diese zu umfangreich werden würde. Auch deshalb ist die Gestaltung und Planung eines solchen Bogens zu Beginn der Einheit sinnvoll, um die „Diagnoseportion“ auch angemessen zu gestalten und etwaige Defizite entsprechend frühzeitig zu erkennen und anzugehen.

Regeln zur Erstellung von Diagnosebögen
  • Verwenden Sie Operatoren für die Beschreibung der zu erreichenden Fertigkeiten (Operatorenliste).
  • Pro Fertigkeit sollte nur ein Operator verwendet werden.
  • Es sollten insgesamt nicht mehr als 10 bis 15 Beschreibungen auf dem Bogen sein.

Diagnoseübungen: Herunterladen [doc] [3,2 MB]

Diagnoseübungen: Herunterladen [pdf] [1,6 MB]