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Lösung

1.      Deuten Sie das Gedicht.  
Das lyrische Ich preist die Schönheit der/des Geliebten im Vergleich mit einem Sommertag. Es spricht den Wunsch aus, dass diese Schönheit nicht vergehen soll und dass die/der Geliebte im Gedächtnis der Welt leben wird, solange die Verse des Gedichtes gelesen werden.

Thema: Poesie/Literatur als Mittel,  Zeit und Vergänglichkeit zu bekämpfen und dem Leben Dauer zu verleihen.

2.      Beziehen Sie Ihre Deutung auf die oben gegebene Textstelle aus Stamms Roman.
Vorausdeutung, Verknüpfung mit dem Motiv Tod: Nur im Roman des Ich-Erzählers lebt Agnes fort.

3.      Bestimmen Sie Funktion und Wirkung dieses Textzitats im Roman.
Möglichkeit, durch eine Geschichte Spuren zu hinterlassen
Agnes hinterlässt keine eigene Spur:

  • Der Leser erfährt nicht, ob die Dissertation fertig wurde.
  • Die Geschichte, die sie verfasste, löscht sie.
  • Ihr Kind war nicht lebensfähig.
  • Die Räume, die sie bewohnte, sind sauber, ohne Hinweis auf ihre Existenz: „als seien sie nie benutzt worden“ (S. 112)
  • Zu den Eltern besteht kein Kontakt, sie wissen kaum etwas von ihr: auch in ihrer Erinnerung lebt sie nicht fort.
  • Nur der Roman des Ich-Erzählers erinnert an sie. Aber hier ist es die spezielle Perspektive des Erzählers, die das Bild von Agnes bestimmt.

Durch intertextuelle Bezüge erfährt die Deutung einer Textstelle zusätzliche Tiefe, da sich dem Leser weitere Assoziationen eröffnen.

4.      Nennen Sie andere Passagen des Romans, zu denen die Kernaussage des Gedichts einen Bezug hat.

Motiv: Zeichen setzen, Spuren hinterlassen – leitmotivische und thematische Verknüpfung mit „Tod“.

  • Agnes hat Angst vor dem Tod: „einfach, weil dann alles zu Ende ist.“ (S. 24)
  • Sie versteht, dass Menschen die Absicht haben, „eine Spur zu hinterlassen, ein Zeichen zu setzen. Weil sie fürchteten, in der Natur unterzugehen, zu verschwinden. Sie wollten etwas hinterlassen.“ (S. 32/ Vgl. auch S. 76)
  • Ihre Dissertation empfindet sie als eine persönliche Spur. (S. 31)
  • Weiterleben nach dem Tod: „in der Erinnerung anderer Menschen, von unseren Kindern“. (S. 28)


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