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Klausur

Interpretationsaufsatz mit werkübergreifender Teilaufgabe („Werke im Kontext)

Peter Stamm: Agnes , Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2009, S. 118-120 (Auszug)

Aufgabenstellung

  1. Interpretieren Sie die Textstelle im Kontext der vorangegangenen Handlung.
  1. Untersuchen Sie in einer vergleichenden Betrachtung, inwieweit das Problem von Fiktion und Wirklichkeit in Peter Stamms Roman und in einem anderen Ihnen bekannten Werk thematisiert wird.

Lösung (Skizze)

  1. Der Schweizer Sachbuchautor hat die Studentin Agnes kennen gelernt. Es beginnt eine Beziehung, die durch die Isolation von der Außenwelt und die Konstruktion einer eigenen Welt geprägt ist: Auf Agnes’ Veranlassung beginnt er die Geschichte ihrer Beziehung zu schreiben. Agnes hat – eingefangen durch die Version des Erzählers von einer glücklichen Familie – versucht, die Geschichte zu leben. Doch sie erkennt, dass alles „Lüge“ ist, dass sich das Erfundene mit der Realität vermischt hat.
  1. Der Erzähler wechselt auf Agnes’ Wunsch hin seine Rolle – vom distanzierten Sachbuchautor zum ganz auf das Schreibprojekt fixierten literarischen Schriftsteller: Schreiben als Scheinidentität führt zur Fixierung auf eine Rolle. Damit wird er seiner Partnerin nicht mehr gerecht. Agnes wünscht die Geschichte, um mehr über sich, den Erzähler und ihre Beziehung zu erfahren. Sie schlüpft in die Rolle, die ihr zugedacht ist. So wird sie zum Objekt, zur  Rollenfigur des Erzählers.
  1. Der Autor hat sich zum Thema des Romans geäußert: „… es geht in dem Buch nicht darum, eine reale Beziehung zu beschreiben, sondern in gewissem Sinne darum,die Macht der Beziehung zu zeigen.“
  1. Sprachlich-stilistisch: Dialoganalyse
    • Figurenkonstellation
    • Sprache der Figuren
    • Gesprächsstruktur
    • Gesprächsverhalten
    • Situativer Kontext

Perspektive des Erzählers

  1. z.B. Vergleich mit: Frisch, Stille r, Homo faber , Kleist, Amphitryon

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