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Baustein 4 Trainingsphase

(Phase VI der Lernschleife)

Ausgangsüberlegungen:

Die sich aus der Diagnose ergebenden Übungsanforderungen an den einzelnen Schüler sollen klar formuliert, messbar, realistisch und zeitlich begrenzt sein. Da es um die Förderung des einzelnen Schülers geht, findet notwendiger Weise eine Binnendifferenzierung statt.

Es liegt nahe, zunächst das eingeführte Lehrwerk auf geeignete Lernaufgaben zu sichten. Teilweise enthalten die Schulbücher auch schon Trainingsteile, sie sind aber eher kurz gehalten und noch nicht differenziert nach Niveaustufen.

Dieser Baustein entspricht der Phase VI in der Lernschleife.

Nach der Besprechung der Zwischendiagnose in Dreier-Gruppen sollte jede Schülerin / jeder Schüler mit Hilfe der beiden vorliegenden Rückmeldebögen seinen individuellen Trainingsbedarf festlegen.

Arbeitsauftrag : Werte jetzt für dich persönlich die beiden Rückmeldebögen zu deinem Aufsatz aus, indem du für jedes Kriterium einen Buchstaben vergibst und neben der Überschrift einträgst: A, wenn du eher L erhalten hast, B, wenn du mehr im Bereich von K liegst, und C, wenn du besonders viele J erhalten hast. Wähle anschließend drei Bereiche aus, in denen du trainieren willst (auch bei C kann es lohnend sein, noch einmal zu üben!), markiere sie auf deinem Bogen und komm nach vorne zur Lerntheke, wo du dir entsprechende Lernaufgaben aussuchen kannst.

Dadurch, dass die SuS nach vorne zur Lerntheke gehen, erhält die Lehrperson automatisch eine Rückmeldung über den individuellen Lernstand und das gewählte Trainingsprogramm, ohne dass sich die Schülerin / der Schüler vor der gesamten Klasse outen muss. Gleichzeitig besteht für die Lehrperson die Möglichkeit zu einer beratenden Korrektur, falls sich der Schüler / die Schülerin ein zu ambitioniertes bzw. ein zu niedriges Trainingsprogramm zusammengestellt hat.

Derselbe Aufgabenbereich wird jeweils auf allen drei Niveaustufen formuliert (also z. B. A: Markieren, B: Überarbeiten, C: selbst formulieren) und es wird darauf hingewiesen, dass es möglich ist, innerhalb eines Bereiches sich von A nach C hochzuarbeiten. Je nach Einstufung in der Zwischendiagnose (wobei das von Teilbereich zu Teilbereich unterschiedlich sein kann) fängt man von seinem diagnostizierten Niveau aus an. Viele C-Einstufungen können dann zu einem rascheren Abarbeiten führen. Diese Schüler können dann eine Extra-Aufgabe bekommen, z. B. einen kompletten Aufsatz selbstständig als Probeaufsatz schreiben, der vom L gegengelesen wird, oder sie werden als Lernassistenten eingesetzt.

Schließlich bleibt auch noch die Aufgabe, Teile des gegengelesenen Aufsatzes mit Hilfe des Rückmeldebogens zu überarbeiten, in der Reserve oder kann als langfristige Hausaufgabe aufgegeben werden.

Alle Aufgaben können, auch wenn es nicht unbedingt notwendig ist, zu einem Leitthema erstellt werden. Hier wurde das Thema „Schule und Unterricht“ als Schwerpunkt gewählt. Die Schülerinnen und Schülern sollten immer nur ein Aufgabenblatt von der Lerntheke mitnehmen und eine Rückmeldung zu ihrem erreichten Ergebnis erhalten, bevor sie mit dem nächsten Blatt weiterarbeiten. Die Ergebnissicherung könnte durch die Lehrerin/ den Lehrer, eine sehr gute Schülerin/ einen sehr guten Schüler als Lehrassistenten oder auch ein Blatt mit Lösungshinweisen erfolgen.

Im Folgenden werden für die einzelnen Aspekte des Rückmeldebogens der Zwischendiagnose   exemplarische binnendifferenzierende Aufgabenblätter vorgeschlagen, wobei der Bereich der Sprachrichtigkeit nicht berücksichtigt wird, da hier bereits sehr viel Übungsmaterial in der einschlägigen Literatur ohne größeren Aufwand zu finden ist.

Am Ende der Trainingsphase empfiehlt sich ein Unterrichtsgespräch , um auf der Metaebene gemeinsam den Lernfortschritt zu besprechen und eventuell noch offen gebliebene Aspekte unmittelbar vor der anstehenden Lernzielkontrolle (= Phase VII der Lernschleife) zu klären. Als Zeitaufwand könnte eine Doppelstunde, die Hausaufgabe und eine weitere Doppelstunde bzw. Einzelstunde (für die gemeinsame Besprechung) ausreichen.