Zur Haupt­na­vi­ga­ti­on sprin­gen [Alt]+[0] Zum Sei­ten­in­halt sprin­gen [Alt]+[1]

Lö­sung

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

1.      Deu­ten Sie das Ge­dicht.  
Das ly­ri­sche Ich preist die Schön­heit der/des Ge­lieb­ten im Ver­gleich mit einem Som­mer­tag. Es spricht den Wunsch aus, dass diese Schön­heit nicht ver­ge­hen soll und dass die/der Ge­lieb­te im Ge­dächt­nis der Welt leben wird, so­lan­ge die Verse des Ge­dich­tes ge­le­sen wer­den.

Thema: Poe­sie/Li­te­ra­tur als Mit­tel,  Zeit und Ver­gäng­lich­keit zu be­kämp­fen und dem Leben Dauer zu ver­lei­hen.

2.      Be­zie­hen Sie Ihre Deu­tung auf die oben ge­ge­be­ne Text­stel­le aus Stamms Roman.
Vor­aus­deu­tung, Ver­knüp­fung mit dem Motiv Tod: Nur im Roman des Ich-Er­zäh­lers lebt Agnes fort.

3.      Be­stim­men Sie Funk­ti­on und Wir­kung die­ses Text­zi­tats im Roman.
Mög­lich­keit, durch eine Ge­schich­te Spu­ren zu hin­ter­las­sen
Agnes hin­ter­lässt keine ei­ge­ne Spur:

  • Der Leser er­fährt nicht, ob die Dis­ser­ta­ti­on fer­tig wurde.
  • Die Ge­schich­te, die sie ver­fass­te, löscht sie.
  • Ihr Kind war nicht le­bens­fä­hig.
  • Die Räume, die sie be­wohn­te, sind sau­ber, ohne Hin­weis auf ihre Exis­tenz: „als seien sie nie be­nutzt wor­den“ (S. 112)
  • Zu den El­tern be­steht kein Kon­takt, sie wis­sen kaum etwas von ihr: auch in ihrer Er­in­ne­rung lebt sie nicht fort.
  • Nur der Roman des Ich-Er­zäh­lers er­in­nert an sie. Aber hier ist es die spe­zi­el­le Per­spek­ti­ve des Er­zäh­lers, die das Bild von Agnes be­stimmt.

Durch in­ter­tex­tu­el­le Be­zü­ge er­fährt die Deu­tung einer Text­stel­le zu­sätz­li­che Tiefe, da sich dem Leser wei­te­re As­so­zia­tio­nen er­öff­nen.

4.      Nen­nen Sie an­de­re Pas­sa­gen des Ro­mans, zu denen die Kern­aus­sa­ge des Ge­dichts einen Bezug hat.

Motiv: Zei­chen set­zen, Spu­ren hin­ter­las­sen – leit­mo­ti­vi­sche und the­ma­ti­sche Ver­knüp­fung mit „Tod“.

  • Agnes hat Angst vor dem Tod: „ein­fach, weil dann alles zu Ende ist.“ (S. 24)
  • Sie ver­steht, dass Men­schen die Ab­sicht haben, „eine Spur zu hin­ter­las­sen, ein Zei­chen zu set­zen. Weil sie fürch­te­ten, in der Natur un­ter­zu­ge­hen, zu ver­schwin­den. Sie woll­ten etwas hin­ter­las­sen.“ (S. 32/ Vgl. auch S. 76)
  • Ihre Dis­ser­ta­ti­on emp­fin­det sie als eine per­sön­li­che Spur. (S. 31)
  • Wei­ter­le­ben nach dem Tod: „in der Er­in­ne­rung an­de­rer Men­schen, von un­se­ren Kin­dern“. (S. 28)


Lö­sung: Her­un­ter­la­den [doc] [44 KB]