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M 9 Werk­ver­gleich: Ver­gleich­s­as­pek­te schrift­lich aus­ar­bei­ten

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Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.


M 9 Werk­ver­gleich: ein­zel­ne Ver­gleich­s­as­pek­te schrift­lich aus­ar­bei­ten

A

Wen­den Sie den unten ab­ge­druck­ten Wort­spei­cher an, indem Sie einen Ver­gleich­s­as­pekt zu einem Teil­auf­satz aus­ar­bei­ten. Dazu kön­nen Sie ei­ge­ne Er­geb­nis­se oder die fol­gen­de Über­sicht be­nut­zen.

Wort­spei­cher: „Ver­gleich und Ver­knüp­fung“
Aber – je­doch – wäh­rend – da­ge­gen – hin­ge­gen – wo­hin­ge­gen – wäh­rend – auch – eben­so – eben­falls – sonst – au­ßer­dem – zudem – an­de­rer­seits – al­ler­dings – im­mer­hin – doch – nur – ...

Satz­an­fän­ge:
Wäh­rend ..., ...
Zwar ..., aber ...
Auch...
Ähn­lich / An­ders ver­hält es sich mit ...
...

Um­gang der Haupt­fi­gur mit dem Tod

  • s.o.: erst Le­bens­über­druss (z.B. II.1: „Ich habe es satt“), dann Angst und Ver­zweif­lung an­ge­sichts des be­vor­ste­hen­den Todes (vgl. III.7, IV.3, IV.5)
  • zu­nächst: Ver­drän­gung und Ver­such, durch Tech­nik und Ra­tio­na­li­tät das Na­tür­li­che (und damit den Tod) zu leug­nen; ide­al­ty­pisch durch Sta­tis­tik zur „Mor­ta­li­tät bei Schlan­gen­biß“, S. 130
  • spä­ter: eu­pho­ri­sche Be­ja­hung des Le­bens, geht ein­her mit ech­ter Aus­ein­an­der­set­zung mit Sa­beths Tod, der ei­ge­nen Schuld und dem er­war­te­ten Tod
  • Durch Fil­men will sich Faber zu­nächst (auch) den Tod vom Leib hal­ten; spä­ter stellt er fest, dass dies nicht geht.
  • Ich-Er­zäh­ler schreibt Agnes’ Tod in sei­ner Ge­schich­te vor: lenkt Agnes, führt sie wie eine Figur: ver­ant­wor­tungs­lo­ser Um­gang mit der zwei­ten, töd­li­chen Ver­si­on (S. 139, 150)
  • Schuld­ge­füh­le wg. Agnes’ Sui­zid er­kenn­bar (z.B. Kap. 1, 36), aber ohne aus­drück­li­ches Ein­ge­ständ­nis
  • Rück­kehr zu den Er­in­ne­run­gen an Agnes, z.B. An­se­hen des Films (Kap. 1, 36)
  • Kein emo­tio­nal in­tel­li­gen­ter Zu­gang des Er­zäh­lers zum Tod (vgl. Ge­spräch in Kap. 4)

B

1)    Er­gän­zen Sie den fol­gen­den Wort­spei­cher mit­hil­fe des On­line-Wör­ter­buchs unter http://​wort­schatz.​uni-​leip­zig.​de/.

Wort­spei­cher: „Ver­gleich und Ver­knüp­fung“

Aber – wäh­rend – hin­ge­gen – wäh­rend – eben­so – sonst – zudem – al­ler­dings – doch – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________ – __________________

Satz­an­fän­ge:
Wäh­rend ..., ...
Zwar ..., aber ...
Auch...
Ähn­lich / An­ders ver­hält es sich mit ..
...

2)    Wen­den Sie Ihren Wort­spei­cher an, indem Sie einen Ver­gleich­s­as­pekt zu einem Teil­auf­satz aus­ar­bei­ten. Dazu kön­nen Sie ei­ge­ne Er­geb­nis­se oder die fol­gen­de Über­sicht be­nut­zen.

