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Kompetenzraster

4. Kompetenzraster: Werkvergleich

(Achtung: Dieses Raster erfasst nur einen Teil – nämlich die letzte Teilaufgabe – des im Abitur zu schreibenden Aufsatzes)

Kriterium

A

B

C

Erfassung der Aufgabenstellung / des Vergleichsaspekts

Begriffliche Klärung des Vergleichsthemas

Der Begriff, der dem Vergleichsthema zugrunde liegt (z.B. ‚Schuld’), wird im allgemeinen schlüssig verwendet, aber nirgends geklärt. Ein Wandel oder eine Nuancierung des Begriffs kommen nicht in den Blick.

Der Begriff, der dem Vergleichsthema zugrunde liegt (z.B. ‚Schuld’), wird zwar eingangs geklärt, dann aber zu wenig konsequent (d.h. immer wieder anders ohne dies zu begründen) oder zu konsequent (d.h. ohne mögliche subjektive oder historische Wandlungen des Begriffs zu erkennen) angewendet.

Der Begriff, der dem Vergleichsthema zugrunde liegt (z.B. ‚Schuld’), wird eingangs geklärt und konsequent verwendet. Veränderungen und unterschiedliche Nuancen des Begriffs werden erkannt und im Vergleich nachgezeichnet und erläutert.

Texterfassung

Abstraktionsvermögen / Begrifflichkeit

Die Untersuchung bleibt sehr nach am Text. Einzelne Passagen ähneln Inhaltsangaben, abstrakte Begriffe werden kaum verwendet.

Die Untersuchung geht vom Text aus, vermeidet aber Inhaltsangaben fast vollständig. Einzelne abstrakte Begriffe werden zutreffend verwendet.

Die Untersuchung stützt sich auf Lektüre-Ergebnisse und kommt dabei ganz ohne Inhaltsangaben aus. Die meisten Aspekte werden begrifflich abstrahiert oder subsumiert.

Bezug der Textstellen auf das Gesamtwerk

Einzelne einschlägige Textstellen werden insgesamt zutreffend erfasst, meist jedoch ohne Rückbezug auf das Gesamtwerk.

Mehrere einschlägige Textstellen werden meist zutreffend erfasst, jedoch nur gelegentlich mit Rückbezug auf das Gesamtwerk.

Die für das Thema wesentlichen Textstellen werden zutreffend erfasst und auf das jeweilige Werk bezogen.

Werkvergleich

Gewichtung der zwei (drei) Werke

Der Aufsatz geht auf alle zwei (drei) Werke ein, berücksichtigt manche aber eher oberflächlich (meist zu starker Akzent auf jenem Werk, aus dem der Textauszug stammt).

Der Aufsatz geht auf alle zwei (drei) Werke ein und stellt jeweils zentrale Aspekte dar. Ein Akzent auf dem vorgelegten Werk ist erkennbar, doch sind alle drei Werke angemessen behandelt.

Der Aufsatz geht auf alle zwei (drei) Werke gleichermaßen ein und stellt jeweils die wesentlichen Aspekte dar.

Mehrfach geht die Darstellung ins Detail und belegt große Textkenntnis.

Aufbau / Anordnung des Vergleichs

(vgl. z.T. sinngemäß die Niko Gedichtvergleich)

Der Aufbau ist blockweise (d.h. Werk für Werk) und damit zu wenig aspektorientiert, so dass das zweite (und dritte) Werk letztlich nicht ausreichend in den Vergleich einbezogen und somit zu wenig gewürdigt wird (werden). Erst nach dem blockweisen Durchgang werden Bezüge hergestellt  und diese verglichen, so dass Parallelen und Kontraste nur vereinzelt in den Blick genommen werden und im Aufsatz recht isoliert bleiben.

Der Aufbau ist aspektorientiert und berücksichtigt für jeden Aspekt alle Vergleichswerke. So werden Parallelen und Kontraste immer wieder in den Blick genommen, ohne dass diese aber gebündelt auf den Gesamtzusammenhang der Deutung bezogen werden. Die Anordnung der Aspekte erscheint zum Teil beliebig.

Die Schülerinnen und Schüler führen die aspektorientierte Darstellung der Einzelwerke und den Vergleich ineinander verzahnt in einem Durchgang aus. Dabei zeigen sie durchweg Überblick und Strukturierungsvermögen. Der Vergleich führt zu einer gegenseitigen Erhellung der Werke.

Die Anordnung der Aspekte ist schlüssig und für die Leser nachvollziehbar. So entsteht ein schlüssiges logisches Ganzes.

