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Vergleichende Textanalyse Agnes/Homo faber


Textgrundlagen:

Max Frisch, Homo faber . Ein Bericht, Frankfurt/Main 1977, S. 7

Peter Stamm: Agnes , Frankfurt/Main 2009, S. 9

Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet. Nichts istmir von ihr geblieben als diese Geschichte. Sie be­ginnt an jenem Tag vor neun Monaten, als wir uns inder Chicago Public Library zum erstenmal trafen. Es war kalt, als wir uns kennenlernten. Kalt wie fast immer in dieser Stadt. Aber jetzt ist es kälter, und es schneit. Über den Michigansee kommt der Schnee und kommt der böige Wind, der selbst durch das Iso­lierglas der großen Fenster noch zu hören ist. Es schneit, aber der Schnee setzt sich nicht, er wird wei­tergetrieben und bleibt nur liegen, wo der Wind nicht hingelangt. Ich habe das Licht gelöscht und schaue hinaus auf die beleuchteten Spitzen der Wolkenkrat­zer, auf die amerikanische Flagge, die der Wind irgendwo im Licht eines Scheinwerfers hin und her schlägt, und weit hinunter auf die leeren Plätze, wo selbst jetzt, mitten in der Nacht, die Ampeln von Grünzu Rot und von Rot zu Grün wechseln, als sei nichts geschehen, als geschehe nichts.

Hier habe ich mit Agnes gewohnt, in dieser Wohnung, für kurze Zeit. Wir waren hier zu Hause, aber jetzt, wo Agnes gegangen ist, ist mir die Wohnung fremd und unerträglich geworden. Nur ein Zentimeter Glas trennt mich von Agnes, nur ein Schritt. Aber die Fen­ster lassen sich nicht öffnen.

Peter Stamm: Agnes , Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2009, S. 9

Aufgabenstellung

  1. Interpretieren Sie den Anfang des Romans „Homo faber“ von Max Frisch.
  1. Vergleichen Sie ihn mit dem Anfang des Romans „Agnes“ von Peter Stamm.


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