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2. Dop­pel­stun­de: Üben und zwei­te Vor­ent­las­tung

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

Die Er­geb­nis­se der Lern­stands­dia­gno­se zu Be­ginn der Un­ter­richts­ein­heit wer­den in viel­fa­cher Weise ge­nützt: In der zwei­ten Dop­pel­stun­de er­hal­ten die Schü­ler Übun­gen zu den Ar­beits­be­rei­chen, in denen sie bei der Lern­stands­dia­gno­se Schwä­chen zeig­ten, in der drit­ten und fünf­ten Dop­pel­stun­de sind die Über­set­zungs­tex­te mit in­di­vi­du­ell an­ge­pass­ten Hil­fen aus­ge­stat­tet und auch die Be­ra­tung der Schü­ler und El­tern kann sich auf die Er­geb­nis­se der Dia­gno­se-Tests stüt­zen. Die dia­gno­se­ab­hän­gi­gen Übun­gen sind hier in Wort­wahl und Gram­ma­tikphä­no­me­nen auf den Ger­ma­nen­ex­kurs aus­ge­rich­tet, grund­sätz­lich könn­ten aber be­lie­bi­gen Übun­gen zu Wort­schatz, Satz- und For­men­leh­re her­an­ge­zo­gen wer­den.

In der zwei­ten Vor­ent­las­tungs­pha­se soll den Schü­lern me­tho­di­sche Kom­pe­tenz zur Er­schlie­ßung neuer Vo­ka­beln ver­mit­telt. Dabei gibt es vor allem zwei Mög­lich­kei­ten: Wort­ana­ly­se und Le­xi­kon­ge­brauch.

Ein Ver­gleich der Wör­ter in den ers­ten zwei Ka­pi­teln des Ger­ma­nen­ex­kur­ses mit dem Wort­schatz von adeo er­gibt, dass nach Abzug der Ei­gen­na­men nur 37 von 208 Wör­tern blei­ben, deren Be­deu­tung er­schlos­sen wer­den muss. Die Kennt­nis ty­pi­scher Prä- und Suf­fi­xe sowie Lehn­wör­ter er­mög­li­chen es, die Be­deu­tung von etwa 22 die­ser 37 Wör­ter zu er­schlie­ßen. Somit sind nur noch 15 Wör­ter mit­tels Le­xi­kon zu er­schlie­ßen.

Me­tho­di­sche Be­deu­tungs­er­schlie­ßung durch Wort­ana­ly­se setzt das Wis­sen von Prä- und Suf­fi­xen vor­aus. Die Schü­ler er­hal­ten des­halb zu­nächst ein Ar­beits­blatt mit den wich­tigs­ten Wort­bil­dungs­ele­men­ten. Diese Ele­men­te ver­su­chen sie in un­be­kann­ten Wör­tern von Gall.6,21-22 zu er­ken­nen und mit ihrer Hilfe die Be­deu­tung der un­be­kann­ten Vo­ka­beln zu er­schlie­ßen.

Wahr­schein­lich zu schwer für die Be­deu­tungs­er­schlie­ßung durch Wort­ana­ly­se sind oc­cul­ta­tio, per­luun­tur und pro­mis­cue. Sie blei­ben des­halb der Be­deu­tungs­er­schlie­ßung mit Le­xi­kon vor­be­hal­ten, die in der Vor­ent­las­tungs­pha­se als me­tho­disch durch­zu­füh­ren­der Ar­beits­gang er­lernt wer­den soll. Ein Ar­beits­blatt stellt zu­nächst die vier grund­le­gen­den Schrit­te bei der Le­xi­kon­ver­wen­dung dar und dient dann der kon­kre­ten Ein­übung die­ser Schrit­te.
Zu den um­strit­tens­ten Fra­gen des La­tein­un­ter­richts zählt die der rich­ti­gen Über­set­zungs­me­tho­de. In Kon­kur­renz ste­hen dabei vor allem die tra­di­tio­nel­le Kon­struk­ti­ons- und die mo­der­ne­re Drei­schritt­me­tho­de. Hin­sicht­lich der Me­tho­den­kom­pe­tenz ist al­ler­dings we­ni­ger wich­tig, wel­che Me­tho­de ein Leh­rer emp­fiehlt, als viel­mehr, dass der Schü­ler über­haupt eine oder in die­sem Fall bes­ser zwei Me­tho­den an­wen­den kann. Wie­der zeigt ein Ar­beits­blatt die ein­zel­nen Schrit­te der emp­foh­le­nen Über­set­zungs­me­tho­de (eine Mi­schung aus Kon­struk­ti­ons- und Drei­schritt­me­tho­de) und for­dert dann zur Ein­übung an einem Bei­spiel­satz auf.

Am Ende der Dop­pel­stun­de soll­ten die Schü­ler somit die grund­le­gen­den Me­tho­den zur Wort- und Sat­zer­schlie­ßung wie­der­holt oder neu ge­lernt haben.

 

Un­ter­richts­ein­heit: Her­un­ter­la­den [docx] [53 KB]