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C Fabers Worte und Taten

Kontext: In Düsseldorf will Faber dem Vorstand von Joachims Firma (Hencke-Bosch) Filmausschnitte zeigen, damit sie ein Bild von der Firmenplantage in Guatemala gewönnen. Dabei kommt es zu Verwechselung der Filmspulen, so dass Faber – für ihn peinlich – viele private Filmszenen vorführen lassen muss, u.a Aufnahmen aus der Wüste in Taumalipas.

Text S. 185 – 191 Auszüge daraus:

Anschauen der Filme

Es war das erste Mal, daß ich die Filme selber sah (alle noch ungeschnitten), gefaßt, daß es von Wiederholungen wimmelt, unvermeidlich; ich staunte, wieviel Sonnenuntergänge, drei Sonnenuntergänge allein in der Wüste von Tamaulipas, man hätte meinen können, ich reise als Vertreter von Sonnenuntergängen, lächerlich; ich schämte mich geradezu vor dem jungen Techniker, daher meine Ungeduld -

[...]

Zopilote an der Arbeit -

[...]

unterdessen das Grab mit den betenden Indios ringsum, alles viel zu lang, dann plötzlich die Ruinen von Palenque, der Papagei von Palenque.

[...] Ivy auf dem Pier in Manhattan, ihr Winken durch mein Tele-Objektiv, Morgensonne auf Hudson, [...] Landschaften - Das Wasser der Rhone, kalt, [...] Das antike Theater in Nîmes. [...] Pont du Gard. [...] Eine Prozession (ebenfalls in Arles, glaube ich) [...] Baldachine, vermutlich Glockengeläute, aber unhörbar, Muttergottes, die singenden Meßknaben, aber unhörbar.

Provence-Allee, Platanen-Allee.. [...] Pinien im Mistral. Nochmals Pinien im Mistral. [...] Nochmals Pinien im Mistral. [...] Pinien im Mistral; nochmals. [...] Brandung -[...] Brandung im Mittag, nichts weiter.[...] Nochmals Brandung. (Viel zu lang!) Ende der Spule.

C

  • Konfrontieren Sie Fabers Worte im Bericht von der Wüstenszene mit seinen Film“ taten “.
  • Halten Sie das Ergebnis tabellarisch fest.
  • Deuten Sie das Ergebnis. Versuchen Sie dabei Begriffe zu verwenden wie: Wahrheit, Projektion, (Selbst)täuschung, Selbstbild, Verblendung

  Intertextualität / Werkvergleich

 

Dem unzuverlässigen Erzähler auf die Schliche kommen: Herunterladen [doc] [52 KB]