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Cae­sars Ger­ma­nen­ex­kurs

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Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

Ein­füh­rung in die kom­pe­tenz­ori­en­tier­te Un­ter­richts­ein­heit

„Cae­sars Ger­ma­nen­ex­kurs“

Neben dem Bel­lum Hel­ve­ti­cum ge­hört der Ger­ma­nen­ex­kurs zu der tra­di­tio­nel­len Caesar­lektüre. Aus­schlag­ge­bend dafür war zum einen schon immer die sprach­li­che Klar­heit der Com­men­ta­rii und zum an­de­ren ein sich im Laufe der Zeit wan­deln­des ge­schicht­li­ches In­ter­es­se. Die­ses rich­te­te sich noch vor nicht allzu lan­ger Zeit auf den Ger­ma­nen­ex­kurs als Quel­le über die Ger­ma­nen, in­zwi­schen da­ge­gen eher auf den Ger­ma­nen­ex­kurs als Quel­le über Cae­sar.

Als Ge­gen­stand der Ver­an­schau­li­chung kom­pe­tenz­ori­en­tier­ten Un­ter­richts bie­tet sich der Ger­ma­nen­ex­kurs aus meh­re­ren Grün­den an: Ers­tens lässt er ge­ra­de als tra­di­tio­nel­ler Un­ter­richts­in­halt neue Un­ter­richts­me­tho­den be­son­ders deut­lich er­kenn­bar ma­chen, zwei­tens er­mög­licht die Be­schäf­ti­gung mit der Wahr­neh­mung von Frem­den die Ein­be­zie­hung aller vier Di­men­sio­nen des Kom­pe­tenz­be­griffs und drit­tens ist der be­schei­de­ne Um­fang von nur vier Ka­pi­teln ein­fach prak­tisch für den Ver­such einer prä­gnan­ten Dar­stel­lung.

Worin be­steht die Be­son­der­heit  kom­pe­tenz­ori­en­tier­ten Un­ter­richts? Die In­di­vi­dua­li­tät jedes Schü­lers, das Üben im Un­ter­richt und die Er­geb­nis­se des Lern­pro­zes­ses fin­den deut­lich stär­ke­re Be­ach­tung als im tra­di­tio­nel­len Un­ter­richts­ge­sche­hen. Kon­kret be­deu­tet dies in der vor­lie­gen­den Un­ter­richts­ein­heit: Lern­stands­dia­gno­sen am An­fang und Ende, me­tho­di­sche Vor­ent­las­tung, dia­gno­se­ab­hän­gi­ges Üben, hil­fen­dif­fe­ren­zier­tes Über­set­zen und the­men­dif­fe­ren­zier­tes Text­ver­ste­hen. Die ar­beits­in­ten­si­ve Vor­be­rei­tung einer sol­chen Un­ter­richts­ein­heit schließt aus, dass ein Leh­ren­der den ge­sam­ten La­tein­un­ter­richt  nach die­sem Mo­dell struk­tu­riert. Da es zudem jeden Ler­nen­den in sehr in­ten­si­ver Weise for­dert, emp­fiehlt sich ein Wech­sel zwi­schen Ein­hei­ten dif­fe­ren­zier­ten und kol­lek­ti­ven Un­ter­richts.

Die vor­ge­stell­te Un­ter­richts­ein­heit wurde 2010 in einer 9. Klas­se im An­schluss an die Lehr­buch­pha­se er­probt. Die Lern­grup­pe von 17 Schü­lern be­such­te jede Woche zwei Dop­pel­stun­den La­tein. Diese Schü­ler hat­ten zuvor drei Jahre lang mit dem Lehr­werk „prima B“ ge­ar­bei­tet und fes­tig­ten nun ihren Wort­schatz mit „adeo-NORM“, ein Grund­wort­schatz, der weit­ge­hend dem Vo­ka­bu­lar des Lehr­werks ent­spricht. Die hier prä­sen­tier­te Un­ter­richts­ein­heit war somit in eine ganz be­stimm­te Si­tua­ti­on ein­ge­bun­den und kann nur mu­ta­tis mutan­dis auf an­de­re Lern­ver­hält­nis­se über­tra­gen wer­den. Ver­bes­se­run­gen, die die prak­ti­sche Er­pro­bung na­he­leg­ten, sind in die hier vor­ge­stell­te Ein­heit be­reits auf­ge­nom­men.

 

Un­ter­richts­ein­heit: Her­un­ter­la­den [docx] [53 KB]