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Son­nett XVIII

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Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.


Text­grund­la­ge: Peter Stamm: Agnes, Fi­scher Ta­schen­buch Ver­lag, Frank­furt/M 2009, S. 48

Der zi­tier­te Vers ent­stammt einem Ge­dicht Wil­li­am Shake­speares:

Wil­li­am Shake­speare: Son­nett XVIII

Shall I com­pa­re thee to a sum­mer's day?
Thou art more lovely and more tem­pe­ra­te:
Rough winds do shake the dar­ling buds of May,
And sum­mer's lease hath all too short a date:
So­me­time too hot the eye of hea­ven shi­nes,
And often is his gold com­ple­xi­on dim­med,
And every fair from fair so­me­time de­cli­nes,
By chan­ce, or na­tu­re's chan­ging cour­se un­trim­med:
But thy eter­nal sum­mer shall not fade,
Nor lose pos­ses­si­on of that fair thou ow'st,
Nor shall death brag thou wan­der'st in his shade,
When in eter­nal lines to time thou grow'st,
   
So long as men can brea­the, or eyes can see,
   
So long lives this, and this gives life to thee.


Wil­li­am Shake­speare:
So­nett 18

Soll ich dich einem Som­mer­tag ver­glei­chen?
Er ist wie du so lieb­lich nicht und lind;
Nach kur­zer Dauer muß sein Glanz ver­blei­chen,
Und selbst in Mai­en­knos­pen tobt der Wind.

Oft blickt zu heiß des Him­mels Auge nie­der,
Oft ist ver­dun­kelt seine gold­ne Bahn,
Denn alle Schön­heit blüht und schwin­det wie­der,
Ist wech­seln­dem Ge­schi­cke un­ter­tan.

Dein ew'ger Som­mer doch soll nie ver­rin­nen,
Nie fliehn die Schön­heit, die dir eigen ist,
Nie kann der Tod Macht über dich ge­win­nen,
Wenn du in mei­nem Lied un­sterb­lich bist!

So­lan­ge Men­schen atmen, Augen sehn,
Lebt mein Ge­sang und schützt dich vor Ver­gehn! (Schle­gel/Tieck 1830)

 

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