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Die Figuren


Das postmoderne Subjekt

„Das postmoderne Subjekt unterscheidet sich vom modernen darin, dass es sich nicht mehr in einen teleologischen historischen Prozess eingebunden fühlt, in wel­chem ihm eine sinnstiftende Funktion zukommt.“

Markus Schwahl, Die Leere in der Mitte. Postmoderne Literatur im Unterricht: Peter Stamms Roman Agnes . In: Literatur im Unterricht 2/2009, S. 97

„Der postmoderne Roman dekonstruiert die Möglichkeit seiner Protagonisten, zu selbstbestimmten Subjekten zu werden. Die Möglichkeit einer Entwicklung wird geleugnet, die Protagonisten bleiben also gleich oder degenerieren; sie erfahren ihr Leben auch nicht als Ergebnis eigener, frei gewählter Entscheidungen, sondern werden als fremdgesteuert und konditioniert geschildert. Freilich gibt es hier zu bedenken, ob Protagonisten eines Sprachkunstwerks überhaupt als Subjekte aufgefasst werden können, denn sie sind nichts anderes als Textfiguren aus der Feder eines Künstlers. Vielmehr sind Romangestalten als Textfiguren aufzufassen, welche es dem Autor gestatten, sein eigenes Wissen und Material in der Form einer handelnden Figur im Text zu präsentieren. „

http://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderner_Roman / Zugriff:: 8.3.2012

„… gespaltenes Subjekt ohne Identität: ohne Vergangenheit, ohne Zukunft, ohne Charakter und ohne Beziehung zu den anderen.“

Peter V. Zima, 2001, Das literarische Subjekt. Zwischen Spätmoderne und Postmoder-ne, Tübingen/Basel: A. Francke, S. 25.

Arbeitsauftrag

  1. Klären Sie unbekannte Wörter.
  1. Stellen Sie eine Merkmalliste der Figuren in der postmodernen Literatur auf.
  1. Belegen Sie die Charakteristika mit Stellen aus dem Roman. 
  1. Erklären Sie, inwiefern an der Darstellung der Figuren deutlich wird, dass der postmoderne Roman Ausdruck einer „Erfahrungs- und Identitätskrise“ ist, der die Sehnsucht des modernen Menschen nach Liebe und Geborgenheit zum Ausdruck bringt.

 

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