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J. Franck: Streu­sel­schne­cke

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

(Re­zi­pro­kes Lesen üben)

Der Anruf kam , als ich vier­zehn war. Ich wohn­te seit einem Jahr nicht mehr bei mei­ner Mut­ter … Eine frem­de Stim­me mel­de­te sich, der Mann nann­te sei­nen Namen, sagte mir, er lebe in Ber­lin, und frag­te, ob ich ihn ken­nen ler­nen wolle. …
Er trug Jeans, Jacke und Hose. Ich hatte mich ge­schminkt . Er führ­te mich ins Café …

Ei­ni­ge Male durf­te ich ihn bei sei­ner Ar­beit be­su­chen. Er schrieb Dreh­bü­cher und führ­te Regie bei Fil­men. Ich frag­te mich, ob er mir Geld geben würde , wenn wir uns tref­fen, aber er gab mir keins, …

Er starb ein Jahr lang, ich be­such­te ihn im Kran­ken­haus …
Er sagte, er hätte gerne mit mir ge­lebt , …
Kurz nach mei­nem sieb­zehn­ten Ge­burts­tag war er tot . …
… zur Be­er­di­gung.
Meine Mut­ter kam nicht. Ich nehme an, sie war mit an­de­rem be­schäf­tigt,
au­ßer­dem hatte sie mei­nen Vater zu wenig ge­kannt und nicht ge­liebt.

Li­te­ra­ri­sche Kom­pe­tenz
  • Beim Lesen und Hören Vor­stel­lun­gen ent­wi­ckeln
  • Nar­ra­ti­ve Hand­lungs­lo­gik ver­ste­hen: Er­war­tungs­bruch nut­zen
  • Mit Fik­tio­na­li­tät be­wusst um­ge­hen (Leer­stel­len fül­len)

Dr. Schmitt-Kauf­hold