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Rede

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Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

Ni­veau­kon­kre­ti­sie­rung für Deutsch, Klas­se 10
Eine Rede ana­ly­sie­ren

nach: http://​www.​bil­dung-​sta­erkt-​men­schen.​de/​ser­vice/​down­loads/​Niv​eauk​onkr​etis​ieru​ng/​Gym/​D/@@​ni­veau.​2009-​11-​18.​0015417849

 

Ni­veau­be­schrei­bung

Kri­te­ri­um

A

B

C

Re­de­an­lass/ Rol­len­zu­wei­sung

In der Ein­lei­tung be­schrei­ben die Schü­ler und Schü­le­rin­nen die Re­de­si­tua­ti­on . Sie be­schrän­ken sich dabei auf die wört­li­che Über­nah­me von An­ga­ben z.B. aus der Über­schrift. Die Rolle des Red­ners wird be­rück­sich­tigt .

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler be­nen­nen in der Ein­lei­tung den R ede­an­lass und ord­nen ihn grob in den (z.B. his­to­ri­schen) Zu­sam­men­hang ein.

Sie klä­ren die Re­de­si­tua­ti­on .

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler be­schrei­ben in der Ein­lei­tung die Re­de­si­tua­ti­on , indem sie die In­for­ma­tio­nen (z.B. aus der Über­schrift) prä­zi­se ein­ord­nen.

Sie kenn­zeich­nen die Be­zie­hung, die zwi­schen dem Spre­cher und den Adres­sa­ten auf­ge­baut wird. Sie cha­rak­te­ri­sie­ren die­ses Ver­hält­nis (z.B. als pa­tri­ar­cha­lisch).

Be­zie­hung zum Pu­bli­kum

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler heben auf das Be­mü­hen des Red­ners ab (z.B. ein Zu­sam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl her­zu­stel­len). Sie zei­gen die­sen As­pekt sche­ma­tisch an ein­zel­nen Si­gnal­wör­tern (z.B. „wir“, „uns“) auf.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler er­läu­tern , wie z.B. ein Wir-Ge­fühl in der Rede er­zeugt wird.

Sie be­grün­den diese Deu­tung am Text, indem sie neben zen­tra­len Si­gnal­wör­tern (z.B. „wir“, „uns“) auch wich­ti­ge rhe­to­ri­sche Stil­fi­gu­ren (z.B. Wie­der­ho­lung, Ana­pher) als Beleg her­an­zie­hen .

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kön­nen z.B. die viel­fa­che Ver­wen­dung des Per­so­nal- und Pos­ses­siv­pro­no­mens („wir“, „uns“) als Stra­te­gie des Red­ners in­ter­pre­tie­ren, ein Zu­sam­men­ge­hö­rig­keits-ge­fühl zu er­zeu­gen. Sie ar­bei­ten Schluss­fol­ge­run­gen her­aus .

Auf­bau der Rede/ Ent­fal­tung des zen­tra­len The­mas

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler be­schrei­ben den Auf­bau vor­wie­gend in­halt­lich . Dabei wer­den Ar­gu­men­ta­ti­ons­li­ni­en oder Schlüs­sel­be­grif­fe nicht in ihrer Funk­tio­na­li­tät wahr­ge­nom­men.

 

Das zen­tra­le Thema wird bei der Dar­stel­lung nur im­pli­zit deut­lich.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kön­nen die ein­zel­nen Ab­schnit­te in ihrer Funk­ti­on ein­ord­nen und einen Ge­samt­zu­sam­men­hang her­stel­len . Die Glie­de­rungs­ab­schnit­te wer­den in ihren Tei­len in­halt­lich dar­ge­stellt

Die Dar­stel­lungs­wei­se ori­en­tiert sich am Text­ver­lauf . Sie stel­len dar, wie in den je­wei­li­gen Ab­schnit­ten der Rede das zen­tra­le Thema an­ge­spro­chen wird. Die ein­zel­nen As­pek­te des The­mas wer­den für sich ab­schnitts­wei­se her­aus­ge­ar­bei­tet, aber nicht in einen Ge­samt­zu­sam­men­hang ein­ge­ord­net.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler glie­dern die Rede as­pek­t­ori­en­tiert . Sie sind in der Lage, diese As­pek­te ab­stra­hie­rend auf einen Be­griff zu brin­gen (z.B. emo­tio­na­le Be­grü­ßung). Dabei wer­den die je­wei­li­gen Schlüs­sel­be­grif­fe her­aus­ge­ar­bei­tet.

 

Sie set­zen sich dif­fe­ren­ziert mit dem zen­tra­len Thema und sei­ner Ent­fal­tung in­ner­halb der Rede aus­ein­an­der und zei­gen, wie von Ab­schnitt zu Ab­schnitt das Thema z.B. ge­stei­gert wird).

Sprach­li­che Ge­stal­tungs­mit­tel (z.B. rhe­to­ri­sche Fi­gu­ren)

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zei­gen ei­ni­ge rhe­to­ri­sche Mit­tel (z.B. Wort­wie­der­ho­lun­gen, Ana­phern, Al­li­te­ra­tio­nen, rhe­to­ri­sche Fra­gen) auf, die sie an­satz­wei­se in ihrer Funk­ti­on deu­ten.

We­sent­li­che rhe­to­ri­sche Mit­tel sowie die se­man­ti­schen Fel­der wer­den her­aus­ge­ar­bei­tet und funk­tio­nal be­grün­det.

Die viel­fäl­ti­gen rhe­to­ri­schen Mit­tel und Fi­gu­ren wer­den funk­tio­nal ge­deu­tet, dabei wer­den die se­man­ti­schen Fel­der ein­be­zo­gen .

Re­dein­ten­ti­on/ Sprech­hal­tung

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kön­nen die Re­de­ab­sicht (z.B. Er­mu­ti­gung, Ap­pell) er­ken­nen und be­le­gen. Der Zu­sam­men­hang mit Red­ner­rol­le und Re­de­an­lass wird knapp be­rück­sich­tigt.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ar­bei­ten die Ab­sicht des Red­ners deut­lich her­aus und klä­ren den Zu­sam­men­hang zwi­schen Red­ner­rol­le und Re­de­an­lass.

Die Re­de­tak­tik wird an­satz­wei­se ana­ly­siert.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ar­bei­ten die Ab­sicht des Red­ners deut­lich her­aus und klä­ren den Zu­sam­men­hang zwi­schen Red­ner­rol­le und Re­de­an­lass.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler be­ur­tei­len die Re­dein­ten­ti­on dif­fe­ren­ziert .

Be­wer­tung

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler blei­ben auf der Ebene der Be­schrei­bung : In­halt der Rede und ihre Rhe­to­rik wer­den an­satz­wei­se er­fasst.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kön­nen die Rede in ihren Kon­text grob ein­ord­nen und aus heu­ti­ger Per­spek­ti­ve be­trach­ten.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kön­nen aus ihrer Sicht kri­tisch Stel­lung be­zie­hen . Sie ge­lan­gen zu einem ethisch be­grün­de­ten Ur­teil.


Rede: Her­un­ter­la­den [doc] [410 KB]