Um­gang an­de­rer Fi­gu­ren mit dem Tod

  • Ro­bes­pierre / St. Just glau­ben an die ge­sell­schaft­lich heil­sa­me Kraft der Hin­rich­tun­gen (vgl. z.B. I.6)
  • Julie / Lu­ci­le fol­gen ihren Gat­ten in den Tod: „Es ist so hübsch Ab­schied neh­men“ (Julie, IV.6); Lu­ci­les exis­ten­zi­el­le Ver­zweif­lung: „ich will [...] schrei­en“ (IV.8)
  • Tod des Jüng­lings ist für Ma­ri­on „der ein­zi­ge Bruch in mei­nem Wesen“ (I.5), d.h. der ein­zi­ge Mo­ment der Ver­un­si­che­rung in ihrem un­be­ding­ten Sen­sua­lis­mus
  • Mar­cel als Ge­gen­fi­gur, der die Krea­tür­lich­keit des Men­schen auch im Tod ak­zep­tiert: „Tu sais que la mort es femme! [...] et que la terre est femme!“ (S. 69)
  • Hanna als Ge­gen­fi­gur, die Faber vor­wirft, als ty­pi­scher Tech­ni­ker die Welt und den Tod zu leug­nen (vgl. S. 169f.)
  • Agnes hat Angst vor dem Tod, „ein­fach, weil dann alles zu Ende ist“ (S. 24)
  • Den­noch hält Agnes das Er­frie­ren für einen „schö­ne[n] Tod“ (S. 78) – der Er­zäh­ler greift dies in sei­nem zwei­ten Ende der Ge­schich­te auf (vgl. S. 152)
  • Agnes lie­fert sich selbst aus, indem sie sich dem Er­zäh­ler als Figur sei­ner Ge­schich­te zur Ver­fü­gung stellt (z.B. S. 63f.)
  • Agnes lehnt es ab, auf einem Fried­hof zu fil­men (vgl. S. 77)
  • Agnes’ Be­las­tung durch das ver­lo­re­ne Kind: „Ein Kind ist in mir ge­stor­ben [...]. Es ist in mir ge­wach­sen, und es ist in mir ge­stor­ben. Weißt du, was das heißt?“ (S. 131)

C

  1. Er­stel­len Sie einen Wort­spei­cher ‚Ver­gleich und Ver­knüp­fung’.
  2. Er­gän­zen Sie ihren Wort­spei­cher mit­hil­fe des On­line-Wör­ter­buchs unter http://​wort­schatz.​uni-​leip­zig.​de/.
  3. Wen­den Sie Ihren Wort­spei­cher an, indem Sie einen Ver­gleich­s­as­pekt zu einem Teil­auf­satz aus­ar­bei­ten. Dazu kön­nen Sie ei­ge­ne Er­geb­nis­se oder die fol­gen­de Über­sicht be­nut­zen.

Aus­wir­kun­gen

  • Ni­hi­lis­mus, Fa­ta­lis­mus (z.B. IV.3, IV.5) als Er­geb­nis des ei­ge­nen Schick­sals
  • Ver­drän­gung („sie wer­den’s nicht wagen“, II.4)
  • Sa­beths Tod und die an­schlie­ßen­de Kon­fron­ta­ti­on mit Hanna sind Schlüs­sel­er­leb­nis­se für Faber auf sei­nem Weg zur Ver­än­de­rung / Öff­nung / Ein­sicht
  • Am Ende: Hin­wen­dung zum Leben und Be­wusst­sein des Todes, was zur Auf­wer­tung des Au­gen­blicks führt: „Ewig­keit im Au­gen­blick. Ewig sein: ge­we­sen sein.“ (S. 199)
  • Er­zäh­ler ar­bei­tet sich an der Er­in­ne­rung an Agnes ab: Die­ser Pro­zess und jener der Ein­sicht in seine Schuld sind aber noch nicht ab­ge­schlos­sen (vgl. z.B. Kap. 1, 36)

 

M 9 Werk­ver­gleich: Ver­gleich­s­as­pek­te schrift­lich aus­ar­bei­ten: Her­un­ter­la­den [doc] [45 KB]