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Robespierre Arbeitsblatt 4c

Dialoganalyse 2 – Sprache als Spiegel sozialer Verhältnisse – Robespierre (AB 4c)

C – Szene I.6

Zwei wichtige Worterklärungen:

„Es gibt nur Epikureer und zwar grobe und feine ...“ (Danton): Zu den Grundannahmen der epikureischen Philosophie, die auf den griechischen Philosophen Epikur zurückgeht, gehört der Gedanke, dass es nur zwei Gefühle des Menschen gibt: Vergnügen und Schmerz. Jeder Mensch strebe danach, sein Vergnügen zu erhöhen und Schmerzen zu vermeiden. Ein „feiner Epikureer“ wäre ein Mensch, der sogar noch dem Schmerz ein Vergnügen abgewinnen kann.

„... die Fälscher geben das Ei und die Fremden den Apfel ab.“ (St. Just): Mit den „Fälschern“ sind einige Abgeordnete und mit den „Fremden“ einige ausländische Geschäftsleute gemeint, die bereits wegen des Verdachts verhaftet worden waren, sich im Zusammenhang mit der Auflösung der Indienkompanie bereichert zu haben. Eier und Obst („Apfel“) bildeten Anfang und Ende einer römischen Mahlzeit. St. Just will also den Dantonisten im Paket mit den „Fälschern“ und „Fremden“ den Prozess machen, weil er davon ausgeht, dass die Geschworenen ihre Antipathien von den „Fälschern“ und „Fremden“ auf Danton und seine Gefolgsleute übertragen werden und deren Verurteilung so leichter zu erreichen sein wird. 

Arbeitsanweisungen:

  1. Wählen Sie jeweils ein Zitat für Danton und Robespierre aus, das ihre Einstellung besonders deutlich werden lässt, und erläutern Sie schriftlich und in ganzen Sätzen die Zitate.
  2. Erläutern Sie die Funktion des Auftritts von St. Just.
  3. Erklären Sie, warum die beiden folgenden Sätze von Danton Robespierre besonders zu schaffen machen und er sie deshalb zu Beginn seines ersten Monologes wiederholt:
    „Mir die Absätze von den Schuhen treten!“
    „Um bei deinen Begriffen zu bleiben!“
  4. Erläutern Sie ausführlich den Gehalt des Wortes „Blutmessias“.
  5. Vergleichen Sie die beiden Monologe von Robespierre.
  6. Bilden Sie zusammen mit einer anderen C-Gruppe ein Vierer-Team. Verfassen Sie einen Monolog für Danton, in dem er nach dem Hinausgehen gegenüber seinem Freund Paris eine Art Fazit des Gesprächs mit Robespierre zieht. In diesem Monolog sollte auch klar werden, was Danton bei Robespierre erreichen wollte. Ein Mitglied Ihrer Gruppe sollte nach dem Vorlesen des Monologs der Klasse Ihre Deutung der Szene erläutern.

 

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