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Lö­sung

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.


1. Epi­scher Text

Wis­sen

  • Ein Er­zäh­ler ver­mit­telt das Ge­sche­hen und be­stimmt:  
    • die Art der Per­spek­ti­ve auf Ge­scheh­nis­se der in­ne­ren, der äu­ße­ren Welt
    • Schil­de­rung von Zu­stän­den und Men­schen
    • Struk­tu­rie­rung der Er­eig­nis­se
  • Ein Stand­punkt des Er­zäh­lers wird deut­lich.

2. In­halt

Ab­stra­hie­ren

Nach einem Ki­no­be­such wird die un­ter­schied­li­che Hal­tung der bei­den Part­ner deut­lich. Die Frau ist durch die Lie­bes­sze­ne be­rührt, der Mann lehnt sie als Kitsch ab.

3. Thema

Ab­stra­hie­ren

Ge­stör­te Kom­mu­ni­ka­ti­on eines Paa­res als Aus­druck von Be­zie­hungs­lo­sig­keit, Ende einer Liebe

4. Struk­tur / zwei Teile

Er­war­tungs­bruch er­ken­nen, aus­wer­ten

  1. Teil: Das Ende des Lie­bes­films (Happy end)
  2. Das Ge­sche­hen der Ge­schich­te

Beide Teile ste­hen kon­tras­tiv zu­ein­an­der.

5.

ge­stri­chen

6. Hal­tung des Er­zäh­lers

Sprach­li­che Ge­stal­tung auf­merk­sam wahr­neh­men

„… sein Weib bleibt im Ge­drän­gel hilf­los ste­cken, weit hin­ter ihm. Er tritt auf die Stra­ße und bleibt nicht ste­hen , er geht, ohne zu war­ten , er geht voll Zorn,

… Atem­los, mit klei­nen, ver­zwei­fel­ten Schrit­ten holt sie ihn ein, holt ihn schließ­lich ein und keucht zum Er­bar­men.

  • Die Hand­lung zeigt die Do­mi­nanz des Man­nes, die Ab­hän­gig­keit der Frau.
  • At­tri­bu­te und Ad­ver­bi­en legen dem Leser die Hilf­lo­sig­keit der Frau nahe, zei­gen aber auch eine ne­ga­ti­ve Be­wer­tung: „Weib“.

7. Dar­stel­lungs­for­men

Wis­sen an­wen­den,

Ge­stal­tung auf­merk­sam wahr­neh­men

Be­richt

Straf­fe Dar­stel­lung der Hand­lung in zeit­li­cher Ab­fol­ge

8. Per­spek­ti­ve, Stand­ort des Er­zäh­lers

Fik­tio­na­li­tät be­wusst wahr­neh­men

Der Er­zäh­ler ver­mit­telt das Ge­sche­hen zu­nächst über die Au­ßen­sicht: Die Hand­lun­gen der Fi­gu­ren wer­den ge­schil­dert.

Aus­nah­me:  „voll Zorn“(Z. 4) – In­nen­sicht auf den Mann

Ab Z. 10 In­nen­sicht auf die Ge­dan­ken des Man­nes und der Frau

9. un­sen­si­bel

Sprach­li­che Ge­stal­tung auf­merk­sam wahr­neh­men

Der Mann läuft weg, ohne Rück­sicht auf seine Frau zu neh­men.

Er kri­ti­siert ohne jedes Ge­fühl ihr Ver­hal­ten und be­schimpft sie. Er zeigt kein Ver­ständ­nis für sie, in­ter­es­siert sich of­fen­sicht­lich auch nicht dafür, warum ihr der Film ge­fal­len hat. Seine Ge­dan­ken zei­gen, dass er sie nur ne­ga­tiv wahr­nimmt. 

10. Be­zie­hung

Schluss­fol­ge­run­gen zie­hen

Die Ver­bin­dung der bei­den ist ge­prägt durch Ab­nei­gung und Ver­ach­tung. Das wird deut­lich, in dem, was der Mann sagt und was beide den­ken: z.B.:

„so eine blöde, blöde Gans, und wie sie keucht in ihrem Fett.“ (Z. 10f)

„ was für ein Klotz von Mann, was für ein Klotz.“ (Z. 15f)                                    

11. Be­wer­tung

Mehr­deu­tig­keit er­ken­nen

eine ei­ge­ne Po­si­ti­on zum Text be­zie­hen

Fik­tio­na­li­tät be­wusst wahr­neh­men

z.B. mög­lich:

  • Kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem un­ter­wür­fi­gen Ver­hal­ten der Frau: Sie wehrt sich nicht gegen seine Be­lei­di­gun­gen, son­dern ver­tei­digt sich,. Sie kri­ti­siert ihn nur in Ge­dan­ken.
  • Aus­ein­an­der­set­zung mit ihrer Un­selbst­stän­dig­keit, die die Do­mi­nanz des Part­ners schwei­gend ak­zep­tiert.
  • Zu­stim­mung zum Ver­hal­ten, da da­durch der Kon­flikt nicht ver­schärft wird.  

12. Über­schrift

Sym­bol­ver­ste­hen

Fik­tio­na­li­tät be­wusst wahr­neh­men

Der Titel der Kurz­ge­schich­te be­zieht sich zu­nächst auf den er­wähn­ten Schluss des Films und steht im Kon­trast zur Si­tua­ti­on des Paa­res. (Iro­ni­scher Kon­trast)

Er steht in Ver­bin­dung mit dem Ver­hal­ten der Frau und der Re­ak­ti­on des Man­nes.

13. Deu­tungs­the­se

log. Be­zie­hun­gen bil­den,

schluss­fol­gern, Stra­te­gi­en des Tex­tes ein­be­zie­hen

5. Eine Be­zie­hung ohne Liebe, (die die Sehn­süch­te bei­der Part­ner nicht er­füllt. )

14. Text­art

Wis­sen an­wen­den

Kurz­ge­schich­te:

  • Be­son­de­re Be­ge­ben­heit, Aus­schnitt aus dem Leben
  • Kürze im Um­fang
  • Ver­knap­pung der Hand­lung, nur ein Hand­lungs­strang
  • Be­grenz­ter Um­fang des Per­so­nals
  • Fi­gu­ren wer­den nur durch Merk­ma­le cha­rak­te­ri­siert, die für die Ge­schich­te wich­tig sind.
  • Keine Ein­lei­tung, of­fe­ner Schluss

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