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Gesprächsverhalten

Dialoganalyse 2 - Sprache als Spiegel sozialer Verhältnisse - Selbsteinschätzung der Zwischendiagnose

Die folgenden Lösungen sind als Vorschläge gedacht und haben keinen Ausschließlichkeitsanspruch. Sie sollen einen Rahmen anbieten, der eine ungefähre Einschätzung des bei dieser Aufgabe realisierten Ausprägungsgrades der interpretatorischen Fähigkeiten ermöglicht. Weiterhin sollen sie bei der Erstellung eines individuellen Traingsprogrammes helfen. In Klammern [...] stehen Ergebnisse, die eine besondere Leistung darstellen und über das C-Niveau hinausgehen.

Teilaspekte

A

B

C

Gesprächsver-
halten

Ich habe erkannt, dass Dantons Freunde ihre Erwartungen und Forderungen gegenüber Danton durch Appelle ausdrücken (Z. 14ff. oder Z. 67f). Dantons Redeanteile entsprechen dagegen eher der Ausdrucksfunktion (Z. 28f. oder Z. 37f.).

Ich habe außerdem erkannt, dass Dantons Freunde ihre Absichten direkt aussprechen, indem sie Danton zur Eile auffordern (Z. 3), ihm widersprechen (Z. 11), ihm eine eindeutige Frage im Sinne eines Vorwurfes stellen (Z. 24) oder ihn intensiv bitten, sich zu retten (Z. 69). Sie bemühen sich um eine eher sachliche Sprechhaltung.
Danton unterläuft mehrfach diese Initiativen durch eine Strategie des uneigentlichen Sprechens. Er reagiert mit einem ironischen Wortspiel (Z. 4), bestätigt ein Zitat von Lacroix („toter Heiliger“, Z. 20f) aus I,5, dem er jetzt aber zustimmt, oder stellt ausweichende Gegenfragen (Z. 53 oder Z. 70).
Er nimmt eine eher emotionale Sprechhaltung ein.

Ich habe zusätzlich erkannt, dass die Beiträge von Dantons Freunden sich im Verlauf des Gesprächs verändern.

Während sie zunächst versuchen, ihn zum politischen Handeln im Sinne ihrer Gruppe anzuspornen (Z. 4: „wir“; Z. 15ff.: „Benachrichtige“, „for-dere“, „Schreie“, „sprich“, „rufe“, „Lasst uns“), tritt später ein Interesse an seiner persönlichen Situation in den Vordergrund, das sich in einer Frage (Z. 24) oder in einer Bitte (Z. 50 oder Z. 67) ausdrückt.
[Wenn Danton sein pessimistisches Menschenbild aus-führt, drückt er dadurch nicht nur seine subjektiven,  von Zweifeln dominierten Empfindungen aus, sondern er referiert auch (indirekt) für den Leser bzw. Zuschauer  ein bestimmtes Geschichtsver-ständnis, das wesentliche Informationen für das Nachvollziehen des Handlungszusammenhanges enthält.]

  Figurensprache

 

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