Überleitung

Der Vergleichsteil des Aufsatzes nennt Titel und Autoren der Vergleichswerke sowie das Vergleichsthema. Der Zusammenhang mit dem Interpretationsteil wird aber nicht explizit hergestellt, so dass der Vergleichsteil recht unvermittelt beginnt und etwas angehängt wirkt.

Der Vergleichsteil des Aufsatzes nennt Titel, Autoren und Gattungen der Vergleichswerke sowie das Vergleichsthema. Der Zusammenhang mit dem Interpretationsteil wird explizit hergestellt, bleibt aber eher äußerlich und wirkt etwas formelhaft.

Der Vergleichsteil des Aufsatzes nennt Titel, Autoren und Gattungen der Vergleichswerke sowie das Vergleichsthema. Der Zusammenhang mit dem Interpretationsteil wird explizit hergestellt und es wird erkennbar, warum der Vergleich angestellt wird, z.B. indem der letzte Aspekt der Interpretation schon dem Vergleichsthema entspricht.

Sprachliche Gestaltung

Der Vergleich ist sprachlich wenig differenziert durchgeführt. Die Einzelaspekte sind selten auf den Begriff gebracht und kaum oder stereotyp miteinander verbunden. Bei vergleichenden Sätzen kommt immer wieder dasselbe Vokabular zum Einsatz (z.B. „aber“, „auch“). Für differenzierte Aussagen über mehrere Texte werden meist mehrere Sätze benötigt, was umständlich wirkt.

Der Vergleich ist sprachlich recht differenziert durchgeführt. Die Einzelaspekte sind teilweise begrifflich zutreffend benannt. Mehrfach gelingen schlüssige Verbindungen der Aspekte, dabei kommt – wie auch bei vergleichenden Sätzen – nicht immer dasselbe Vokabular zum Einsatz. Differenzierte Aussagen über mehrere Werke sind teilweise in einzelnen Sätzen formuliert, doch werden diese gelegentlich falsch oder unübersichtlich.

Der Vergleich ist sprachlich differenziert durchgeführt. Die Einzelaspekte sind begriffssicher benannt und schlüssig miteinander verbunden. Bei vergleichenden Sätzen kommt ein breites Vokabular zum Einsatz. Differenzierte Aussagen über mehrere Werke sind z.T. in einzelnen, pointierten Sätzen formuliert.

Umgang mit der vorgelegten Textstelle

Nach der Interpretation der vorgelegten Textstelle werden deren Ergebnisse zugrunde gelegt, ohne dass die Textstelle unter der Perspektive des Vergleichsthemas weiter beleuchtet würde.

An einzelnen Stellen wird kurz auf die Textstelle Bezug genommen. Dies dient der Argumentation im Werkvergleich als Beleg und Veranschaulichung.

An mehreren Stellen wird auf die Textstelle Bezug genommen. Dies dient der Argumentation im Werkvergleich und führt neue Aspekte der Textstelle vor Augen, die erst dem vergleichenden Blick sichtbar werden.

Werkbezüge

Angemessene Kenntnis der Texte und Deutungen ist erkennbar, doch sind die Ergebnisse meist allgemein formuliert und nur selten aus den Werken belegt. (NB: Ein präziser Stellennachweis wird nicht erwartet.)

Die Darstellung wird gelegentlich durch Werkbezüge konkretisiert und plausibel gemacht. (NB: Ein präziser Stellennachweis wird nicht erwartet.)

Die Darstellung wird durchgehend durch Werkbezüge konkretisiert und plausibel gemacht.

(NB: Ein präziser Stellennachweis wird nicht erwartet.)

Ergebnis

Die Ergebnisse des Vergleichs sind zusammenfassend formuliert. Dabei wird vom Detail teilweise abstrahiert. Eine Bewertung der Ergebnisse wird versucht, berücksichtigt aber nicht die Geschichtlichkeit der Texte und des Lesers.

Die Ergebnisse des Vergleichs sind zusammenfassend formuliert. Dabei wird vom Detail meist abstrahiert. Die Bewertung der Ergebnisse berücksichtigt teilweise die Geschichtlichkeit der Texte und des Lesers.

Die Ergebnisse des Vergleichs sind zusammenfassend formuliert und eröffnen von dort aus einen neuen Horizont. Dabei wird vom Detail abstrahiert. Die Bewertung der Ergebnisse berücksichtigt die Geschichtlichkeit der Texte und des Lesers.


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