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M 9 Werkvergleich: Vergleichsaspekte schriftlich ausarbeiten


M 9 Werkvergleich: einzelne Vergleichsaspekte schriftlich ausarbeiten

A

Wenden Sie den unten abgedruckten Wortspeicher an, indem Sie einen Vergleichsaspekt zu einem Teilaufsatz ausarbeiten. Dazu können Sie eigene Ergebnisse oder die folgende Übersicht benutzen.

Wortspeicher: „Vergleich und Verknüpfung“
Aber – jedoch – während – dagegen – hingegen – wohingegen – während – auch – ebenso – ebenfalls – sonst – außerdem – zudem – andererseits – allerdings – immerhin – doch – nur – ...

Satzanfänge:
Während ..., ...
Zwar ..., aber ...
Auch...
Ähnlich / Anders verhält es sich mit ...
...

Umgang der Hauptfigur mit dem Tod

  • s.o.: erst Lebensüberdruss (z.B. II.1: „Ich habe es satt“), dann Angst und Verzweiflung angesichts des bevorstehenden Todes (vgl. III.7, IV.3, IV.5)
  • zunächst: Verdrängung und Versuch, durch Technik und Rationalität das Natürliche (und damit den Tod) zu leugnen; idealtypisch durch Statistik zur „Mortalität bei Schlangenbiß“, S. 130
  • später: euphorische Bejahung des Lebens, geht einher mit echter Auseinandersetzung mit Sabeths Tod, der eigenen Schuld und dem erwarteten Tod
  • Durch Filmen will sich Faber zunächst (auch) den Tod vom Leib halten; später stellt er fest, dass dies nicht geht.
  • Ich-Erzähler schreibt Agnes’ Tod in seiner Geschichte vor: lenkt Agnes, führt sie wie eine Figur: verantwortungsloser Umgang mit der zweiten, tödlichen Version (S. 139, 150)
  • Schuldgefühle wg. Agnes’ Suizid erkennbar (z.B. Kap. 1, 36), aber ohne ausdrückliches Eingeständnis
  • Rückkehr zu den Erinnerungen an Agnes, z.B. Ansehen des Films (Kap. 1, 36)
  • Kein emotional intelligenter Zugang des Erzählers zum Tod (vgl. Gespräch in Kap. 4)

B

1)    Ergänzen Sie den folgenden Wortspeicher mithilfe des Online-Wörterbuchs unter http://wortschatz.uni-leipzig.de/.

Wortspeicher: „Vergleich und Verknüpfung“

Aber – während – hingegen – während – ebenso – sonst – zudem – allerdings – doch – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________

Satzanfänge:
Während ..., ...
Zwar ..., aber ...
Auch...
Ähnlich / Anders verhält es sich mit ..
...

2)    Wenden Sie Ihren Wortspeicher an, indem Sie einen Vergleichsaspekt zu einem Teilaufsatz ausarbeiten. Dazu können Sie eigene Ergebnisse oder die folgende Übersicht benutzen.

Umgang anderer Figuren mit dem Tod

  • Robespierre / St. Just glauben an die gesellschaftlich heilsame Kraft der Hinrichtungen (vgl. z.B. I.6)
  • Julie / Lucile folgen ihren Gatten in den Tod: „Es ist so hübsch Abschied nehmen“ (Julie, IV.6); Luciles existenzielle Verzweiflung: „ich will [...] schreien“ (IV.8)
  • Tod des Jünglings ist für Marion „der einzige Bruch in meinem Wesen“ (I.5), d.h. der einzige Moment der Verunsicherung in ihrem unbedingten Sensualismus
  • Marcel als Gegenfigur, der die Kreatürlichkeit des Menschen auch im Tod akzeptiert: „Tu sais que la mort es femme! [...] et que la terre est femme!“ (S. 69)
  • Hanna als Gegenfigur, die Faber vorwirft, als typischer Techniker die Welt und den Tod zu leugnen (vgl. S. 169f.)
  • Agnes hat Angst vor dem Tod, „einfach, weil dann alles zu Ende ist“ (S. 24)
  • Dennoch hält Agnes das Erfrieren für einen „schöne[n] Tod“ (S. 78) – der Erzähler greift dies in seinem zweiten Ende der Geschichte auf (vgl. S. 152)
  • Agnes liefert sich selbst aus, indem sie sich dem Erzähler als Figur seiner Geschichte zur Verfügung stellt (z.B. S. 63f.)
  • Agnes lehnt es ab, auf einem Friedhof zu filmen (vgl. S. 77)
  • Agnes’ Belastung durch das verlorene Kind: „Ein Kind ist in mir gestorben [...]. Es ist in mir gewachsen, und es ist in mir gestorben. Weißt du, was das heißt?“ (S. 131)

C

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  2. Ergänzen Sie ihren Wortspeicher mithilfe des Online-Wörterbuchs unter http://wortschatz.uni-leipzig.de/.
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Auswirkungen

  • Nihilismus, Fatalismus (z.B. IV.3, IV.5) als Ergebnis des eigenen Schicksals
  • Verdrängung („sie werden’s nicht wagen“, II.4)
  • Sabeths Tod und die anschließende Konfrontation mit Hanna sind Schlüsselerlebnisse für Faber auf seinem Weg zur Veränderung / Öffnung / Einsicht
  • Am Ende: Hinwendung zum Leben und Bewusstsein des Todes, was zur Aufwertung des Augenblicks führt: „Ewigkeit im Augenblick. Ewig sein: gewesen sein.“ (S. 199)
  • Erzähler arbeitet sich an der Erinnerung an Agnes ab: Dieser Prozess und jener der Einsicht in seine Schuld sind aber noch nicht abgeschlossen (vgl. z.B. Kap. 1, 36)

 

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